Schweiz
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Die Sehnsucht nach einem neuen «Polteri»: Was heisst die Glarner-Wahl für die SVP Schweiz?

Die SVP Aargau hat mit Andreas Glarner einen Hardliner an die Spitze gewählt. Kann seine Wahl als erster Gradmesser dafür gelten, welchen Ton die Partei national einschlagen wird?

Anna Miller / ch media



Albert Rösti, bald Geschichte an der Spitze der SVP Schweiz, sei «en gmögige Cheib» gewesen, er hat die Parteilinie immer stramm vertreten, nett im Ton, aber so richtig kantig dann eben doch nicht. Vor allem in den Augen derjenigen, die nun einen Schuldigen für die Wahlschlappe der Partei im Oktober suchen müssen. Ein «Polteri» war er nicht, und das soll sich nun ändern.

So zumindest könnte eine von mehreren Parteistrategien aussehen, wenn man sich in Bundesbern umhört. Neben denen, die glauben, die SVP müsse mit der Zeit gehen und harmonischer auftreten, Allianzen schmieden und den Alleingang stoppen, um wieder Wählerinnen und Wähler zu gewinnen, glauben andere: Der sogenannte Kuschelkurs hat die Partei erst recht Richtung Abgrund getrieben.

Nationalrat Andreas Glarner, SVP-AG, spricht waehrend einem Point de Presse der SVP ueber den UNO-Migrationspakt, am Donnerstag, 13. September 2018, in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Neuer Präsident der SVP Aargau: Nationalrat Andreas Glarner. Bild: KEYSTONE

Hardliner Glarner als nationales Zeichen

Kann die Wahl des neuen Aargauer Kantonalpräsidenten nun als erster Gradmesser dafür gelten, welchen Ton die Partei national einschlagen wird? Die Wahl von Andreas Glarner zumindest könnte für den Hardliner-Kurs sprechen. Glarner ging als deutlicher Sieger aus einem Rennen gegen den als gemässigt geltenden Gegner Rolf Jäggi hervor.

Glarners politische Bekanntheit liegt auch an den Schlagzeilen, die er regelmässig produziert: So zum Beispiel 2015, als er, als Gemeindeammann von Oberwil-Lieli im Kanton Aargau, lieber 290000 Franken zahlen wollte, als zehn Flüchtlinge aufzunehmen.

Für Franz Grüter, Luzerner SVP-Nationalrat, ist die Wahl im Aargau ein nationales Zeichen. Die Partei brauche nun jemanden an der Spitze, der «sich unbeirrt und vorbehaltlos hinter die Partei stellt, auch wenn es mal ungemütlich wird». Man wolle klar zurück zur «Ur-DNA der Partei».

Er spüre, dass der Wind in Bundesbern klar in diese Richtung drehe, man sehne sich nach einer Leitfigur als Parteipräsidenten der SVP Schweiz, der «das Gedankengut der SVP konsequent vertritt». Im schlimmsten Fall an der Grenze zum Ungehörigen. Andere Kollegen aber wünschen sich für die Spitze der SVP Schweiz keinen «Polteri» à la Glarner.

Man dürfe seinen Sieg nun nicht national als Zeichen betrachten – eher komme Glarner als nationale Figur der Sektion Aargau gelegen, sagt der Schaffhauser SVP-Ständerat Hannes Germann. «Mit Glarner kann der Kanton seine Visibilität steigern.» Glarner, so attestieren ihm Parteikollegen, ist kein Mitläufer. Das mag gut für die Partei sein, weil er jenseits von Interessenbindungen seine Meinung frei äussert und kaum Interessenbindungen hat.

Doch genau so sagen Kritiker, seien Mitläufer dem innersten Parteizirkel um Christoph Blocher lieber – besser steuerbar. Glarner auf jeden Fall setzt sich mit Herzblut für die Partei ein und hat mit dem Präsidium einen Knochenjob übernommen.

