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Fairness-Initiative: Wir erklären dir im Video, worum es geht

Video: watson/Aylin Erol, Michael Shepherd

Nach diesem Video weisst du, warum wir schon wieder über die Heiratsstrafe abstimmen

Am 29. November stimmt die Schweiz über die Fairness-Initiative der Mitte-Partei ab. Diese will die Diskriminierung von Ehepaaren bei der Besteuerung aufheben. Wie das Steuersystem funktionieren würde, erfährst du im Video.
02.11.2026, 19:4402.11.2026, 19:44

Eigentlich hat die Schweizer Stimmbevölkerung schon Ja gesagt zur Abschaffung der Heiratsstrafe, also der höheren Besteuerung von Paaren aufgrund ihres Zivilstandes. Und zwar am 7. März dieses Jahres mit der Annahme der Individualbesteuerung. Doch nun stimmt die Schweiz erneut darüber ab.

Das hat einen einfachen Grund: Die Politik hat schon seit vielen Jahren versucht, die Heiratsstrafe abzuschaffen. Konkrete Lösungen sind aber bisher immer entweder im Parlament oder aber an der Urne gescheitert. Die Mitte-Partei hat darum schon vor der Abstimmung zur Individualbesteuerung eine eigene Lösung ausgearbeitet: die Volksinitiative «Ja zu fairen Bundessteuern auch für Ehepaare – Diskriminierung endlich abschaffen».

Was die Initiative konkret fordert, erklären wir dir im Video:

Video: watson/Aylin Erol, Michael Shepherd

Der Bund schätzt, dass Ehepaare mit der Initiative zwischen 680 Millionen und 3 Milliarden Franken jährlich einsparen würden. Die finanziellen Auswirkungen der Initiative hängen davon ab, wie das Parlament sie umsetzen würde.

Bei einer Annahme hätte das Parlament drei Jahre Zeit, um ein entsprechendes Gesetz umzusetzen. Verpasst es diese Frist, muss der Bund die alternative Steuerberechnung mit den drei Berechnungen pro Ehepaar einführen, welche im Video erklärt wird. Damit würde das neue Abstimmungsresultat jenes im März übersteuern: Auf Bundesebene dürfte die Individualbesteuerung nicht mehr so umgesetzt werden können, wie ursprünglich vorgesehen. Auf Kantons- und Gemeindeebene würde die Individualbesteuerung hingegen umgesetzt.

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