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Warum du nicht versuchen solltest, die Sonnenfinsternis zu fotografieren

Personen betrachten mit rauchgeschwaerzten Glaesern die sich langsam total verfinsternde Sonne, aufgenommen am 15. Februar 1961 in der Naehe von Interlaken. (KEYSTONE/Hans-Ueli Bloechliger)
Heute ist es so weit: Das grösste Himmelsspektakel des Jahres steht an.Bild: KEYSTONE

Warum du nicht versuchen solltest, die Sonnenfinsternis zu fotografieren

12.08.2026, 06:0612.08.2026, 06:06

Heute bahnt sich ein doppeltes Himmelsspektakel an. Denn am 12. August ab 19 Uhr schiebt sich der Mond langsam vor die Sonne. Der Höhepunkt wird für die Zeit zwischen 20.15 und 20.20 Uhr erwartet. Danach, wenn die Sonne um 20.42 Uhr hinter dem Horizont verschwindet, schwirren Sternschnuppen über den Nachthimmel und der Perseidenschauer erreicht seinen diesjährigen Höhepunkt.

Besonders beim Beobachten der Sonnenfinsternis ist allerdings höchste Vorsicht geboten. Der direkte Blick in die Sonne birgt Gefahren für unsere Netzhaut, weshalb das Bundesamt für Statistik nur Schutzbrillen, die spezifische Anforderungen erfüllen, empfiehlt.

The members of the Swiss Government follow the eclipse of the sun in a balcony on the house of parliament in Berne, August 11, 1999. (KEYSTONE/Reuters Pool/Ruben Sprich)
Der Bundesrat beobachtet die Sonnenfinsternis über der Schweiz am 11. August 1999.Bild: KEYSTONE REUTERS POOL

Für das Fotografieren des Himmelsspektakels müssen Profis ebenfalls einiges beachten, wenn sie ihr Augenlicht und ihr Equipment nicht aufs Spiel setzen wollen.

Das sagt die Astrofotografin

Profi und Astrofotografin Angela Fux hat für Nikon Schweiz festgehalten, was es beim Fotografieren einer Sonnenfinsternis alles zu beachten gilt. So sagt Fux denn auch: «Ohne den richtigen Schutz kann die Sonne dauerhafte Augenschäden verursachen, und kein Bild ist das wert.» Auch wenn der Drang, das perfekte Foto selbst festzuhalten, gross sein mag, sollte man das den Profis überlassen.

Denn dafür braucht es eine professionelle Ausrüstung, Schutzmassnahmen und eine sorgfältige Planung. Denn die Profi-Fotografin trägt nicht nur selbst während des ganzen Ereignisses eine Schutzbrille, sie bringt auch auf ihren Objektiven geeignete Sonnenfilter an. Weiter sagt Fux:

«Ich untersuche die Kontaktzeiten vor der Sonnenfinsternis genau und weiss, wann ich die Filter entfernen kann und wann ich sie wieder anbringen muss.»
Nicole Fux
Sonnenfinsternis Donald Trump
Tu es nicht wie Donald: Ein Blick in die Sonne kann dich dein Augenlicht kosten, auch wenn du durch eine Kamera schaust.Bild: imgur

Nach Sonnenuntergang darfst du wieder

Hobby-Fotografinnen und -Fotografen zücken ihre Kameras also besser erst wieder, wenn die Sonne untergegangen ist. Denn dann beginnt der Höhepunkt der Perseiden. Auch diese lassen sich leider nicht gut mit dem Smartphone fotografieren, dafür ist schon eine Kamera mit Weitwinkelobjektiv, offener Blende und Langzeitbelichtung nötig. Die Kamera sollte dann auf einem Stativ montiert sein, zur Not kann man sie auch auf den Boden legen.

Oder: Du besorgst dir eine Schutzbrille, geniesst das doppelte Himmelsspektakel und wartest auf die Fotos der Profis, die wir dir am nächsten Tag auf watson präsentieren werden. (leo)

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65 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Swen Goldpreis
07.08.2026 22:48registriert April 2019
Inhaltlich schwacher Artikel. Also kurz die Fakten: Mit Handys und normalen Kameras kann man die Sonne problemlos fotografieren. Hat jeder von uns in den Ferien schon hundert Mal gemacht.

Aufpassen muss man nur mit Teleobjektiven, da die - ähnlich wie Lupen - das Licht bündeln. Wer also reinzoomen will, muss aufpassen und spezielle Filter nutzen.

Gefahr für die Augen bestehen eigentlich nur bei altmodischen Spiegelreflexkameras, bei denen man durchs Objektiv schaut. Die meisten modernen Kameras haben aber einen Display, der gar nicht so hell leuchten kann, dass es Augen schädigt.
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PettR
07.08.2026 18:37registriert Oktober 2015
Joa beim Fotografieren kommt es schon noch drauf an ob ich mit 600mm ein Sonnenfoto mache oder mit 35mm ein Panorama. Sonst wäre ja jedes Sonnenuntergang-Foto ein riesiges Risiko für die Kamera.
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Dom Einhorn
08.08.2026 05:31registriert Juli 2026
Die Warnung ist berechtigt, die Schlussfolgerung nicht ganz. Gefährlich ist nicht das Fotografieren, sondern der ungefilterte Blick durch einen optischen Sucher. Wer über den Bildschirm arbeitet, schaut nie in die Sonne; dann ist der Sensor gefährdet, nicht das Auge.

Realistischer Rat: Schutzbrille fürs Auge, Sonnenfilter aufs Objektiv, kein optischer Sucher.

Das lohnendere Motiv ist ohnehin ein anderes: das Licht ringsum. Die Verfärbung der Landschaft und die sichelförmigen Lichtflecken unter Bäumen sind mit jeder Kamera aufnehmbar, und dafür muss niemand nach oben schauen.
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