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Freundschafts-Umfrage: So viele Freunde haben Menschen in der Schweiz

Bild zeigt die Resultate der Umfrage über einem Bild von Kindern, die über einen Baumstamm gehen.
Menschen in der Deutschschweiz sind häufig sehr zufrieden mit ihren Freundschaften. Bild: watson/keystone
Umfrage

Fast jede 10. Person hat keine engen Freunde – diese Menschen sind besonders betroffen

Wie viele Freunde haben Menschen in der Deutschschweiz? Sind sie zufrieden mit ihren Freundeskreisen? Und wie pflegen sie Freundschaften? Antworten liefert die repräsentative watson-Umfrage.
24.05.2026, 04:4524.05.2026, 04:45

Zugehörigkeit, Nähe, Vertrautheit, Ehrlichkeit, Akzeptanz, zusammen lachen, Geborgenheit, Gegenseitigkeit, Interesse, Loyalität, Unterstützung, da sein in guten und in schlechten Zeiten. Das sind keine Beschreibungen romantischer Liebe, sondern Definitionen von Freundschaft.

Sie stammen aus einer Umfrage, die watson vom 29. April bis am 6. Mai in Zusammenarbeit mit dem Umfrageinstitut Demoscope durchgeführt hat. 5'562 Personen haben daran teilgenommen, die Ergebnisse sind repräsentativ für die Deutschschweiz.

Alle Resultate in der Übersicht:

Anzahl enge Freunde

Ein knappes Drittel der Menschen in der Deutschschweiz (30 Prozent) hat eine bis drei enge Freundschaften, ein weiteres knappes Drittel (31 Prozent) hat vier bis sechs enge Freunde oder Freundinnen.

Neun Prozent der Deutschschweizerinnen und Deutschschweizer haben keine engen Freundinnen oder Freunde.

Die älteste Altersgruppe der über 55-Jährigen gab am häufigsten an, mehr als zehn enge Freundinnen und Freunde zu haben. Die 15- bis 34-Jährigen haben am häufigsten vier bis sechs enge Freundinnen und Freunde. Sie machen unter denen ohne enge Freunde die kleinste Altersgruppe aus – und ebenso unter jenen, die mehr als zehn Freunde haben.

Männer, Ältere und Nicht-Erwerbstätige haben häufiger keine engen Freunde

Fast jede zehnte Person in der Deutschschweiz keine engen Freundschaften. Schaut man sich diese Gruppe genauer an, zeigt sich ein Geschlechterunterschied: Männer haben häufiger keine engen Freunde oder Freundinnen als Frauen.

Und: Je älter, desto häufiger haben Menschen keine engen Freundinnen und Freunde. Am häufigsten sagen Menschen über 55 Jahre, dass sie keine engen Freundschaften haben. 13 Prozent der über 55-Jährigen gehen ohne enge Freundinnen oder Freunde durchs Leben. Bei den 35- bis 54-Jährigen sind es acht Prozent, bei den 15- bis 34-Jährigen vier Prozent.

Wer nicht erwerbstätig ist, hat häufiger keine engen Freunde als Menschen, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Und auch beim Geld zeigen sich Unterschiede: Wer ein Haushaltseinkommen unter 5000 Franken pro Monat hat, hat deutlich häufiger keine oder sehr wenige enge Freunde, verglichen mit jenen mit höheren Einkommen.

Schliesslich spielt auch der Beziehungsstatus eine Rolle: Wer in einer Partnerschaft ist, hat häufiger enge Freunde als Singles.

So viele gehören zum erweiterten Kreis

Auch nach dem erweiterten Freundeskreis haben wir gefragt. Etwa jede dritte Person sagt, dass ihrem erweiterten Freundeskreis mehr als 20 Personen angehören. Männer geben häufiger als Frauen an, mehr als 20 Personen im erweiterten Freundeskreis zu haben. Frauen haben häufiger als Männer kleinere Freundeskreise von einer bis zehn Personen.

Menschen über 55 Jahre sagen mit 41 Prozent besonders häufig, dass sie einen Freundeskreis von mehr als 20 Personen haben.

Zugleich sind Männer und Ältere aber auch stärker vertreten bei jenen, die gar keine Menschen im erweiterten Freundeskreis haben.

