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Reisen

Camping in Europa: Reiseverhalten ändert sich wegen Hitze

Camper reisen wegen Hitze lieber in den Norden

30.06.2026, 10:57

Der Klimawandel hat das Reiseverhalten von Campern in Europa verändert: Statt in den Süden fahren immer mehr Reisende in den Norden oder in die Berge. Ausserdem wurden vermehrt Buchungen in der Nebensaison registriert.

Die Buchungen für Nordeuropa im Juli und August 2026 nahmen gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent zu, wie die aktuelle Saisonanalyse des Campingportals Pincamp vom Dienstag zeigt.

Auf dem Campingplatz Aaregg am Brienzersee herrscht waehrend den Sommerferien Hochbetrieb und ist Ausgebucht, am Mittwoch, 22. Juli 2020 in Brienz. (KEYSTONE/Urs Flueeler).
Campen an kühleren Orten wird zunehmend beliebter.Bild: KEYSTONE

Im Hochsommer blieb Südeuropa mit 67 Prozent des Buchungsvolumens zwar die beliebteste Region – laut Oliver Grützner, CEO von TCS Camping, verlagert sich die Nachfrage aber zunehmend in die Nebensaison. Ausserdem blieben die Leute vermehrt im eigenen Land, liess er in einer Mitteilung verlauten.

In der Analyse wird der Trend zur «Coolcation», dem Ausweichen in kühlere Ferienregionen, beschrieben. Davon kann auch die Schweiz profitieren: «Viele Gäste suchen bei den hohen Temperaturen im Unterland die Kühle der Berge. Dies schlägt sich bei uns sofort auf die Nachfrage nieder», bestätigte Grützner.

Schweiz gehört zu den teuren «Coolcation»-Destinationen

Doch auch die Preise beeinflussen die Reiseplanung: Mit durchschnittlich 55 Franken pro Nacht für eine Familie in der Hochsaison zählt die Schweiz zu den teureren Campingdestinationen Europas. Die höchsten Preise verzeichneten Kroatien mit 67 Franken und Italien mit 57 Franken.

In der Analyse lagen die teuersten Destinationen mehrheitlich in Südeuropa. Günstiger seien Norwegen mit 34 Franken und Schweden mit 37 Franken. Nordeuropa konnte gegenüber dem Vorjahr ein Buchungsplus von 15 Prozent verzeichnen. Mitteleuropa legte um sechs Prozent zu, während Südeuropa ein Minus von zwei Prozent auswies, bilanzierte das Campingportal.

In die Auswertung sind die Buchungsdaten aus Ländern in Nord-, Mittel- und Südeuropa eingeflossen. Die Ergebnisse daraus können als Plattformtrend verstanden werden und liessen sich nicht unmittelbar auf den europäischen Campingmarkt übertragen, so Pincamp. (sda)

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