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Abstimmung in der Schweiz im September 2026: Alle News im Liveticker

Parlamentarierinnen und Parlamentarier der Eidgenoessischen Raete freuen sich ueber erste und klare Hochrechnungen, von links, SP Co-Praesident Nationalrat Cedric Wermuth, SP-AG, Staenderaetin Andrea  ...
Jubel beim Nein-Komitee der Neutralitätsinitiative.Bild: keystone
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Beide Initiativen abgelehnt ++ Das sagen die Bundesräte Cassis und Parmelin

Der dritte Abstimmungssonntag des Jahres läuft: Am Sonntag geben Schweizerinnen und Schweizer ihr Votum zur Neutralitäts- und zur Ernährungsinitiative ab. Doch auch in den Kantonen stehen spannende Abstimmungen an. Alle News dazu findest du hier im Liveticker.
27.09.2026, 14:0627.09.2026, 17:29
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17:28
Parmelin: «Diskussion über mehr Selbstversorgung nicht zu Ende»
Nach dem Nein zur Ernährungsinitiative ist für den Bundesrat die Diskussion über eine verstärkte einheimische Nahrungsmittelversorgung sowie nachhaltige Produktion nicht abgeschlossen. «Es muss sich etwas ändern», sagte Landwirtschaftsminister Guy Parmelin am Sonntag.

Der Bundesrat teile die Anliegen der Initiantinnen und Initianten weitgehend, sagte Bundespräsident Guy Parmelin in Bern vor den Medien. Die heute stark vom Ausland abhängige Schweiz müsse mehr Nahrungsmittel auf eigenem Boden produzieren und Wasser, Böden und Biodiversität besser schützen.

Das System Landwirtschaft müsse sich angesichts der künftigen Herausforderungen entwickeln, sagte Parmelin und verwies dabei auf die Agrarpolitik ab 2030, die zurzeit in der Vernehmlassung ist. Die Anliegen der Initiative, deren Vorgehensweise nicht mehrheitsfähig gewesen sei, würden dort aufgenommen.

Er wolle bei der Weiterentwicklung der Landwirtschaft pragmatisch vorgehen, aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse, im Dialog mit den Bäuerinnen und Bauern und mit einer Langzeit-Perspektive, versicherte Parmelin. Dabei wolle der Bundesrat nach ausgewogenen Lösungen suchen.

Gemeinsames Ziel aller sei, der Schweizer Bevölkerung eine sichere, nachhaltige und qualitativ hochwertige Ernährung zu garantieren. Die Schweizer Landwirtschaft solle solide Perspektiven für die kommenden Jahrzehnte erhalten. (sda)



17:04
Cassis: «Nein ist kein Votum gegen die Neutralität»
Laut Aussenminister Ignazio Cassis ist das deutliche Nein zur Neutralitätsinitiative kein Votum gegen die Neutralität. «Die Schweiz war gestern neutral, ist heute neutral und wird es auch in Zukunft bleiben.»

Die Stimmbevölkerung habe mit ihrem Entscheid Nein zu einem strengeren Rahmen für die Neutralität in der Verfassung gesagt, sagte Cassis am Sonntag in Bern vor den Medien. «Die heutige Praxis, die sich seit 180 Jahren bewährt hat, kann damit weitergeführt werden.»

Cassis gab zu bedenken, dass die Schweizer Neutralität nie starr gewesen sei. Sie sei immer den Bedürfnissen des Landes angepasst worden - in gewissen Zeiten sei sie restriktiver gewesen, in anderen offener. «Das Ziel ist immer das Gleiche: die Sicherheit und Unabhängigkeit der Schweiz zu wahren und zu verhindern, dass die Schweiz in einen Krieg hineingezogen wird.»

Die Anpassungsfähigkeit der Schweizer Neutralitätspolitik sei entscheidend, sagte Cassis. «Die Welt ist nicht vorhersehbar.» Jeder Krieg, jede Krise, jede Bedrohung sei anders. Es gelte stets, die verschiedenen Interessen gegeneinander abzuwägen. «Neutral zu sein bedeutet nicht, gleichgültig zu sein.» (sda)



16:45
Leicht überdurchschnittliche Beteiligung
Die Neutralitätsinitiative und die Ernährungsinitiative haben leicht überdurchschnittlich mobilisiert. 47 Prozent der Berechtigten gaben am Wochenende ihre Stimme zu den beiden Vorlagen ab.