Freundschaft zwischen den Geschlechtern

Für viele spielt das Geschlecht bei Freundschaften eine Rolle. Jede zweite Person in der Deutschschweiz pflegt ausschliesslich oder hauptsächlich Freundschaften zu Menschen des eigenen Geschlechts.

Eine Mehrheit der Frauen (52 Prozent) gibt an, ausschliesslich oder überwiegend mit Personen des eigenen Geschlechts befreundet zu sein. Bei den Männern sind es etwas weniger als die Hälfte (47 Prozent). Auch das Alter spielt eine Rolle: Je älter, desto weniger sind Freundschaften vom Geschlecht abhängig.

Befragte, die nicht heterosexuell sind, haben ausserdem häufiger angegeben, dass ihre Freundeskreise geschlechterdurchmischt sind. Zehn Prozent von ihnen sagen, dass sie überwiegend Freundschaften mit Personen eines anderen Geschlechts führen. Unter allen Befragten liegt die Zahl lediglich bei drei Prozent.

Was in Freundschaften zählt

Am wichtigsten in Freundschaften sind den Menschen in der Deutschschweiz Verlässlichkeit und Vertrauen (79 Prozent).

Ebenfalls als wichtig erachten sie, ohne häufigen Kontakt verbunden zu bleiben (77 Prozent) sowie persönliche Gespräche beziehungsweise emotionalen Support (68 Prozent). Gleich viele sagen, dass ihnen Spass und gemeinsamer Humor wichtig sind.

Die Befragten schätzen gemeinsame Erlebnisse (56 Prozent) als wichtiger ein als gemeinsame politische, religiöse oder moralische Werte (51 Prozent).

Weniger wichtig ist den Befragten, dass sich Freundschaften mit der Zeit weiterentwickeln (26 Prozent), dass eine gewisse Dauer der Bekanntschaft besteht (20 Prozent) oder ein gemeinsamer Freundeskreis geteilt wird (zwölf Prozent). Als am wenigsten wichtig wird ein gemeinsamer Alltag erachtet.

Welche Aspekte als besonders wichtig eingeschätzt werden, hängt auch vom Geschlecht ab. 83 Prozent der Frauen finden persönliche Gespräche in einer Freundschaft wichtig, aber lediglich 58 Prozent der Männer. Männer gaben dafür häufiger als Frauen an, dass gemeinsame Interessen oder Hobbys wichtig sind (45 Prozent vs. 29 Prozent).

Wo sich Freundschaften bilden

Am häufigsten haben Menschen in der Deutschschweiz ihre Freundinnen und Freunde bei der Arbeit (58 Prozent) kennengelernt. Dicht darauf folgt das Kennenlernen in der Kindheit und Schulzeit (56 Prozent).

Jede zweite Person hat Freundschaften über gemeinsame Bekannte (50 Prozent) oder in der Ausbildung (47 Prozent) geschlossen. Hobbys, Vereine oder Organisationen kommen erst danach. Lediglich sechs Prozent haben ihre Freundinnen und Freunde online kennengelernt.

Mehr als jede zweite Person pflegt Freundschaften aus der Kindheit oder der Schulzeit. Dieser Wert ist bei der jüngsten Altersgruppe der 15- bis 54-Jährigen mit 67 Prozent höher, bei den 35- bis 54-Jährigen beträgt er 62 Prozent und bei den Ü55-Jährigen sind es noch immer 43 Prozent.

Während Frauen ihre Freundinnen und Freunde am häufigsten bei der Arbeit kennenlernen (63 Prozent), haben Männer ihre Freundschaften am häufigsten aus der Kindheit (56 Prozent). Männer lernen ihre Freundinnen und Freunde zudem häufiger durch ein Hobby oder eine Freizeitbeschäftigung kennen als Frauen (50 Prozent vs. 36 Prozent).

Bei Frauen (36 Prozent) und Menschen über 55 Jahre (39 Prozent) sind Freundschaften deutlich häufiger durch eine Nachbarschaft entstanden als bei Männern (28 Prozent) und jungen Menschen (20 Prozent).

So häufig sind Freundinnen und Freunde in Kontakt

Zwölf Prozent der Menschen in der Deutschschweiz sind täglich in Kontakt mit ihren Freundinnen und Freunden.

Am häufigsten sehen, hören oder schreiben sich Menschen in der Deutschschweiz mehrmals pro Woche, das gab ein Drittel der Befragten an. Jede fünfte Person ist einmal in der Woche und ein weiteres Fünftel ein- bis dreimal pro Monat in Kontakt mit Freundinnen und Freunden.

