Letzte Umfrage: Zwei Drittel lehnen Neutralitätsinitiative ab
Neutralitätsinitiative
Darum geht es
Die Schweizer Neutralität ist bereits in der Verfassung verankert. Nun will diese Initiative der SVP diese ausbauen. Hinzugefügt werden soll, dass die Neutralität «immerwährend» und «bewaffnet» sei. Die Schweiz soll sich zudem verpflichten, keinem Militärbündnis beizutreten, solange sie nicht angegriffen wird. Weiter soll sich die Schweiz auch nicht an EU-Sanktionen gegen andere Staaten beteiligen.
Das sagen die Umfragen
Die Initiative «Wahrung der schweizerischen Neutralität» (Neutralitätsinitiative) wird von 68 Prozent der Befragten abgelehnt, während 31 Prozent dafür sind, wie 20 Minuten/Tamedia am Mittwoch zur 2. Umfragewelle mitteilten. Die Zustimmung sank im Vergleich zur ersten Umfragewelle vor rund einem Monat um fünf Prozentpunkte. Bei der Neutralitätsinitiative finde sich nur bei den SVP-Wählenden eine Mehrheit.
Das Forschungsinstitut gfs.bern, das die zweite Trendumfrage für die SRG durchgeführt hat, kommt bei der Neutralitätsinitiative auf einen Nein-Anteil von 63 Prozent und einen Ja-Anteil von 34 Prozent. Die Meinungen seien bereits stark gefestigt, da 83 Prozent der Teilnahmewilligen eine feste Stimmabsicht geäussert hätten. Die Ablehnung sei damit breit abgestützt.
Ernährungsinitiative
Darum geht es
Diese Initiative fordert, dass die Schweiz mehr Lebensmittel für den eigenen Gebrauch im Inland produziert. So soll der eigene Konsum zu 70 Prozent über in der Schweiz hergestellte Nahrung gedeckt werden. Dafür soll die Schweizer Landwirtschaft stärker auf pflanzliche und weniger auf tierische Lebensmittel setzen.
Das sagen die Umfragen
Gemäss der zweiten «20 Minuten»/Tamedia-Umfrage sank auch die Unterstützung für die Initiative «Für eine sichere Ernährung - durch Stärkung einer nachhaltigen inländischen Produktion, mehr pflanzliche Lebensmittel und sauberes Trinkwasser». Dieser Vorlage hätten demnach nur 29 Prozent zugestimmt.
Zum selben Schluss kommt auch die SRG-Umfrage: Bei einer Abstimmung Anfang September wäre die Ernährungsinitiative gescheitert. Ein Drittel der teilnahmewilligen Stimmberechtigten würde bestimmt oder eher für die Vorlage stimmen, während 64 Prozent bestimmt oder eher dagegen wären. Gegenüber der anfänglichen Pattsituation in der ersten Umfragewelle habe sich damit ein deutlicher Nein-Trend herausgebildet. (sda)