Die Bereitschaft, an der Abstimmung teilzunehmen, war damit geringer als in der jüngsten Vergangenheit, wie Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) zu entnehmen ist.

Denn im vergangenen Juni hatten die eidgenössischen Vorlagen - die SVP-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» und höhere Hürden für den Zugang zum Zivildienst - überdurchschnittlich mobilisiert. Zwischen 58 und 59 Prozent der Berechtigten gaben am 14. Juni ihre Stimme ab.

Schon die vier eidgenössischen Abstimmungsvorlagen vom 8. März - darunter die SRG-Halbierungsinitiative und der Wechsel zur Individualbesteuerung - mobilisierten überdurchschnittlich. Zwischen 55 und 56 Prozent der Berechtigten gingen damals an die Urnen. (sda)
16:04
4. Hochrechnung ist da
Die Prozentzahl hat sich leicht verändert, am Ergebnis ändert es nichts: Die Neutralitätsinitiative wird mit 70 Prozent abgelehnt, die Ernährungsinitiative mit 72 Prozent. Die Stimmbeteiligung bleibt bei 47 Prozent.

15:40
Initiantin der Ernährungsinitiative zieht Bilanz
Franziska Herren, Initiantin der Ernährungsinitiative, bleibt trotz Nein positiv. Sie sagt: «Wir haben alles gegeben.»
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Das Tessin tickt (wieder einmal) anders
von PeterBlunschi
Die Neutralitätsinitiative ist selbst in den konservativen Kantonen der Zentral- und Ostschweiz mehr oder weniger klar durchgefallen. Nur in einem Kanton hätte es fast für ein Ja gereicht: Die Tessiner lehnten die Initiative nur mit 52 Prozent ab. Sie erhärten damit das Image eines Kantons, der in aussenpolitischen Fragen besonders isolationistisch tickt. Dabei hatte das Tessin erst vor drei Monaten die 10-Millionen-Initiative um ein Haar verworfen. Geht es um dringend benötigte Arbeitskräfte, sieht man es im Südkanton mit der Abschottung offenbar nicht so eng.
15:14
Dritte Hochrechnung ist da
Die Resultate bleiben wie gehabt. Auch bei der dritten GFS-Hochrechnung wird die Neutralitätsinitiative mit 71 Prozent abgelehnt, die Ernährungsinitiative mit 72 Prozent. Die Stimmbeteiligung liegt demnach bei rund 47 Prozent.

14:40
Schlussresultate aus weiteren Kantonen
Auch Jura, Basel-Landschaft, Waadt, Genf und Luzern sagen deutlich Nein zu beiden Vorlagen.
14:38
Bauernverband erfreut über Nein zur Ernährungsinitiative
Markus Ritter, Präsident des Schweizer Bauernverbands, sagt zur Kampagne des Bauernverbands gegen die Ernährungsinitiative: «Wir haben keine Angstmacherei betrieben.»
14:28
Schon die nächste Abstimmung im Visier
Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse richtet nach dem Nein zur Neutralitätsinitiative seinen Blick bereits auf den nächsten Abstimmungssonntag. Nun brauche es ein Ja zum Kriegsmaterialgesetz am 29. November.

Eine leistungsfähige Rüstungs- und Dual-Use-Güter-Industrie sei essentiell, um kritisches Know-how im Land zu erhalten und die Verteidigungsfähigkeit der Schweiz zu stärken, schrieb Economiesuisse am Sonntag in einem Communiqué.

Auch die FDP ruft bereits zu einem Ja für die nächste Abstimmung auf. Dass 70 Prozent der Schweizer Stimmbevölkerung die Neutralitätsinitiative ablehnten, zeugt der FDP zufolge von «Weitsicht».

Heute ist es verboten, Schweizer Kriegsmaterial in Länder zu exportieren, die in interne oder internationale Konflikte verwickelt sind. Seit Beginn des russischen Kriegs gegen die Ukraine ist die Schweizer Rüstungsindustrie wegen ihrer strengen Exportregeln unattraktiv und deswegen unter Druck.

