Schweiz
SVP

SVP nominiert 26-Jährigen als Ständeratskandidaten

Mike Egger soll auf Karin Keller-Sutter folgen. 
Mike Egger soll auf Karin Keller-Sutter folgen. Bild: screenshot twitter/CH_Wochenende

St. Galler SVP nominiert 26-jährigen Metzger als Ständeratskandidaten

10.01.2019, 04:0610.01.2019, 04:06

Die St. Galler SVP hat am Mittwochabend in Sevelen den Kantonsrat Mike Egger als Ständeratskandidat nominiert. Der 26-jährige Kantonsrat und Fleischfachmann aus Berneck soll in der Ersatzwahl vom 10. März den Sitz von Karin Keller-Sutter (FDP) erobern.

ARCHIV - ZUR VERABSCHIEDUNG VON SVP-NATIONALRAT TONI BRUNNER STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Toni Brunner, Parteipraesident SVP, posiert am Dienstag, 18. August 2015 in Bern. ...
Toni BrunnerBild: KEYSTONE

Die SVP-Delegierten nominierten Egger in Sevelen laut einer Medieninformation von der Nacht auf Donnerstag mit 133 Stimmen bei einer Enthaltung. Der Kantonsrat, der für den zurückgetretenen Toni Brunner in den Nationalrat nachrücken wird, soll für die St. Galler SVP erstmals einen Ständeratssitz erobern.

In der Kampfwahl tritt Egger am 10. März gegen starke Konkurrenz an: Die CVP schickt Regierungsrat Benedikt Würth (50) ins Rennen, welcher derzeit auch die Konferenz der Kantonsregierungen präsidiert. Die FDP will den Sitz mit der 51-jährigen Anwältin und Kantonsrätin Susanne Vincenz-Stauffacher verteidigen.

Für die Grünen kandidiert der Uni-Professor Patrick Ziltener (51). Ausserdem tritt die parteilose St. Gallerin Sarah Bösch (36) an, die 2015 für kurze Zeit für die SVP im Wiler Stadtparlament politisierte. Ein allfälliger zweiter Wahlgang findet am 19. Mai statt.

Stimmbotschaften der Partei

An der SVP-Delegiertenversammlung des Kantons St. Gallen wurden ebenfalls die Parolen für die Volksabstimmungen vom 10. Februar gefasst. Laut Communiqué lehnten die Delegierten die Zersiedlungsinitiative mit 129 zu 5 Stimmen ab. Es gab drei Enthaltungen. Den Kredit von 75 Millionen Franken für die IT-Bildungsoffensive, über welche im Kanton St. Gallen abgestimmt wird, unterstützten 124 Delegierte. Es gab diesbezüglich 11 Nein-Stimmen sowie zwei Enthaltungen.

Am Ende der Delegiertenversammlung dankten die Delegierten mit grossem Applaus sowie stehenden Ovationen dem zurückgetretenen Brunner für sein Engagement. (sda)

Wieder ab ins Heu! Die besten Bilder aus dem Leben Toni Brunners

1 / 17
Wieder ab ins Heu! Die besten Bilder aus dem Leben Toni Brunners
Am 9. Januar 2016 gab Toni Brunner seinen Rücktritt als Parteipräsident der SVP bekannt. Nach eigenen Angaben wolle er sich wieder vermehrt auf die politische Arbeit als Nationalrat und auf seinen eigenen Landwirtschaftsbetrieb konzentrieren. Also wieder ab ins Heu!
quelle: keystone / gaetan bally
Auf Facebook teilenAuf X teilen

Christoph Blochers Frust:

Video: watson/teleblocher
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die Schweiz wollte den Hagel wegschiessen – und griff zu sowjetischen Raketen
Für die Landwirtschaft ist Hagel eine existentielle Bedrohung. Jahrzehntelang versuchten Schweizer Bäuerinnen und Bauern, mit Silberjodidraketen Unheil von ihrer Ernte fernzuhalten. 1986 liess ein Bericht der ETH Zürich die kühnen Hagelabwehrträume platzen.
Es war schwülheiss an diesem 6. August 1978. Um 18 Uhr stiegen über dem zwischen Bern und Luzern gelegenen Napfgebiet schwere Gewitterwolken in den Himmel. Lange hatten sich die Forscher auf diesen Augenblick vorbereitet: Auf einer Fläche von 1290 Quadratkilometern, fast der Grösse des Kantons Aargau, hatten sie in einem genau festgelegten Raster sogenannte «Hailpads» verteilt, auf dem Boden ausgelegte, mit Aluminiumfolie beschichtete Kunststoffplatten, auf denen aufschlagende Hagelkörner kleinere oder grössere Krater hinterlassen würden.
Zur Story