Eine Minderheit von zwölf Prozent ist einmal im Monat oder seltener in Kontakt.

Junge Menschen tauschen sich am häufigsten mit ihren Freundinnen oder Freunden aus – eine Mehrheit von 67 Prozent mehrmals in der Woche oder täglich. Bei den 35- bis 54-Jährigen sind es noch 45 Prozent und bei den über 55-Jährigen 35 Prozent, die sich mehrmals in der Woche oder täglich hören oder sehen.

Wer sich in einer Partnerschaft befindet, ist seltener in Kontakt mit seinen Freundinnen und Freunden als Singles.

Treffen, chatten, telefonieren – eine Frage des Alters

Deutschschweizerinnen und Deutschschweizer pflegen ihre Freundschaften immer noch am häufigsten analog: 91 Prozent geben an, dass persönliche Treffen zu den hauptsächlichen Kontaktarten gehören – ohne nennenswerte Unterschiede zwischen den Altersgruppen.

Am zweithäufigsten gaben die Befragten mit 79 Prozent an, den Kontakt zu ihrem Umfeld durch Chat- oder Sprachnachrichten zu halten. Danach kommt lange nichts mehr – der Kontakt via Telefon oder Videotelefonie ist noch für etwas mehr als ein Drittel eines der Hauptkommunikationsmittel mit Freundinnen und Freunden.

Dabei zeigt sich ein Generationengraben: 15- bis 34-Jährige telefonieren am seltensten mit ihren Freundinnen und Freunden (27 Prozent). Bei den über 55-Jährigen gehört das Telefonieren hingegen für 43 Prozent zur Freundschaftspflege dazu.

Die jüngste Altersgruppe ist dafür gegenüber den anderen Altersgruppen mit Abstand am häufigsten über Social Media mit Freundinnen und Freunden in Kontakt: 38 Prozent der Jungen schicken sich regelmässig Memes, Reels oder sind etwa auf Snapchat verbunden. Diese Art des Kontakts pflegen nur sieben Prozent der über 55-Jährigen. Junge melden sich also häufiger über Social Media bei ihren Freundinnen und Freunden, als sie telefonieren.

Die E-Mail ist für die Freundschaftspflege unter den 15- bis 34-Jährigen praktisch ausgestorben, lediglich ein Prozent ist noch auf diese Art miteinander in Kontakt, gegenüber 17 Prozent bei den über 55-Jährigen.

Die Mehrheit hat eine beste Freundin oder einen besten Freund

Deutschschweizerinnen und Deutschschweizer treffen sich lieber zu zweit. Ein Grossteil der Befragten (58 Prozent) gibt an, vor allem Einzelfreundschaften zu pflegen. Das ist bei Frauen stärker der Fall. Zwei Drittel der Frauen pflegen hauptsächlich Einzelfreundschaften, aber nur jeder zweite Mann.

Gruppenfreundschaften überwiegen nur bei einer Minderheit von 28 Prozent. Männer (34 Prozent) und junge Menschen (42 Prozent) haben häufiger hauptsächlich Gruppenfreundschaften als Frauen und andere Altersgruppen.

Beste Freundinnen und Freunde sind in der Deutschschweiz verbreitet: Eine Mehrheit von 61 Prozent hat eine beste Freundin oder einen besten Freund – und das ist über alle Geschlechter und Altersgruppen hinweg ziemlich stabil.

Politische Ansichten sind wichtig, Sprache ist wichtiger

Die Mehrheit der Menschen in der Deutschschweiz hat Freundinnen und Freunde, die ihnen ähnlich sind.

Zum Beispiel, was Politik angeht. Sieben von zehn Personen sagen, dass ihre Freundinnen und Freunde tendenziell dieselben politischen Ansichten teilen. Frauen geben häufiger als Männer an, dass ihre Freundinnen und Freunde dieselben politischen Ansichten haben wie sie (76 Prozent vs. 69 Prozent). Mit zunehmendem Alter scheint die politische Ähnlichkeit unter Freundinnen und Freunden zudem leicht abzunehmen.

Eine Mehrheit von 60 Prozent sagt ausserdem, dass ihre Freundinnen und Freunde ähnliche finanzielle Möglichkeiten haben wie sie.