Geht es nach den Befürwortenden der Gesetzesrevision, sollen künftig 25 westliche Länder auch beliefert werden können, wenn sie sich in einem bewaffneten Konflikt befinden. Auch bei der Wiederausfuhr von Waffen sollen mildere Regeln gelten. Im Grundsatz sollen alle Länder künftig in der Schweiz gekaufte Rüstungsgüter frei weitergeben können. Allerdings kann der Bundesrat eine Garantie verlangen, dass das Rüstungsmaterial im Käuferland bleibt - immer dann, wenn er Bedenken hat wegen der Neutralität oder den aussen- und sicherheitspolitischen Interessen der Schweiz.

Eine Allianz aus SP, Grünen, EVP und Nichtregierungsorganisationen hatte im April ein Referendum mit über 75'000 Unterschriften gegen die vom Parlament beschlossenen Lockerungen bei der Ausfuhr und Wiederausfuhr von Kriegsmaterial eingereicht. (sda)
14:28
FDP-Gössi erfreut über Nein zur Ernährungsinitiative
Petra Gössi, FDP-Ständerätin Kanton Schwyz, freut sich über das Nein zur Ernährungsinitiative: «Die Bevölkerung will selber entscheiden, was sie essen will.»
14:16
Grünen-Arslan zum Nein zur Ernährungsinitiative
Die Grünen haben Stimmfreigabe beschlossen. Die Basler Nationalrätin Sibel Arslan sagt dazu: «Im Kern sind die Anliegen richtig, die Umsetzung aber schwierig.»
14:05
Enttäuschter Präsident des Ja-Komitees der Neutralitätsinitiative
Walter Wobmann, Präsident des Ja-Komitees der Neutralitätsinitiative, hat mit einem solchen Ergebnis nicht gerechnet: «Das Resultat ist deutlicher als gedacht.» Seine Gefühlslage sei nicht gut. Der alt SVP-Nationalrat geht sogar noch weiter: «Das ist ein schwarzer Sonntag für unser Land.»
14:00
Erste Forderungen werden laut
Die Grünliberalen fordern nach dem Nein zur Neutralitätsinitiative einen weiteren Ausbau der internationalen Zusammenarbeit in der Sicherheitspolitik. In ihrer Stellungnahme vom Sonntag kündigte die GLP die Einreichung einer Interpellation an. Der Vorstoss verlange einen gezielten Ausbau der Schweizer Beteiligung an der Permanent Structured Cooperation (Pesco) der EU.

Der Bundesrat solle aufzeigen, in welchen weiteren Projekten sich die Schweiz neutralitätsverträglich engagieren könne. «Die Stimmberechtigten haben heute eine Neutralität bestätigt, die der Schweiz Handlungsspielraum gibt, statt sie zu isolieren. Diesen Spielraum gilt es nun zu nutzen», liess sich der Zürcher GLP-Nationalrat Patrick Hässig im Communiqué zitieren.

Die Operation Libero nutzte ihrerseits den Abstimmungssonntag für einen Appell zugunsten der neuen Verträge mit der EU. Das klare Nein zur Neutralitätsinitiative sei ein Ja zu einer Schweiz, die ihre Sicherheit und Freiheit gemeinsam mit Europa verteidige, schrieb die Organisation: «Wer laut ‹Kein Krieg› ruft und gleichzeitig das europäische Friedensprojekt torpediert, kann es mit dem Frieden nicht ernst meinen.» (sda)