Es wird sich zeigen, wie er innerhalb seiner neuen Rolle politisiert. Der Erfolg werde darüber entscheiden, ob er recht behalte, sagt die Luzerner SVP-Nationalrätin Yvette Estermann, sie warnt aber: «Kommen wir parteipolitisch nicht zur Einsicht, dass wir mehr Konsens brauchen, werden wir weiter verlieren.»

In der Partei sehnten sich noch viele nach den alten «Polteris», doch die Bevölkerung wolle einen anderen Stil. Derweil machte die «Weltwoche» publik, dass die SVP-Kollegen sogar über eine Kandidatur von Bundesrat Ueli Maurer nachdenken. Rechtlich möglich wäre es, unwahrscheinlich aber trotzdem. (aargauerzeitung.ch)

«Eine WG, die es so wohl noch nie gegeben hat.»

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98Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Michael85 17.01.2020 14:39
    Highlight Highlight Es wundert nicht, dass sich die SVP nach einem neuen Schreihals an der Spitze sehnt. Die eher seltener gewordenen Tiraden des Christoph Blocher zeugen mittlerweile von eienr geistigen Verwirrtheit, welche derer seines Bruders zu besten Zeiten nicht mehr allzu viel hinterher hinkt.

    Fakt ist, dass die SVP offenbar die letzten 4 Jahre nichts geliefert hat, was 29.4% Wert wäre - somit wurde sie zurückgestutzt. Wir brauchen eine SVP. So lange sie ins Tagesgeschäft integriert ist, fassen keine noch brauneren Fuss. Aber 15-20% würde ausreichen...
  • Pascolo 17.01.2020 13:40
    Highlight Highlight Sie zerstörten sich selber, am Schluss bleiben nur noch die absoluten Fanatiker übrig, jeder halbwegs vernünftige Mensch merkt doch das Sie nichts aber auch garnichts zu bieten haben ausser Chaos und grosser Sprüche!
    • 044 508 39 39 het sie gseit 17.01.2020 14:26
      Highlight Highlight iss ein Snickers..
  • 044 508 39 39 het sie gseit 17.01.2020 13:38
    Highlight Highlight Gratulier der SVP zu dieser umsichtigen Wahl. Man hat es mit dem Netten versucht, die Linken waren nicht zufrieden. Nun versucht man es halt mit dem weniger Netten.
    Was soll man sonnst?

