Nach einem friedlichen Nachmittag kam es am frühen Abend in Genf zu vereinzelten Sachbeschädigungen durch Demonstrierende. Schliesslich lieferten sich die Demonstrierenden Scharmützel mit der Polizei, welche Tränengas und Gummischrot einsestzte. (hde)
Vorbereitungen für Care-Streik 2027 laufen bereits
Du bist am Streik?
Genf: Streiktag an Anti-G7-Demo
Nach einem friedlichen Nachmittag kam es am frühen Abend in Genf zu vereinzelten Sachbeschädigungen durch Demonstrierende. Schliesslich lieferten sich die Demonstrierenden Scharmützel mit der Polizei, welche Tränengas und Gummischrot einsestzte. (hde)
Vorbereitungen für 2027 laufen
Pünktlich zum Streiktag riefen die Feministischen Kollektive denn auch offiziell zum anstehenden Care-Streik auf. In der ganzen Schweiz sollen Frauen einen Tag lang die bezahlte und unbezahlte Pflege-, Haus- und Sorgearbeit niederlegen - «um sichtbar zu machen, was das System als selbstverständlich ansieht», hiess es im Aufruf. (sda)
«Noch immer keine Lohngleichheit»
Zürcher Demonstrationszug am Paradeplatz
Mangel an Schutzplätzen in Luzern
Ihre Parteikollegin Anja Meier verwies auf den Mangel an Schutzplätzen für von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen. Welche Massnahmen erforderlich seien, sei längst bekannt, so die Kantonsrätin. Es fehle nicht an Wissen, sondern an Verantwortungsbewusstsein und politischem Willen. Für Frauenhäuser, Prävention und Gewaltschutz müsse selbst in der Schweiz als einem der reichsten Länder der Welt, um jeden Franken gerungen werden. Das habe gravierende Folgen. «Es kostet Menschenleben», so die Willisauerin.
Zwei weitere Rednerinnen setzten sich für selbstbestimmte Räume für Frauen, Lesben, intersexuelle, nonbinäre, trans und agender Personen (Flinta) sowie für queere Menschen ein.
Organisiert wurde die Demonstration unter dem Motto «Wer wegschaut, macht mit. Verantwortung tragen, jetzt!» vom Feministischen Streikkollektiv Luzern. Dieses versteht sich als loser Zusammenschluss von Personen, die sich im Kanton Luzern für feministische Anliegen engagieren. (sda)
«Erschöpfungsmoment» und Afterparty in Zürich
Die Afterparty findet in der Zentralwäscherei statt. Dort gibt es nach dem Ja zur Verlängerung der Zwischennutzung gleich doppelt Grund zum Feiern. (sda)
Zürcherinnen fordern Anerkennung der Care-Arbeit
Gerade an Sonntagen werde eine «unglaubliche Menge» an unbezahlter Care-Arbeit geleistet, so die Organisatorinnen. Darum setzen sie dieses Jahr den Fokus auf oft «unsichtbare, feminisierte, prekarisierte und doch systemrelevante Arbeit», wie sie in einer Medienmitteilung schrieben.
Das Feministische Streikkollektiv stellte drei Forderungen auf: kostenlose Gesundheitsversorgung für alle, Arbeitszeitverkürzung auf 25 Stunden pro Woche bei vollem Lohnausgleich und die «Vergesellschaftung des Wohnraums». (sda)
«Don't kill my Weib»
Demonstrantinnen versammeln sich am Ni-una-menos-Platz
Auch in Luzern setzt sich die Demo in Bewegung
Vor dem Start des Demonstrationszugs sprach Annika Burri vom Feministischen Streikkollektiv Luzern. Sie forderte mehr Mittel für den Gewaltschutz sowie mehr Gleichstellung und Teilhabe für Frauen, queere Menschen, Migrantinnen und Migranten sowie Menschen mit Behinderungen.
Nach 16 Uhr setzte sich die Kundgebung in Bewegung. Die Route führte vom Vögeligärtli zum Bundesplatz und die Seebrücke zum Pavillon am Seequai. (sda)
Tausende demonstrieren in Basel
Eines der zentralen Themen ist nach wie Gewalt gegen Frauen und genderqueere Menschen, wie Mediensprecherin Franziska Stier auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte.
Das Urteil zum Femizid in der Baselbieter Gemeinde Binningen vor wenigen Wochen habe die Bewegung sehr beschäftigt, auch mit Solidaritätskundgebungen. (sda)
Bei der Urteilsverkündung des Femizids in Binningen am 31. Mai fanden sich viele Unterstützerinnen ein.
Bernerinnen streiken auf dem Bundesplatz
«Immer no hässig!» stand auf einem grossen Transparent auf dem sich füllenden Bundesplatz. Ziel war es, ein Zeichen gegen geschlechtsspezifische Gewalt und für gleiche Rechte für alle zu setzen. Das Rahmenprogramm umfasste DJ-Sets und Reden.
Zuvor hatten sich die Streikenden auf mehr als 50 Aktionen verteilt. Zahlreiche Organisationen stellten etwa einen Brunch, eine Bastelaktion oder eine Yogastunde auf die Beine.
Eine Kundgebung durch die Innenstadt stand heuer aber nicht auf dem Programm. Das Berner Streikkollektiv begründete diese Demopause unter anderem mit den fehlenden Ressourcen. Diese würden bereits in die Vorbereitungen des schweizweiten Care-Streiks vom 14. Juni 2027 fliessen. (sda)
Haller-Denkmal im Care-Streik-Look
Darum dreht sich der Streik
Der feministische Streik findet in der Schweiz jeweils am 14. Juni statt. Weil dieser Tag in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt, stellen die Streikenden die unbezahlte Care-Arbeit in den Mittelpunkt. Unter Care-Arbeit fallen Tätigkeiten wie Kinderbetreuung, Pflege, Hausarbeit und emotionale Sorgearbeit. Diese wird häufig unbezahlt und überwiegend von Frauen geleistet – vieles davon fällt besonders an Sonntagen an.
Wo welche Events geplant sind, erfährst du hier:
Warum der 14. Juni? Der Tag bezieht sich auf den 14. Juni 1981. Seit diesem Tag gelten Frau und Mann in der Schweiz per Gesetz als gleichberechtigt. Zehn Jahre nach der Volksabstimmung fand am 14. Juni 1991 der erste grosse Frauenstreik statt. Unter dem Motto «Wenn Frau will, steht alles still» strömten 100'000 Frauen auf die Strasse, um gegen die zögerliche Umsetzung des Verfassungsartikels und anhaltende Ungleichheiten zu demonstrieren. (leo/cst)
