«Ein Tropfen auf den heissen Stein»: Die Woche wird gewittrig, die Trockenheit bleibt
Nach den hochsommerlich warmen bis teils heissen Tagen der vergangenen Woche kündigt sich für diese Woche eine verbreitete Abkühlung an. Vielerorts sinken die Temperaturen in der zweiten Wochenhälfte deutlich unter die 30-Grad-Grenze, dazu kommt es in der gesamten Schweiz zu Schauern und Gewittern. Der Meteorologe Roger Perret spricht gegenüber watson von einer Normalisierung der Temperaturen.
Doch erst einmal startet die Woche wie gehabt mit viel Sonne und hochsommerlichen Temperaturen zwischen 31 und 35 Grad im Flachland. In der Nacht auf den Dienstag würden sich dann bereits erste Gewitter und Schauer im Flachland bemerkbar machen, sagt Roger Perret von Meteonews. Während es am Dienstag verbreitet nochmals über 30 Grad werden dürfte, würden in der zweiten Wochenhälfte dann mit Ausnahme der Süd- und Westschweiz die Temperaturen auf 22 bis 27 Grad runterfallen.
Zu den kühleren Temperaturen tragen auch lokale Niederschläge und Gewitter bei, die während dieser Woche in der ganzen Schweiz zu erwarten sein dürften. Wo genau und wann die Gewitter auftreten werden, das sei aktuell unmöglich vorherzusagen, so Roger Perret: «Bei dieser Wetterlage sind die Vorhersagen mit Vorsicht zu geniessen. Wer geplant hat, in den Bergen wandern zu gehen, sollte deshalb stets den Regenradar im Blick behalten.»
Gewitter vermögen Trockenheit kaum zu lindern
Entlang der Voralpen dürften die Gewitter ziemlich zahlreich sein, so der Meteorologe. Mit Regenmengen von teilweise 50 bis 100 Liter pro Quadratmeter könnte dies an den betreffenden Orten zu einer leichten Entspannung der Trockenheit führen. Im Grossen und Ganzen seien die zu erwartenden Niederschläge jedoch kaum in der Lage, die Situation zu entschärfen, sagt Perret: «Das ist ein Tropfen auf den heissen Stein.» Für eine nachhaltige Entspannung bräuchte es ein länger verweilendes Tiefdruckgebiet mit flächendeckenden und anhaltenden Niederschlägen.
Die erwarteten Schauer und Gewitter dürften im Flachland vielerorts nur recht geringe Regenmengen bringen, dabei handle es sich nicht um eine markante Störung, die mehrere Tage anhalte. Die Trockenheit vermögen die kommenden Niederschläge daher kaum zu lindern, so Roger Perret. «Die Gewitter können lokal auch mal stärker ausfallen, wir sehen jedoch keine Anzeichen für sogenannte Superzellen, die Starkniederschläge mit sich bringen», sagt der Experte von Meteonews und ergänzt: «Das sollte relativ gesittet ablaufen.»
Während der gesamten Woche werde ein Mix aus Sonne und Wolken mit gelegentlichen Schauern und Gewittern das Wetter dominieren, mit Ausnahme des Donnerstags, an dem es gemäss den Vorhersagen von Meteonews weitgehend trocken bleiben sollte. Doch die Abkühlung könnte nicht lange anhalten. Beim Blick auf die Wettermodelle würde sich zu Beginn der nächsten Woche bereits das nächste Hochdruckgebiet ankündigen. (jul)
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