Wichtiger als Geld und politische Ansichten ist jedoch ein anderer Faktor: die Sprache. 91 Prozent der Deutschschweizerinnen und Deutschschweizer haben nur oder überwiegend Freunde, die dieselbe Sprache sprechen wie sie.

Freundschaften in einer Beziehung

Fast die Hälfte der Teilnehmenden der Umfrage sagt, dass ihr Freundeskreis in Bezug auf das Geschlecht durchmischt ist. Wir wollten wissen, ob sich das verändert, wenn sich eine Person in einer romantischen Beziehung befindet. Pflegen sie dann weniger oder gar keine Freundschaften mehr zum Geschlecht, zu dem sie sich hingezogen fühlen?

Eine Mehrheit von 65 Prozent sagt, dass sie sich nicht oder eher nicht einschränkt, wenn sie in einer Partnerschaft ist.

Etwa ein Viertel der Deutschschweizerinnen und Deutschschweizer schränkt ihre Freundschaften zu Personen des Geschlechts, zu dem sie sich hingezogen fühlen, teilweise oder stark ein, wenn sie in einer Beziehung sind.

Umgekehrt erwarten zwölf Prozent von ihrer Partnerin oder ihrem Partner tendenziell, dass er oder sie keine Freundschaften zu dem Geschlecht führt, zu dem er oder sie sich hingezogen fühlt.

Eine Mehrheit von 83 Prozent lehnt diese Erwartung klar oder eher ab.

Während sich bei dieser Frage kaum Geschlechter- oder Altersunterschiede zeigen, zeigen sich Unterschiede je nach politischer Ausrichtung.

Wer Grüne, SP oder GLP wählt, grenzt sich klarer von der Aussage ab, dass sich der Partner oder die Partnerin bei den Freundschaften einschränken sollte als die Wählerschaft der bürgerlichen Parteien.

Am meisten Zustimmung findet die Aussage, Partnerinnen und Partner sollten keine Freundschaft zum sie interessierenden Geschlecht führen, bei Personen, die die SVP wählen – 18 Prozent von ihnen sagen «trifft eher zu» oder «trifft stark zu».

Zufriedenheit mit Freundschaften steigt mit dem Einkommen

Die Mehrheit der Menschen in der Deutschschweiz ist sehr zufrieden mit ihren Freundschaften.

Wenn es um die Anzahl der Freundinnen und Freunde geht, sagen 56 Prozent der Befragten, dass sie damit sehr zufrieden sind. Etwa jede dritte Person ist eher zufrieden. Und etwa jede zehnte Person ist eher nicht zufrieden. Überhaupt nicht zufrieden damit, wie viele Freundschaften sie haben, sind nur zwei Prozent.

Je mehr Freundschaften eine Person hat, desto zufriedener ist sie mit der Anzahl ihrer Freundschaften. Bei jenen mit ein bis zwei engen Freundschaften ist nur jede dritte Person sehr zufrieden mit dieser Anzahl, bei jenen mit über zehn engen Freundschaften sind es 80 Prozent. Wer häufiger in Kontakt mit Freundinnen und Freunden ist, ist ebenfalls häufiger sehr zufrieden mit der Anzahl der Freundschaften.

Eine Rolle scheint dabei auch das Geld zu spielen: Je höher das Haushaltseinkommen, desto zufriedener sind die Leute mit der Anzahl ihrer Freundschaften.

Wenn es um die Qualität der Freundschaften geht, ist ebenfalls eine Mehrheit von 54 Prozent sehr zufrieden damit, während 37 Prozent eher zufrieden sind. 7 Prozent sind eher nicht zufrieden und lediglich ein Prozent ist überhaupt nicht zufrieden.

Dabei zeigt sich ein ähnliches Bild wie bei der Zufriedenheit mit der Anzahl der Freundschaften: Mit der Anzahl der Freundinnen und Freunde, mit der Häufigkeit des Kontakts und mit dem Haushaltseinkommen steigt die Zufriedenheit mit der Qualität der Freundschaften.

Was in Freundschaften fehlt

Dass sie ihre Freundinnen und Freunde zu selten sehen, ist der Hauptgrund, warum Menschen in der Deutschschweiz nicht sehr zufrieden sind mit der Qualität ihrer Freundschaften.