    Glarner ist ein top Mann und vermutlich genau was es nun braucht.
    Das sich die linken und "netten" so ergelstern und vor Aufregung noch schäumen, zeigt ja nur, das es der richtige Entscheid ist.
    • Reinrassiger Mischling SG 85 17.01.2020 14:12
      Highlight Highlight Ein Hardliner ist jetzt das richtige Rezept!👍...lasst es Blitze regnen, ihr Warmduscher und Gretajünger...ich liebe die aufgeladene Stimmung bei Gewittern...😏☇☈⛈
    • Diese Nüsse 17.01.2020 14:14
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte bleibe beim Thema und beachte die Kommentarregeln.
    • SörgeliVomChristophNörgeli 17.01.2020 14:35
      Highlight Highlight @ "Glarner ist ein top Mann"
      Kannst du diese Behauptung auch begründen? Glarner ist doch ein peinlicher, kindischer Hetzer. Seine jüngste "Nummer" war die Denunziation der Zürcher Lehrerin, welche die Gesetze korrekt angewandt hatte. So ein Typ geht gar nicht. Sage ich als jemand, der meistens rechts wählt und stimmt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • insert_brain_here 17.01.2020 13:15
    Highlight Highlight Wenn sie zurück zu ihrer Ur-DNA wollen, heisst das die Volksinitiative zur Abschaffung des Frauenwahlrechts kommt bald?
  • Walter Sahli 17.01.2020 11:33
    Highlight Highlight Glarner ist kein Polteri, sondern ein Hetzer, der keine Hemmungen hat, mit unbedarften Äusserungen anderen Leuten zu schaden.
    Ich persönlich halte ihn für dumm und unreflektiert - er weiss vermutlich nicht, was er tut und was er bewirkt und er will es wohl auch gar nicht wissen. Es spricht mMn nicht für die Stimmbevölkerung, dass so einer in den Nationalrat gewählt wurde.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 17.01.2020 14:37
      Highlight Highlight Er will hauptsächlich drei Dinge:
      Macht, Aufmerksamkeit und Geld.
      Der Typ ist nicht mehr als der typische Mobber, der von einigen wenigen bewundert wird.
    • TWilli 17.01.2020 14:41
      Highlight Highlight Glarner weiss genau was er tut. Er probierts mal und denkt sicher nicht zu weit in die Zukunft. Aber schaden tuts ihm nicht und anderen umso mehr. Man denke an die Lehrerin. Man muss solche populistischen Aktionen weiterhin verurteilen, sonst wird es plötzlich als normal angesehen und Zustämde wie in den USA wären gar nicht mehr weit
  • Magos 17.01.2020 10:29
    Highlight Highlight "Polteris" wie Glarner funktionieren, weil jeder einzelne Furz von Leuten wie ihm sofort auf Social Media breitgetreten wird, mehr noch von seinen Gegnern als von seinen Fans. Wer solche Politiker loswerden will muss aufhören ihren Schmarrn zu verbreiten, auch wenn das meistens nicht leicht ist. Er sagt das was er sagt ja mit dem Ziel, zu provozieren.
  • FrancoL 17.01.2020 10:21
    Highlight Highlight Wer das Polternde in der SVP sucht, der hat auch unter Rösti SVP gewählt, er hatte ja keine Alternative.

    Die Moderaten Kräfte, die sich wohl etwas von der SVP abgewandt haben mit einem Poltert zurück holen, scheint mir nicht der richtige Ansatz.

    Ein Polteri à la Glarner der verfestigt den Kern der Partei, dies wird aber kaum zu Stimmenzuwachs führen.

    • swisskiss 17.01.2020 11:05
      Highlight Highlight FrancoL: Politiker sind wie Putzmittel. Bei Problemen, greift man zum richtigen Mittel. Bei gröberen Problemen, greift man zu schärferen Mitteln...
      Die Asylanten-, Flüchtlings- Ausländerproblematik wird nicht mehr als akut betrachtet in der Bevölkerung und dahe greift man zu anderen Mitteln, die das Klimaproblem bekämpfen.

      Es ist ein Trugschluss, (seit Trump wunderbar bestätigt) das Modalität, Wortwahl oder Lautstärke, moderate Wähler beeindruckt, solange diese glauben, das genau dieser Politiker, Partei, das richtige Mittel sind.
    • Daniel Caduff 17.01.2020 13:21
      Highlight Highlight Es ist das Modell Trump: Es geht nur noch um die Mobilisierung der eh schon fanatischen Anhänger. Denen soll eine möglichst Laute Show geboten werden, um sie bei Laune zu halten.

      Ein Vorgeschmack darauf bot der Ständeratswahlkampf von Köppel, wo er sich schambefreit bei den übelsten rechten Verschwörungstheorien anbiederte (Klimawandel gibt es nicht, Migrationspakt ist Bevölkerungsaustausch, etc.)

      Das Resultat ist bekannt. Insofern: Go for it, SVP 👍😆
    • FrancoL 17.01.2020 15:04
      Highlight Highlight @Swisskiss; Ich kann Deinen Rückschluss nicht nachvollziehen.

