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Chinesischer Autohersteller denkt über Einstieg in die Formel 1 nach

epa12802822 Mercedes-AMG PETRONAS Formula One Team driver George Russell leads during lap 1 of the 2026 Australian Grand Prix at Albert Park Circuit in Melbourne, Australia, 08 March 2026. EPA/JOEL CA ...
Der Start zum ersten GP des Jahres am Sonntag in Melbourne.Bild: keystone

Chinesischer Autohersteller denkt über Formel-1-Einstieg nach

Seit diesem Jahr sind mit Cadillac und Audi zwei grosse Autobauer neu in der Formel 1 vertreten. Bald könnte ein weiterer Branchenriese hinzukommen.
11.03.2026, 13:2211.03.2026, 19:56
Nils Kögler / t-online
Ein Artikel von
t-online

Der chinesische Autobauer BYD denkt offenbar über einen Einstieg in die Formel 1 nach. Das berichtet das Portal «Bloomberg» unter Berufung auf mit der Situation vertraute Kreise. Demnach möchte der Autobauer die globale Attraktivität der Marke steigern und erkundet dafür mehrere Möglichkeiten eines Einstiegs in den Motorsport, der in der jüngeren Vergangenheit mehr und mehr auf Hybridmotoren gesetzt hat.

Neben der Formel 1 ziehe BYD auch einen Einstieg in die Langstrecken-Weltmeisterschaft, zu der auch die berühmten 24 Stunden von LeMans gehören, in Betracht. Bei einem Einstieg in die Formel 1 komme sowohl die Übernahme eines bereits vorhandenen Teams, wie es Audi zuletzt mit dem Sauber-Rennstall machte, als auch der Neuaufbau eines eigenen Teams infrage.

Entscheidung noch nicht getroffen

Dabei könnten dem Bericht zufolge aber vor allem die hohen Kosten zur Hürde werden. Der Aufbau eines eigenen Teams erfordert meist lange Verhandlungen und kostet bis zu 500 Millionen US-Dollar pro Saison.

Eine finale Entscheidung soll das Unternehmen deshalb noch nicht getroffen haben. Äussern wollte es sich auf Anfrage von «Bloomberg» ebenfalls nicht zu den angeblichen Plänen.

Ein Einstieg der chinesischen Marke in den Motorsport wäre ein ungewöhnlicher Schritt, werden die Rennserien doch aktuell eher von europäischen und amerikanischen Marken beherrscht. Der Chef des Automobilverbandes Fia, der auch als Regelhüter der Formel 1 fungiert, Mohammed Ben Sulayem äusserte zuletzt aber Interesse an einem Einstieg einer chinesischen Marke. Nach dem Einstieg des US-Autobauers Cadillac sei das ein logischer nächster Schritt.

Neue Märkte im Fokus

BYD ist bekannt für die Herstellung kostengünstiger Elektroautos und hat kürzlich Tesla als weltweit führenden Anbieter von Elektrofahrzeugen abgelöst. Die Marke expandiert vor allem nach Europa und Lateinamerika.

Ein Formel-1-Einstieg könnte auch die Bekanntheit in den USA steigern, wo sich die «Königsklasse des Motorsports» seit einigen Jahren auch durch die Netflix-Dokumentation «Drive to Survive» enormer Popularität erfreut. Allerdings: In den USA verkauft BYD aktuell noch gar keine Autos. Das liegt vor allem an den hohen Zöllen und Marktbeschränkungen.

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quelle: www.imago-images.de / imago images
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