Das sagt jede zweite Person, die bei der Frage nach der Zufriedenheit mit der Qualität der Freundschaften nicht «sehr zufrieden» angegeben hat. Mehr als jede dritte Person gibt als Grund an, dass ihre Freundinnen und Freunde an anderen Orten leben. Jeweils ein Viertel wünscht sich mehr Freundschaften, befindet sich in einer unterschiedlichen Lebenssituation und verfolgt andere Ziele oder beklagt zu wenige gemeinsame Erlebnisse.

Junge, Hochausgebildete, Erwerbstätige und Menschen mit Kindern im Haushalt führen als Grund für die fehlende Zufriedenheit hauptsächlich an, dass sie ihre Freundinnen und Freunde zu wenig sehen.

Für Menschen ohne Freundschaften ist der Hauptgrund für die Unzufriedenheit der Wunsch nach mehr Freundschaften.

Frauen geben ausserdem häufiger als Männer an, dass ihre Zufriedenheit mit Freundschaften darunter leidet, dass sie an unterschiedlichen Orten leben.

Stellenwert von Freundschaften

Eine Mehrheit von 57 Prozent der Deutschschweizerinnen und Deutschschweizer findet Freundschaften ebenso wichtig wie Familie oder Partnerschaft.

Ein gutes Drittel räumt Freundinnen und Freunden eine untergeordnete Rolle neben Partnerschaft und Familie ein. Lediglich 6 sechs Prozent finden Freundschaft wichtiger als Familie und Partnerschaft.

Etwas anders sieht es bei Menschen aus, die allein leben und die alleinstehend sind: In diesen Gruppen sagen 13 und 14 Prozent der Menschen, dass sie Freundschaft höher gewichten als Partnerschaft und Familie.

Paare, die zusammenleben und Personen mit Kindern im Haushalt räumen Freundschaften häufiger einen geringeren Stellenwert ein als Alleinlebende und Singles. Zwar finden auch bei ihnen über 50 Prozent Freundschaft gleich wichtig wie Familie und Partnerschaft. Gut 40 Prozent sagen aber, dass ihnen Freundschaften weniger wichtig als ihre Paarbeziehung oder die Familie sind.

Je jünger, desto höher werden Freundschaften gewichtet. Sagen bei den 15- bis 34-Jährigen fast 70 Prozent, dass sie Freundschaft gleich wichtig wie Partnerschaft und Familie finden, ist es bei den über 55-Jährigen noch etwa jede zweite Person.

Wie wichtig Freundschaften eingeschätzt werden, ist auch eine politische Frage: Wählerinnen und Wähler linker Parteien geben seltener an, dass ihnen Partnerschaft und Familie wichtiger als Freundschaft sind als die Wählerschaft anderer Parteien.

So viele haben bereits eine Freundschaft beendet

Fast jede zweite Person in der Deutschschweiz hat bereits einmal eine Freundschaft aktiv beendet.

Bei einem Drittel der Befragten hat eine andere Person die Freundschaft beendet und jede fünfte Person gibt an, dass sie schon einmal einen einvernehmlichen Freundschaftsabbruch erlebt hat. 16 Prozent haben noch nie den Abbruch einer Freundschaft erlebt.

Frauen geben häufiger an, dass sie bereits einmal eine Freundschaft beendet haben als Männer. Gleichzeitig haben Frauen auch häufiger erlebt, dass ihnen die Freundschaft gekündigt wurde.

Methodik

Die Umfrage wurde in Zusammenarbeit mit DemoSCOPE vom 29. April bis 6. Mai 2026 in deutscher und französischer Sprache durchgeführt. Aufgrund der tiefen Beteiligung in der Romandie wurden die Teilnahmen aus der Westschweiz von der Datenanalyse ausgeschlossen. Nach erfolgter Datenbereinigung lagen 5'562 auswertbare Interviews vor. Diese wurden mittels Propensity-Score-Gewichtung an eine unverzerrte Grundgesamtheit angepasst, um dem Selbstselektionsbias entgegenzuwirken und aussagekräftigere Resultate zu erzielen. Zusätzlich wurde eine Gewichtung der Ergebnisse anhand der Wahlbeteiligung vom Oktober 2023 vorgenommen. Unter der Annahme einer Zufallsstichprobe beträgt der maximale Fehlerbereich für Prozentangaben +/- 1,3 Prozent. Die Umfrage wurde online auf watson.ch durchgeführt.

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