      Die SVP hat Wähler verloren und versucht nun die eh schon fanatischen Anhänger noch mehr zu binden, das bringt nichts und der Vergleich zu den USA ist da deplatziert, denn die SVP hat keine Mehrheit, also entfällt der Gehorsam um die Mehrheit zu behalten.
  • Varanasi 17.01.2020 09:19
    Highlight Highlight Ob das nicht ein Trugschluss ist, dass man so Wähler gewinnt?
    Die die eine Rhetorik alla Glarner gut finden, haben wohl sowieso SVP gewählt.
    Gemässigte Wähler wird das nun eher abschrecken ihr Kreuz nochmal bei der SVP zu machen.
  • Stefan Morgenthaler-Müller 17.01.2020 09:01
    Highlight Highlight Die Wähler der SVP sind gegenüber dem Durchschnitt aller Wähler stärker bei den älteren Leuten und bei denen mit schlechteren Bildungsabschlüssen zu finden. Alte Leute sterben, das ist nunmal eine biologische Tatsache. Und die Bildungsoffensive führt dazu, dass immer mehr Leute mit höherer Bildung in Berührung kommen.

    Vielleicht sind diese beiden Gründe mitentscheidend gewesen, dass die SVP Wähler verloren hat.

    Wen möchte man mit einer "Polteristrategie" denn überhaupt ansprechen? Leute, die Eric Weber gewählt haben? Incels? Anhänger von Verschwörungstheorien?
    • Gonzolino_2017 17.01.2020 09:33
      Highlight Highlight Zwischen Wähler verlieren und Wähler nicht mobilisieren können, liegt dann schon noch ein Unterschied! Die SVP Wähler als alt, zurückgeblieben und fast dumm abzustempeln, zeigt das Bildungsniveau ihres Kommentars und es ist ja nicht so, dass die gegenüberliegende Pol-Partei nicht verloren hat - sie hatte das schlechteste Ergebnis seit bestehen! Und wenn man die Auftritte von Levrat ansieht, gehört er genauso zu den Polteris! Es ist normal, dass Persönlichkeiten gehen und es Zeit braucht, neue aufzubauen! Die SVP is übrigens nach wie vor seit Jahren Wählerstärkste Partei - weil alles falsch ist
    • Dr. Unwichtig 17.01.2020 09:55
      Highlight Highlight Gonzo: Tja, da kannst du dich auf den Kopf stellen - es ist nun mal so, dass rechtspopulistische Parteien wie die SVP überwiegend von älteren Personen und/oder Menschen mit einem relativ tiefen Bildungsniveau gewählt werden. Wähleranalysen aus ganz Westeuropa bestätigen dies. Die SVP mag die wählerstärkste Partei sein - durch ihr kindisches Verhalten ist sie aber gleichzeitig diejenige, mit am wenigsten Einfluss. Das gilt sowohl für ihre Exponenten, wie auch für ihre Wähler, wie die Abstimmungen zur DSI, No-Billag usw. aufgezeigt haben.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 17.01.2020 10:08
      Highlight Highlight @Gonzolino. Warum stigmatisieren Sie sich selber? Verstehe ich nicht. Alter und schlechtere Bildungsabschlüsse als der Durchschnitt aller Wähler sind zwei Fakten über SVP Wähler, die Sie ohne grösseren Aufwand auch selber recherchieren können.

      Sie Gonzolino deuten diese Tatsachen um und unterstellen "Die SVP Wähler als alt, zurückgeblieben und fast dumm abzustempeln, zeigt das Bildungsniveau ihres Kommentars , [...]"

