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Eric Gujer tritt 2027 als NZZ-Chefredaktor ab

Eric Gujer tritt 2027 als NZZ-Chefredaktor ab

Eric Gujer tritt am 1. Februar 2027 als Chefredaktor der NZZ ab. Er wird aber als Herausgeber Deutschland bei der Zürcher Mediengruppe bleiben. Seine Nachfolge soll bis Ende Jahr geklärt werden.
13.08.2026, 10:2913.08.2026, 11:43

Die NZZ habe den Anspruch, die Stelle intern zu besetzen, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag hiess. Neben «ausgezeichneten Kandidatinnen und Kandidaten» aus dem eigenen Haus würden aber auch externe Kandidaturen geprüft. Der Entscheid soll im vierten Quartal 2026 fallen.

Eric Gujer, chief editor of the Neue Zuercher Zeitung (NZZ), in the committee room at the Falkenstrasse in Zurich, Switzerland, on May 22, 2015. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Eric Gujer, Chefredaktor  ...
Eric Gujer übernahm 2015 den Job als Chefredaktor bei der NZZ.Bild: KEYSTONE

Gujer ist seit 2015 Chefredaktor der NZZ. Zuvor war der 64-Jährige Auslandschef. Insgesamt ist er seit 40 Jahren für die NZZ tätig. Unter Gujers Führung ist die NZZ in Deutschland stark gewachsen.

In seiner neuen Funktion soll er sich mit den grossen Linien der deutschen und internationalen Politik befassen und die publizistische Präsenz der NZZ in Deutschland weiter stärken, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Darüber hinaus werde Gujer die Leitung der Veranstaltungsreihe «NZZ Podium» übernehmen und weiterhin die Gesprächssendung «NZZ Standpunkte» verantworten, die auf SRF zu sehen ist.

Gleichzeitig gab die NZZ die Halbjahreszahlen bekannt. Der Betriebsertrag lag dabei 7 Prozent tiefer als Im Vorjahr, bei 109 Millionen Franken. Der Rückgang sei unter anderem auf den Verkauf des Zurich Film Festivals zurückzuführen, heisst es in der Mitteilung. Auch der anhaltende strukturelle Rückgang im Printgeschäft habe dazu beigetragen.

Das bereinigte Konzernergebnis fällt deutlich negativ aus mit einem Minus von 1,2 Millionen Franken. Das liege daran, dass die beim Verkauf der restlichen Beteiligung an CH Media anfallende Goodwill-Rückführung den erzielten Buchgewinn überstieg. Dieser rein buchhalterische Effekt sei einmalig und nicht liquiditätswirksam, hält die NZZ fest.

Auf dem Lesermarkt stieg der Ertrag hingegen um fast 7 Prozent auf 49,7 Millionen Franken, «dank des Premium-Angebots NZZ Pro und des Wachstums in Deutschland». Auch das bereinigte operative Ergebnis war besser als im Vorjahr, mit 5,1 Millionen lag es um 2,6 Prozent höher als 2025. (dab/sda)

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