Neue Umfrage: So viel verlieren Neutralitäts- und Ernährungsinitiative
Das zeigt das dritte und finale Stimmungsbarometer von YouGov Schweiz. Für die neuste Erhebung wurden zwischen dem 31. August und dem 14. September 2989 Personen befragt.
Bereits die beiden vorherigen Umfragen hatten auf eine Ablehnung der Neutralitätsinitiative hingedeutet. Ende Juli lag der Ja-Anteil noch bei 40 Prozent. In der zweiten Erhebung von Mitte August stieg er zwar leicht auf 41 Prozent, gleichzeitig legte das Nein-Lager jedoch deutlich auf 50 Prozent zu. Neun Prozent waren damals noch unentschlossen.
Nun hat sich die Stimmung nochmals deutlich gegen die Initiative verschoben: Nur noch 30 Prozent würden der Neutralitätsinitiative zustimmen. 63 Prozent wollen sie ablehnen, sieben Prozent sind unentschlossen. Gegenüber der August-Umfrage verliert das Ja-Lager damit elf Prozentpunkte, während das Nein-Lager 13 Punkte zulegt.
Auch auf kantonaler Ebene hat sich die Ablehnung verstärkt. In sämtlichen Kantonen hat das Nein-Lager seit August zugelegt. Das Tessin bleibt der Kanton mit der höchsten Zustimmung. Ob die Neutralitätsinitiative dort eine Mehrheit erreichen würde, lässt sich laut YouGov derzeit allerdings nicht eindeutig sagen.
Ernährungsinitiative fällt unter 30 Prozent
In der neusten Befragung fällt der Ja-Anteil nun auf 29 Prozent. Gleichzeitig steigt der Nein-Anteil um 13 Prozentpunkte auf 65 Prozent. Nur noch sechs Prozent haben sich nicht entschieden.
In der neusten Befragung fällt der Ja-Anteil nun auf 29 Prozent. Gleichzeitig steigt der Nein-Anteil um 13 Prozentpunkte auf 65 Prozent. Nur noch sechs Prozent haben sich nicht entschieden.
Auch hier zeigt sich die Entwicklung in der ganzen Schweiz: In sämtlichen Kantonen ist die Ablehnung seit August gestiegen. Selbst im Tessin, wo die Vorlage zuvor vergleichsweise hohe Zustimmungswerte erreichte, zeichnet sich keine Mehrheit mehr ab.
Die Meinungsbildung scheint damit weitgehend abgeschlossen. Bei beiden Vorlagen ist der Anteil der Unentschlossenen weiter gesunken. Grössere Verschiebungen seien zwar bis zum Abstimmungssonntag weiterhin möglich, würden angesichts der aktuellen Zahlen aber zunehmend unwahrscheinlich, schreibt YouGov.
Am 27. September entscheidet die Schweizer Stimmbevölkerung über beide Initiativen. (mke)
- Wie Franziska Herren die Ernährungsinitiative kleinredet
- Mehr Schweiz heisst weniger Fleisch: Was wir heute essen – und was sich ändern soll
- Die Ernährungsinitiative erklärt in 80 Sekunden
- Katholische Kirche wendet sich gegen Neutralitätsinitiative – nun protestieren Gläubige
- Die Neutralitätsinitiative erklärt in 75 Sekunden
- «Irreführung»: SVP-Frauenkomitee wirbt mit aufpoliertem Initiativtext für Neutralität