      Ein Kommentar ist also Träger von Bildungsniveaus? Interessant. Besuchen Kommentare Schulen, absolvieren Prüfungen, erhalten Diplome? Schreibt ein Kommentar sich selbst? ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • AfterEightUmViertelVorAchtEsser_________________ 17.01.2020 08:52
    Highlight Highlight Der Rüeblitrump wird diese Partei erst recht in den Abgrund führen.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 17.01.2020 10:28
      Highlight Highlight Eigentlich müsste man mal einen Watson-Wörterbuch machen und all die grandiosen Wortkreationen aus den Kommentaren sammeln. 😂 Rüeblitrump. Grandios. 😂😂
    • Waldorf 17.01.2020 12:05
      Highlight Highlight Somit hat er meine Stimme!!! Ah, wart...
    • AfterEightUmViertelVorAchtEsser_________________ 17.01.2020 14:47
      Highlight Highlight Den Ausdruck "Rüeblitrump" habe ich auch aus den Watsonkommentaren geklaut. 😉
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 17.01.2020 08:45
    Highlight Highlight Glarner ist der Wegbereiter für den "Hardliner-Polteri" der Zukunft:
    Giezendanner Junior, aus der Atom-Macht Aargau!
  • Astrogator 17.01.2020 08:30
    Highlight Highlight Die Partei entwickelte sich über die Jahre unter Blocher von einer bürgerlichen Partei zu einer primitiven rechtsaussen Populistenpartei mit Nähe zu Rechtsextremisten und Verschwörungstheoretikern.

    Da ist Glarner die einzig logische und richtige Wahl.
    Eine integre und glaubwürdige Persönlichkeit stellt sich in der Partei schon gar nicht für so ein Amt zur Verfügung, wie auch, gibt es gar nicht in der Partei.