13:59
GLP zufrieden über Resultat
Corina Gredig, Fraktionspräsidentin der GLP, zeigt sich erfreut über das Resultat und sagt zur Kampagne der SVP: «Die Schweizer Bevölkerung hat gemerkt, dass die Argumentation der SVP nicht aufgeht.»
13:37
Grosse Enttäuschung bei SVP-Rüegger
Die hohe Ablehnung der Neutralitätsinitiative kam für Monika Rüegger, SVP-Nationalrätin Kanton Obwalden, überraschend: «Ich bin sehr enttäuscht.»
13:33
Weitere Schlussresultate – Knappes Ergebnis im Tessin
Auch Freiburg, Neuenburg, Tessin, Obwalden und Solothurn haben ausgezählt. Alle sagen zu beiden Vorlagen Nein. Im Tessin scheint die Zustimmung für die Neutralitätsinitiative noch am grössten zu sein, dort stimmten lediglich 52 Prozent dagegen, 48 Prozent dafür.
13:15
Mitte erfreut über Nein zur Neutralitätsinitiative
Marianne Binder, Vizepräsidentin der Mitte, freut sich darüber, dass die Schweizer Bevölkerung keine Isolationspolitik möchte und sagt: «Christoph Blocher hat sich verschätzt.»
13:15
Beide Initiativen scheitern am Ständemehr
Die beiden nationalen Vorlagen gelten offiziell als abgelehnt: Sowohl die Neutralitäts- als auch die Ernährungsinitiative scheitern am Ständemehr.
13:14
Schlussresultat aus Uri, Wallis, Zug und St.Gallen
Weitere Kantone haben ausgezählt. Und keiner nimmt die Initiativen an.
13:08
Schlussresultat aus dem Kanton Appenzell Ausserrhoden
Auch im Kanton Appenzell Ausserrhoden sagt das Stimmvolk zu beiden Initiativen Nein. Mit 65 Prozent zur Neutralitätsinitiative und mit 74 Prozent zur Ernährungsinitiative. Die Stimmbeteiligung lag bei 53 Prozent.
13:06
Schlussresultat aus Schwyz
Auch Schwyz hat bereits ausgezählt. Demnach holte die Neutralitätsinitiative immerhin 42 Prozent Ja-Stimmen, 58 Prozent sagten Nein. Deutlicher ist es bei der Ernährungsinitiative: 81 Prozent sagen Nein. Die Stimmbeteiligung lag bei 52,6 Prozent.
13:03
Schlussresultat aus dem Kanton Appenzell Innerrhoden
Im Kanton Appenzell Innerrhoden sagen «nur» knapp 60 Prozent Nein zur Neutralitätsinitiative, dafür gut 80 Prozent Nein zur Ernährungsinitiative. Die Stimmbeteiligung lag bei 48 Prozent.
13:01
2. Hochrechnung ist da
Auch die 2. Hochrechnung ändert nichts am deutlichen Nein für beide Initiativen. Das Resultat liegt laut GFS Bern weiterhin bei 71 Prozent Nein zur Neutralitätsinitiative und 72 Prozent Nein zur Ernährungsinitiative.

12:54
Nicht überall heisst es: Nein!
In einigen Gemeinden erhält die Neutralitätsinitiative durchaus Zustimmung. Besonders beeindruckend scheint das vorläufige Resultat aus Zwischbergen VS erhält die Initiative ganze 92 Prozent Zustimmung.

12:48
Ja-Komitee zum Nein zur Neutralitätsinitiative
Stephan Rietiker, Präsident von Pro Schweiz, ist enttäuscht, sagt aber: «Als Demokrat muss ich das Ergebnis respektieren.»
12:47
Schlussresultat aus Nidwalden
Im Kanton Nidwalden lag die Stimmbeteiligung bei rund 52 Prozent. Und davon sagten 67 Prozent Nein zur Neutralitätsinitiative. Zur Ernährungsinitiative sagten knapp 80 Prozent Nein.
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Gute Idee, schlechte Ausführung
von PeterBlunschi
Die Ernährungsinitiative wird wie erwartet deutlich abgelehnt. Man kann das bedauern, denn die Idee war richtig: mehr Eigenproduktion, pflanzliche Nahrungsmittel statt Tierfutter auf Ackerböden. Der Text aber überzeugte nicht, weshalb Initiantin Franziska Herren versuchte, ihn unter anderem mit ihrer Abstimmungsbeschwerde abzuschwächen. Das gleiche Problem gab es bereits vor fünf Jahren bei ihrer Trinkwasserinitiative. Herrens Engagement ist beeindruckend, aber mit ihrer verbissenen Art und ihrem Einzelkämpfertum schadet sie sich selbst. Falls sie es wieder einmal versucht, sollte sie sich um Allianzen mit starken Gruppierungen bemühen.
Konsternierte Gesichter beim Ja-Komitee
Bedrücktes Flüstern im Casino Bern. Nur 29 Prozent sollen Ja sagen zur Neutralitätsinitiative, das zeigt die erste Hochrechnung. Damit zeichnet sich eine ziemliche Schlappe für die Befürworter ab. Mittlerweile ist auch SVP-Nationalrätin Monika Rüegger (links) eingetroffen.
12:34
Schlussresultat aus Glarus
Im Kanton Glarus sagen 7070 Menschen Nein zur Neutralitätsinitiative. Das sind 62,4 Prozent. Bei der Ernährungsinitiative ist das Resultat noch deutlicher: 8428 Stimmen oder 74,8 Prozent lehnten die Initiative ab. Die Stimmbeteiligung lag bei 42,45 Prozent.
12:32
SP-Wermuth erfreut über Nein-Trend zur Neutralitätsinitiative
Für den SP-Co-Präsidenten Cédric Wermuth ist klar: «Die Schweizer Bevölkerung will nicht auf der Seite des russischen Regimes stehen».
12:31
So unterschiedlich reagieren die Komitees auf die erste Hochrechnung
Des einen Freud ist des anderen Leid, das sind die Reaktionen der Komitees im Vergleich:
12:30
Die erste Hochrechnung ist da
Das Schweizer Stimmvolk hat deutlich gesprochen: Beide Initiativen werden deutlich abgelehnt. Die Neutralitätsinitiative mit 71 Prozent, die Ernährungsinitiative mit 72 Prozent.

