FCZ-Fans legen Züge lahm und nehmen auf dem Weg nach Sion den Bahnhof Bern ein
Die Alarme wurden auf der Strecke zwischen Zürich und Bern sowie in einem weiteren Zug am Bahnhof Bern ausgelöst, wie die SBB am Samstag mitteilten. Demnach konnten die beiden Züge aufgrund dieser sicherheitsrelevanten Vorfälle nicht weiterfahren.
Die SBB verurteilten dieses Verhalten «aufs Schärfste», machten sie in der Mitteilung weiter geltend. Die Ereignisse würden in den nächsten Tagen gemeinsam mit der Polizei und den Bewilligungsbehörden aufgearbeitet.
Für die Rückreise der Fussballfans werde man «das Sicherheitsdispositiv der Situation anpassen», sagte ein SBB-Sprecher zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Angaben zu allfälligen Sachbeschädigungen am Bahnhof Bern konnte er auf Anfrage noch nicht machen. Ein Video des Onlinemediums «Blick» zeigte Fans, die am Treffpunkt des Bahnhofs Rauchpetarden zündeten.
Hintergrund dieser Ereignisse ist, dass für die Zürcher Anhänger kein Sonderzug verkehrte. Seit der laufenden Saison bieten die SBB generell keine Fan-Extrazüge mehr zu Zeiten ausserhalb des Regelfahrplans an. Das Bahnunternehmen begründete diesen Entscheid unter anderem mit knappen Ressourcen, Baustellen und hohen Kosten.
Das heutige, ursprünglich für 20.30 Uhr angesetzte Spiel im Stade de Tourbillon wurde aus diesem Grund kurzfristig auf 18 Uhr vorgezogen. Die Walliser Behörden wollten damit sicherstellen, dass die FCZ-Fans noch am gleichen Tag mit dem öffentlichen Verkehr heimreisen können.
Es ist nicht das erste Mal dieses Jahr, dass Fussballfans den Bahnverkehr stören. Ende Juli hatten die SBB Strafanzeige erstattet, nachdem Fans der Grasshoppers Zürich einen Regelzug blockiert hatten. Sie hatten mindestens 15 Mal die Notbremse betätigt und den Feueralarm ausgelöst. (abu/sda)