    Stattdessen hat man Typen wie Glarner oder Matter der gerade mal wieder versucht lustig zu sein indem er über Politiker anderer Parteien herzieht.
    • MarGo 17.01.2020 09:17
      Highlight Highlight sehr gutes Statement...
      würde ich unterzeichnen :)
    • Lowend 17.01.2020 13:20
      Highlight Highlight Ich unterstütze Ihre Beschreibung auch zu 100% und füge nur an dass ich es sehr bedenklich finde, dass eine derart offen rechtspopulistische Partei immer noch von jedem vierten Schweizer gewählt wird.
  • JaAber 17.01.2020 08:23
    Highlight Highlight Poltern nützt (zum Glück) nichts, wenn sich das Partei-Gedankengut nicht an die geänderten Realitäten und den gesellschaftlichen Wandel anpasst. Ein gewisser Bevölkerungssockel lässt sich damit zwar halten, neue Sympathisanten jedoch nicht gewinnen.
    • wasps 17.01.2020 08:36
      Highlight Highlight Das kann sich schnell ändern. Die nächste Flüchtlingswelle und die Demagogen haben wieder Aufwind.
    • Bruuslii 17.01.2020 09:35
      Highlight Highlight und woher kommt die flüchtlingswelle? wohl mit zu einem grossen teil der welt, wo die idole der svp ihr unwesen treiben (indem sie dort durch militärische fehlgriffe die lage destabilisieren) und von wo die svp am liebsten waffen liefern und (weiterhin) unfairen handel treiben möchte 🤷🏻‍♂️
      die svp weiss schon, wie sie gekonnt ihre lieblingsprobleme am leben erhält, anstatt diese zu lösen.
  • Waldorf 17.01.2020 08:20
    Highlight Highlight Finde ich gut, auch wenn ich seine Äusserungen meist schwer erträglich finde. Je mehr diese Partei ihre wahre Fratze zeigt, desto besser. Ich wünsch allen Aargauer Menschen viel Kraft!
  • David Rüegg 17.01.2020 07:55
    Highlight Highlight Auch die SVP kann es nicht jedem recht machen und hat wahrscheinlich (zum Glück) einfach den Zenit überschritten. Es gibt sicher eine solide Anzahl Wähler die mit dem aggressiven Stil sehr glücklich sind. Dieser Stil (Stillosigkeit) verhindert aber nachhaltige Resultate, Resultate welche die Gemässigten sehen wollen. So oder so läuft die SVP Gefahr Wähler zu verlieren... Die Frage bleibt nur welche Sparte finanzkräftiger ist... Ich würde mal behaupten, die populistische Schiene läuft so lange Blochers die Partei finanzieren.
  • Kari Baldi 17.01.2020 07:50
    Highlight Highlight Für mich war in der Sache Albert Rösti ein Hardliner. Andreas Glarner ist ein Hassliner. Er werde es den Linken zeigen, schrieb jemand auf Facebook. Was bitte, will er uns denn zeigen, was wir nicht schon längst von ihm kennen? Seine Wahl durch die Aargauer SVP-Delegierten war eine Verzweiflungstat. Bei Angst vor dem drohenden Untergang(!) klammert man sich halt an jeden... Strohhalm....
    • rodolofo 17.01.2020 09:10
      Highlight Highlight Im Aargau werden die noch lange nicht untergehen, das kann ich Dir aus eigener Anschauung versichern!
      Der ländliche Aargau ist landschaftlich wunderschön!
      Aber wenn Du hinter die Geranien-Kulissen und braven Vorhänge der dauerbefehdeten Dörfler schaust, dann sträuben sich bei Dir die Nackenhaare!
      Da siehst Du dann, dass evangelikale Evolutions-Leugner reformierte Kirchgemeinden kapern und mit ihren Bibelgruppen einen Spitzel- und Gesinnungsterror etablieren, der wie ein feines Spinnennetz mit süsslich-klebrigen Fäden überall durch gezogen wird und das jedes Zappeln sofort registriert...
    • Neah 17.01.2020 11:33
      Highlight Highlight Aarburg??
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 17.01.2020 11:57
      Highlight Highlight @Rodolofo
      Ich hoffe ich laufe in meiner Wohngegend mal an solche herauf.😇
      Bin ja ein Anhänger des Schamanismus und anerkenne die Evolutionstheorie.
      Könnte aus dem Grund lustig werden, da ich im Dorf einen ziemlich guten Ruf genieße, wegen meiner vergangenen Tätigkeit bei der Feuerwehr, Bekanntschaft mit dem Gemeinderat und weil ich, sobald ich wieder fit bin, zurück zur Feuerwehr möchte.
      Da könnten sich sich solche Spinner gehörig die Finger verbrennen. 😂😂😂
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kunibert der fiese 17.01.2020 07:41
    Highlight Highlight Die wahlschlappe an rösti fest zu machen, greift zu kurz. Im "klima jahr" 2019 hat die svp sich zu zögerlich, bzw gar nicht um diese belange gekümmert. Zumal auch viele junge wähler*innen mobilisiert wurden. Und die werden sicher nicht svp wählen, nur weil sich der ton, nicht der inhalt verändert hat.
    • Kyle C. 17.01.2020 08:45
      Highlight Highlight Stimmt nicht ganz. Die SVP hat sich nicht nicht darum gekümmert, sondern regelrecht auf der Klimabewegung rumgetrampelt. Von zögerlich kann da keine Rede sein. Aber du hast natürlich Recht mit deinem Fazit.
    • rodolofo 17.01.2020 09:01
      Highlight Highlight Darum ist ja auch der Ex-Parteipräsident der Zürcher Kantonalpartei und Bio-Bauer aus der SVP ausgetreten!
      - Als Bauer erlebt er hautnah und existenziell mit, wie rasant der Klimawandel stattfindet.
      - Als SVP-Mitglied befand er sich in einer Sekten-artigen Parallelgesellschaft, in der es den Klimawandel nicht gibt und wo die fossilen Energien bis in aller Ewigkeit angebetet (und verkauft!) werden sollen.
      Am Ende entschied er sich für "das Herz" und für die Realität.
      Bravo!
      Solche SVP'ler würde es brauchen!
      Aber wie schon Eveline Widmer-Schlumpf werden sie erbarmungslos "ausgejätet"...
    • Pascolo 17.01.2020 13:48
      Highlight Highlight Widmer Schlumpf ist das beste was die SVP je hervorgebracht hat!
  • Asmodeus 17.01.2020 07:37
    Highlight Highlight Das Rösti hier noch als gemässigt beschrieben wird schüttelt mich.
  • Linus Luchs 17.01.2020 07:35
    Highlight Highlight Man wolle klar zurück zur "Ur-DNA der Partei", sagt Franz Grüter. Das ist Geschichtsklitterung. Die "Ur-DNA" der SVP ist die Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei (BGB), die 1971 mit der Demokratischen Partei (DP) fusionierte, die ebenfalls die Bauern, Gewerbetreibenden und Freiberufler vertrat. In dieser "Ur-DNA" wären keine Millionäre und Milliardäre vorgesehen, die mit menschenverachtenden Kampagnen die "Büezer" dazu verführen, SVP zu wählen, damit dann in Bundesbern Steuererleichterungen für Reiche und Superreiche erwirkt werden.
    • Baba 17.01.2020 08:10
      Highlight Highlight Auf den Punkt gebracht, danke! Aber Geschichtsschreibung ist nicht die Stärke der heutigen SVP.
    • BoomBap 17.01.2020 08:26
      Highlight Highlight Er meinte die Ur-Blocher-DNA.
    • koks 17.01.2020 08:29
      Highlight Highlight @linus, die frage die niemand stellt, ist ja, weshalb die büezer begonnen haben, sich von den linken parteien abzuwenden und zur svp gelaufen sind. 'verführung' der svp scheint mir da ein bisschen zu eindimensionsal.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MarGo 17.01.2020 07:31
    Highlight Highlight ou jo, en Polteri isch jo genau das, was es i dä Politik brucht...