12:21
Zwischenresultat aus Basel
In Basel-Stadt zeigt das erste Zwischenresultat ein deutliches Ergebnis: Knapp 80 Prozent sagen Nein zur Neutralitätsinitiative, die Ernährungsinitiative wird mit 63,5 Prozent abgelehnt. Das Schlussresultat folgt am Nachmittag.
12:17
Erstes Schlussresultat
Aus dem Kanton Aargau erreicht uns das erste Schlussresultat zur heutigen Abstimmung. Beide Initiativen werden deutlich bachab geschickt. Die Neutralitätsinitiative wird mit 70 Prozent und die Ernährungsinitiative gar mit 75 Prozent Nein abgelehnt.
12:16
«Wuchtiges» Nein erwartet
Laut Politologe Urs Bieri von Forschungsinstitut gfs.bern dürfte die Ablehnung zur Neutralitätsinitiative deutlich werden. «Das Nein fällt sichtbar wuchtig aus.» Der ablehnende Anteil dürfte rund siebzig Prozent betragen.

«Es wird heute nicht spannend, es gibt ein deutliches Nein», sagte Bieri am Sonntagmittag dem Schweizer Radio SRF. Die Initiative habe wenig Zustimmung über das rechtsbürgerliche Lager hinaus erhalten. Zudem sei «unklar, ob die Bevölkerung das Problem erkannt hat». (sda)

12:13
Auch Zürich mit deutlichem Nein
Die Zürcherinnen und Zürcher sagen Nein zur Neutralitätsinitiative: Gemäss Hochrechnung des Kantons vom Mittag legten 73,6 Prozent der Stimmberechtigten ein Nein in die Urne.

Keine Chance hat auch die Ernährungsinitiative, die in der Schweizer Landwirtschaft einen Selbstversorgungsgrad von mindestens 70 Prozent fordert. Sie wird voraussichtlich mit einem Nein-Anteil von 69,4 Prozent abgelehnt. (sda)
12:10
Graubünden nennt Resultate
Im Kanton Graubünden sagten 65 Prozent Nein zur Neutralitätsinitiative, knapp 76 Prozent lehnten die Ernährungsinitiative ab.

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12:10 Uhr: Befürworter in Stellung
von Yann Lengacher
Die Befürworter treffen sich im Casino Bern. Walter Wobmann ist da, der Präsident des Ja-Komitees und Stephan Rietiker, der Präsidemt von Pro Schweiz. Der grosse Abwesende ist SVP-Übervater Christoph Blocher. Er nimmt heute nur bei Teleblocher Stellung. Ansonsten ist der Saal relativ leer. Kein Wunder: Es ist mit einem Nein zu rechnen.
12:00
1. Trend: Beide Initiativen abgelehnt
Die erste Trendrechnung ist da: Beide nationalen Vorlagen werden demnach abgelehnt. Die Neutralitätsinitiative wird mit gut 69 Prozent abgelehnt, die Ernährungsinitiative mit knapp 73 Prozent, wie Tamedia berichtet.

