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Peter Spuhler kauft Land für neuen Stadler-Standort in Österreich

Peter Spuhler spricht an einem Medienanlass in der Swiss Life Arena am Sonntag, 2. Oktober 2022 in Zuerich. (KEYSTONE/Michael Buholzer)
Für Peter Spuhler ist Österreich ein «wichtiger Markt».Bild: keystone

Zugbauer Peter Spuhler kauft Land für neuen Stadler-Standort in Österreich

26.06.2026, 14:4926.06.2026, 14:49

Stadler-Grossaktionär Peter Spuhler treibt den Ausbau des Zugherstellers in Österreich voran. Die PCS Holding, die Beteiligungsgesellschaft Spuhlers, übernimmt von Agrana ein rund 50 Hektaren grosses Industrieareal in Leopoldsdorf im Marchfeld nahe der Hauptstadt Wien.

Auf einem Teil des Geländes betreibt Stadler bereits seit März 2026 eine neue Werkhalle für die Inbetriebsetzung, Zulassung und den Service von Schienenfahrzeugen, wie die österreichische Holdinggesellschaft am Freitag mitteilte. Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht.

Spuhler bezeichnete Österreich in dem Communiqué als «wichtigen Markt» für Stadler. Mit einer neuen Werkhalle habe das Unternehmen bereits Kapazitäten für moderne Schienenfahrzeuge geschaffen. Die zentrale Lage im Herzen Europas, die gute Infrastruktur sowie die Grösse und wirtschaftliche Bedeutung des Standorts böten gute Voraussetzungen für nachhaltige Investitionen.

Konkrete Angaben zur weiteren Entwicklung des Standorts macht Stadler Rail derzeit aber nicht. «Zu möglichen weiteren Entwicklungen, Investitionen oder einer zukünftigen Nutzung können wir derzeit keine Auskunft geben», sagte eine Sprecherin auf Anfrage von AWP. Die nächsten Schritte und Entwicklungsmöglichkeiten würden nun evaluiert. Über konkrete Entscheidungen werde Stadler zu gegebener Zeit informieren.

Stadler Rail hatte bereits im April 2025 eine Absichtserklärung für den Standort unterzeichnet. Damals war zunächst die Verlagerung des Typentestzentrums aus Zwentendorf vorgesehen. In einer weiteren Phase sollte ein Instandhaltungsstützpunkt für österreichische Kunden entstehen. Auch der Aufbau eines Test- und Entwicklungszentrums für Schienenfahrzeuge wurde damals geprüft.

Heute werden in Leopoldsdorf unter anderem Hochgeschwindigkeitszüge der Westbahn gewartet sowie Doppelstockzüge für die ÖBB auf Typentests vorbereitet. Spuhler sieht laut Mitteilung in dem Grundstück weiteres Potenzial für eine «zukunftsorientierte Nutzung». (sda/awp)

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