    Es besteht ein riesiger Wald zwischen der SVP und der Schweiz... ;)
  • Stefan Morgenthaler-Müller 17.01.2020 07:25
    Highlight Highlight Die SVP glaubt tatsächlich, dass sie nur bei den Wählern ankommt, wenn sie auf alle anderen, sie nicht zu ihrer Wählergruppe gehören und insbesondere auf die, welche keine politischen Rechte haben, herumtrampelt.

    Ausgrenzung, Abwertung, Diskriminierung wird von der SVP als eine "Meinung" präsentiert. Man darf sich also wieder darauf einstellen, dass Leute, die sich einbürgern lassen wollen mit Bin Laden verglichen, Linke mit Ungeziefer gleich gesetzt werden, schwarze Schafe nicht dazugehören, etc. Neues Feindbild sind die, die etwas gegen die Klimakatastrophe unternehmen.
    • MacB 17.01.2020 09:05
      Highlight Highlight Bis jetzt die beste Zusammenfassung, danke! :)
    • Goldjunge Krater 17.01.2020 09:42
      Highlight Highlight „Die SVP glaubt tatsächlich, dass sie nur bei den Wählern ankommt, wenn sie auf alle anderen, sie nicht zu ihrer Wählergruppe gehören und insbesondere auf die, welche keine politischen Rechte haben, herumtrampelt.„

