Schweiz
Daten

Abstimmung am 27. September 2026: Alle Resultate live

Am 30. Juli 2026 veröffentlicht YouGov Schweiz erste Abstimmungsumfragen zur Abstimmung im September 2026.
Die Schweizer Stimmbevölkerung traf am Sonntag Entscheidungen an der Urne.Bild: keystone/watson

Die Schlussresultate sind da: So hat deine Gemeinde abgestimmt

Die Schweiz befand am Sonntag über zwei nationale Vorlagen: die Neutralitäts- und die Ernährungsinitiative. Beide wurden deutlich abgelehnt. Wie in deiner Gemeinde abgestimmt wurde, erfährst du hier.
27.09.2026, 16:1227.09.2026, 16:12

Kurz nach dem Mittag ist es bereits offiziell: Beide Initiativen scheitern am Ständemehr und gelten damit als abgelehnt. Etwas später zeigt sich, dass die Stimmbevölkerung beiden Vorlagen nur wenig abzugewinnen hatte. Sowohl die Neutralitäts- als auch die Ernährungsinitiative wurden mit 70 Prozent Nein-Stimmen deutlich abgeschmettert. Wie deine Gemeinde gestimmt hat, siehst du hier:

Übersicht

Die Schweiz stimmt ab

Live

Ausgezählt: 26/26 | Stand: 20:12 Uhr

Neutralitätsinitiative

Stand: Schlussresultat

29,8% Ja

70,2% Nein

0 Stände

23 Stände

Gemeinde

234/325

Ernährungsinitiative

Stand: Schlussresultat

27,5% Ja

72,5% Nein

0 Stände

23 Stände

Gemeinde

234/325

Zu den kantonalen Resultaten

Die Resultate aller kantonalen Vorlagen und Wahlen

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Neutralitätsinitiative

Ein Abstimmungsplakat vom Komitee "Wahrung der Schweizer Neutralitaet" mit dem Slogan "Kein Krieg. Ja zur Schweizer Neutralitaet" wirbt fuer ein Ja zur "Wahrung der schweizeri ...
Sie waren kaum zu übersehen: die Plakate der Initiantinnen und Initianten der Neutralitätsinitiative.Bild: keystone

Die Resultate

Neutralitätsinitiative

Ausgezählt: 26/26 | Stand: Schlussresultat

29,8% Ja

70,2% Nein

0 Stände

23 Stände

  • Kantone
  • Gemeinden

Darum ging es

Die Schweizer Neutralität ist bereits in der Verfassung verankert. Nun will diese Initiative der SVP diese ausbauen. Hinzugefügt werden soll, dass die Neutralität «immerwährend» und «bewaffnet» sei. Die Schweiz soll sich zudem verpflichten, keinem Militärbündnis beizutreten, solange sie nicht angegriffen wird. Weiter soll sich die Schweiz auch nicht an EU-Sanktionen gegen andere Staaten beteiligen. Wie das genau funktionieren soll, erfährst du im Video:

Video: watson/Yann Legacher, Michael Shepherd

Finanzierung im Abstimmungskampf

Die Befürworter der Neutralitätsinitiative haben mit etwa 3,84 Millionen Franken am meisten Geld in den Abstimmungskampf gesteckt. Die Gegner der Vorlage hingegen legten Finanzierungen über 1,67 Millionen Franken offen, wie Daten der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) zeigen.

Über zwei Millionen Franken der Pro-Kampagne stammen von Christoph Blocher und 1,3 Millionen Franken von Pro Schweiz. Die SVP hat 50'000 Franken zur Verfügung gestellt. Auf Seiten der Gegner steuert der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse mit 1,2 Millionen Franken am meisten Mittel bei. Dazu kommen Gelder von der SP (367'000 Franken) und der Operation Libero (100'000 Franken).

Das sagten die Umfragen

Die SVP-Initiative hatte bei allen Umfragen einen schweren Stand. Bei den Befragungen im August konnte die Initiative zwar in zwei Fällen die Mehrheit für sich beanspruchen, je näher der Abstimmungssonntag jedoch rückte, desto mehr legten die Gegnerinnen und Gegner zu. In der zweiten Welle aller drei Umfrageinstitute kommt das Nein-Lager auf deutlich über 60 Prozent.

