Sechs St.Galler erhalten Anzeige wegen Verstössen gegen das Feuerverbot
Die Stadtpolizei St. Gallen hat am vergangenen Wochenende sechs Personen wegen Verstössen gegen das Feuerverbot bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Die Kantonspolizei stellte seit Mitte Juli 40 Verstösse fest.
Es sei aufgrund der Missachtung des Feuerverbots zu mehreren Flur- oder Mottbränden gekommen, schrieb die Kantonspolizei St. Gallen am Montag in einer Mitteilung. Diese seien jedoch glimpflich ausgegangen.
Ermahnt oder zur Anzeige gebracht wurden laut Mitteilung mehrere Personen, die Feuer im Freien oder im Wald entfachten sowie Holzkohlegrills oder Feuerschalen benutzten.
In Niederwil musste die Feuerwehr alarmiert werden, weil ein Feuer im Wald ausser Kontrolle geraten war. Die 47-jährige Verursacherin wurde angezeigt.
In Schmerikon kam es aufgrund eines nicht vollständig gelöschten Feuers zu einem Flurbrand. In Uznach geriet ein Baumstrunk aus noch unbekannten Gründen in Brand. Ein Mann wurde in Kirchberg wegen des Entzündens von geschnittenem Gras angezeigt.
Absolutes Feuerverbot gilt für das ganze Kantonsgebiet
Durch die Stadtpolizei St. Gallen seien zwei Personen im Wald beziehungsweise am Waldrand bei einem Feuer angetroffen worden, erklärte eine Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Bei vier weiteren Fällen seien Feuer auf Privatgrundstücken entfacht worden. Dabei sei etwa Grüngut oder Holz in einer Feuerschale verbrannt worden.
Die Polizei sei einerseits aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung und andererseits bei Patrouillen auf die Feuer aufmerksam geworden.
Aufgrund der anhaltenden Trockenheit gilt im Kanton St. Gallen seit Mitte Juli ein absolutes Feuer- und Feuerwerksverbot. Die Behörden schätzen die Gefahr von Flur- und Waldbränden im gesamten Kantonsgebiet als sehr hoch ein. (dab/sda)