      Ein bisschen wie die SP also?
    • sealeane 17.01.2020 10:35
      Highlight Highlight @krater Textverständnis scheint mir nicht so ihre Stärke zu sein. Oder wo haben sie schon "Linke oder SP" (nicht komunisten/links radikalen!) gesehen auf denen rum zu trampeln die am wenigsten rechte haben? Oder sonst irgend einer gruppe?..
    Weitere Antworten anzeigen
  • saukaibli 17.01.2020 07:24
    Highlight Highlight Ich glaube die eher schlechten Wahlergebnisse der SVP in letzter Zeit haben nicht mit dem Stil der Partei zu tun, der ist immer noch eklig genug. Aber wenn man nur ein einziges Thema hat und dieses momentan nicht sehr aktuell ist, dann verliert man halt Wähler. Vielleicht hätte die Volks-Partei in den letzten Jahren etwas fürs Volk machen sollen anstatt nur für Konzerne und Millionäre, dann wäre sie evtl. erfolgreicher geblieben. So kann die SVP nur hoffen, dass durch Klimawandel und Waffenexporte wieder mehr Flüchtlinge zu uns kommen, dann wäre ihr einziges Thema wieder aktuell.
  • Etniesoph 17.01.2020 07:21
    Highlight Highlight Die UR-DNA? Also hauptsächlich alle niedermachen ausser seinesgleichen auf dem Kontostand und jammern und heulen, wenn einer Paroli bietet!
    Liebe Watson'er, wie wär's, wenn ihr uns NochGernleser nicht mit täglicher SVP Berichterstattung erfreuen würdet? Das wäre schön!
  • Bert der Geologe 17.01.2020 06:58
    Highlight Highlight Die Ur-DNA der SVP war es, die Interessen der Bauern, des Gewerbes und der Bürger generell wahrzunehmen. Nichts mit Blocherhöseler, nichts mit Hochfinanz, nichts mit andere sind schuld an Allem-DNA.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 17.01.2020 14:56
      Highlight Highlight @ Bert der Geologe. Ja, wie war das bei der Abstimmung über das Frauenstimmrecht?
  • grosnaldo 17.01.2020 06:57
    Highlight Highlight "Hardliner" = "ich bin nicht kompromissfähig", und dann weinen "die bösen andern hören nicht auf mich" 🤣
    • Na_Ja 17.01.2020 10:51
      Highlight Highlight oder anzeigen...
  • Dan Rifter 17.01.2020 06:43
    Highlight Highlight - Mehr Hetze (auch gegen Einzelpersonen)
    - Mehr unverhohlenen Rassismus
    - Mehr Polarisierung
    - Mehr Propaganda im Stil der 30er

    - Weniger Anstand
    - Weniger Respekt
    - Weniger Niveau generell

    Ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
  • Nickname "Nickname" 17.01.2020 06:33
    Highlight Highlight Ich als Aargauer hoffe mit dieser Wahl auf den Anfang des Niedergangs.
  • Denverclan 17.01.2020 06:29
    Highlight Highlight Die SVP braucht Glarners um sich vom Rest der Politlandschaft abzuheben. Der Wutbürger ist nicht an langweiligen, zielorientierten Diskussionen interessiert! Marktschreier sind einfach zu verstehen und schreien aus des Wutbürgers Herzen. Für die Marktschreier ist es eben genau sehr wichtig, beim Volk einen Keil in die Herzen zu schlagen. Dieses „Spiel“ hat schon immer funktioniert! Verlieren wird immer des Marktschreiers Klientel. Nur wird das genüsslich dem „Gegner“ untergejubelt. Ein fieses Spiel, jedoch die Schuld trägt der Beschissene! Darum ist es wichtig, dass es einen Gegenpol gibt.
    • Wetterleuchten 17.01.2020 10:59
      Highlight Highlight Was Sie beschreiben, ist genau das, was das Fussvolk, also die schliesslich Beschissenen, nicht merken (können), weil Glaube eben selig macht. Einige merken es vielleicht, wenn sie alt sind oder mit ü-50 entlassen werden und beim Sozialamt enden. Aber da ihnen der gute Vater in Herrliberg immer wieder verspricht, wie sehr im das "Volch" und die "liebä Fraue und Mannä" am Herzen liegen, so glauben sie es halt, so wie die US_Evangelikaner an Trump glauben. Während die Haudegen das Empörungssüppchen für das Volk am Kochen halten, kümmern sie sich im Hintergrund um die Bereicherung Ihrer Klientel.
  • Clife 17.01.2020 06:00
    Highlight Highlight Ich wünsche mir einen kompromissbereiten Menschen mit gesundem Menschenverstand an der Spitze jeder schweizerischen Partei. Wenn selbst Österreich kompromissbereiter ist als die Schweiz, müssen unsere Schweizer Politiker definitiv etwas falsch gemacht haben.
    Wenn ihr aber wollt, dass die SVP völlig den Bach runtergeht, dann wählt ruhig den Glarner an die Spitze.

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