Wie die Befragung von YouGov Schweiz vom 15. September zeigt, verfingen bei den Gegnerinnen und Gegnern der Initiative besonders die Argumente, dass die Initiative isolationistisch und unnötig sei. Die Befürworterinnen und Befürworter hingegen sehen eine Stärkung der Neutralität.

Ernährungsinitiative

Schweizer Masthuehner fuer die Optigal-Produktion der Migros in einem Mastbetrieb in Hoechstetten, am Donnerstag, 3. September 2026. Die Migros entwickelt ihre wichtigste und groesste Gefluegel-Eigenm ...
Die Ernährungsinitiative will die Schweizer Landwirtschaft stärker auf pflanzliche Nahrungsmittel ausrichten.Bild: keystone

Die Resultate

Ernährungsinitiative

Ausgezählt: 26/26 | Stand: Schlussresultat

27,5% Ja

72,5% Nein

0 Stände

23 Stände

  • Kantone
  • Gemeinden

Darum ging es

Diese Initiative fordert, dass die Schweiz mehr Lebensmittel für den eigenen Gebrauch im Inland produziert. So soll der eigene Konsum zu 70 Prozent über in der Schweiz hergestellte Nahrung gedeckt werden. Dafür soll die Schweizer Landwirtschaft stärker auf pflanzliche und weniger auf tierische Lebensmittel setzen. Mehr dazu erfährst du im Video:

Video: watson/Hanna Hubacher, Michael Shepherd

Finanzierung im Abstimmungskampf

Bei der Ernährungsinitiative hat das gegnerische Lager laut der EFK 1,63 Millionen Franken budgetiert. Unterstützt wird die Nein-Kampagne vor allem von Verbänden der Fleisch- und Milchindustrie sowie von Gallosuisse und dem Schweizer Bauernverband (SBV). Der Verein «Sauberes Wasser für alle», der hinter dem Volksbegehren steht, hat demgegenüber ein Budget von 720'000 Franken gemeldet.

Das sagten die Umfragen

Auch die Ernährungsinitiative hatte vor dem Abstimmungssonntag einen schweren Stand. Ähnlich wie die Neutralitätsinitiative erfährt sie bei allen drei Umfrageinstituten eine Ablehnung von deutlich über 60 Prozent. «Nach aktuellem Stand droht sowohl der Neutralitätsinitiative als auch der Ernährungsinitiative eine deutliche Ablehnung an der Urne», schreibt YouGov Schweiz Mitte September zu den Ergebnissen.

Bei der Befragung nach den Argumenten für eine Ablehnung der Initiative gab ein Grossteil der Befragten an, die Initiative sei zu extrem.

(mit Material der sda)

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Das waren die bisher knappsten Abstimmungen in der Schweiz
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Das waren die bisher knappsten Abstimmungen in der Schweiz

Bundesbeschluss über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR)
Abgestimmt am: 06.12.1992
Ergebnis: abgelehnt
Stimmenunterschied: 23'836

quelle: keystone
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Clash in der Abstimmungs-Arena:
Video: watson
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Spekulationen über einen möglichen Wechsel von SP-Bundesrat Beat Jans ins Wirtschaftsdepartement stossen laut der «NZZ am Sonntag» auch bei Gewerkschaftsvertretern auf Skepsis. Jans zeige für Wirtschaftsfragen «kein besonderes Feuer» und ihm und seinem Team fehle das «politische Geschick» für das Amt, heisse es aus Gewerkschaftskreisen. Auch Travail-Suisse-Präsident und ehemaliger SP-Nationalrat Adrian Wüthrich sehe mögliche Nachteile. «Ein SP-Wirtschaftsminister wäre für die Gewerkschaften nicht nur förderlich», sagte er zur Zeitung. Ein solcher stehe «permanent unter Verdacht», linke Wirtschaftspolitik zu betreiben. Kompromisse zwischen den Sozialpartnern könnten es dadurch im bürgerlich dominierten Bundesrat schwerer haben. Ob Jans tatsächlich einen Departementswechsel anstrebt, ist weiterhin offen. Laut der Zeitung hielten Beobachter aus dem Regierungsumfeld einen solchen Wechsel für wahrscheinlich. Die beiden FDP-Bundesräte Karin Keller-Sutter und Ignazio Cassis hätten ein Interesse daran, heisse es.
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