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12:02 Uhr: Die Gegner sind bereit
von Kilian Marti
Das Nein-Komitee zur Neutralitätsinitiative macht sich in Bern bereit für die ersten Zahlen am Abstimmungssonntag.
11:44
Zermatt gibt Resultate bekannt
Die Walliser Gemeinde Zermatt hat ihre Resultate für die nationalen Vorlagen bekannt gegeben. Demnach stimmten 32,3 Prozent für die Neutralitätsinitiative und nur 15,9 Prozent für die Ernährungsinitiative, berichtet «20 Minuten».
11:33
Erste Resultate aus Aargauer Gemeinden
Zwei Aargauer Gemeinden haben schon vor 12 Uhr die Abstimmungsresultate veröffentlicht. Demnach erreichte die Neutralitätsinitiative in Strengelbach lediglich 26,8 Prozent Ja-Stimmen. Auch in Killwangen stimmten lediglich gut 27 Prozent für die Neutralitätsinitiative.

Die Ernährungsinitiative wird sogar noch deutlicher abgelehnt. Lediglich 23 Prozent stimmten in Strengelbach dafür. In Killwangen waren es sogar nur 22 Prozent, berichtet CH Media.
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Cassis-Mitarbeiter tippt auf 70 Prozent Nein
von PeterBlunschi
Die Aufmerksamkeit am heutigen Sonntag richtet sich in erster Linie auf die Neutralitätsinitiative. Echte Spannung aber kommt kaum auf, denn gemäss den Umfragen ist ein deutliches Scheitern programmiert. Selbst Christoph Blocher hat letzte Woche in der «Sonntagszeitung» faktisch seine Niederlage eingeräumt. Einer der engsten Mitarbeiter des zuständigen Aussenministers Ignazio Cassis prognostizierte im Gespräch einen Nein-Anteil von 70 Prozent. Das wäre eine massive Schlappe für die Initianten. Bald wissen wir mehr.
10:38
Warten auf die ersten Resultate
In Bern vertreiben sich Befürworter der Neutralitätsinitiative die Zeit bis zur Bekanntgabe der Resultate mit einem Gottesdienst im Fernsehen.

10:33
Willkommen zum Abstimmungssonntag!
Heute stimmt die Schweiz über zwei nationale Vorlagen ab: Die Neutralitäts- und die Ernährungsinitiative. Laut Umfragen dürften beide Vorlagen an der Urne scheitern. Kommt es trotzdem zu einer Überraschung? Erste Resultate werden gegen Mittag erwartet, eine erste Hochrechnung wird voraussichtlich 12.30 Uhr bekannt gegeben. Wir halten dich hier auf dem Laufenden.

Darum geht es am Sonntag

Die SVP kämpft ihrer Neutralitätsinitiative für die «immerwährende, bewaffnete» Neutralität der Schweiz. Von der anderen Seite des politischen Spektrums stammt die Ernährungsinitiative, die einen höheren Selbstversorgungsgrad fordert. Beide Initiativen dürften es laut Umfragen an der Urne schwer haben.

Auch auf kantonaler Ebene wird abgestimmt. In Zürich steht eine Abstimmung zur Duldung der Sterbehilfe in verschiedenen medizinischen Institutionen an. Der Kanton Graubünden befindet über das Stimmrechtsalter 16 und im Kanton Genf steht eine Abstimmung darüber an, ob der Kanton die Kosten für die Verhütung grundsätzlich übernehmen soll.

Alle News dazu, was sich am Sonntag zuträgt, findest du oben im Liveticker. (leo)

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Alle in der Schweiz angenommenen Initiativen
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Alle in der Schweiz angenommenen Initiativen
Volksinitiative «für ein Verbot des Schlachtens ohne vorherige Betäubung»Komitee: Kantonale Tierschutzvereine von Bern und Aargau sowie AntisemitenAbgestimmt am: 20.08.1893Inkrafttreten am: 22.12.1893
quelle: shutterstock
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Darum geht es bei der Neutralitätsinitiative
Video: watson
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Blocher hat der Schweiz ein Kuckucksei ins Nest gelegt
Eine Annahme der Neutralitätsinitiative wäre ein fatales Signal gewesen. Das Stimmvolk hat dies erkannt und sie wuchtig versenkt. Doch auch das Nein macht nicht nur glücklich.
Ein Mitarbeiter von Aussenminister Ignazio Cassis prophezeite schon vor zwei Wochen einen Nein-Anteil von 70 Prozent bei der Neutralitäts-Abstimmung. Er hatte gute Daten, einen guten Riecher oder beides. Die Volksinitiative, die eine «immerwährende und bewaffnete Neutralität» in der Verfassung wollte, scheiterte in diesem Ausmass.
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