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Klub-WM: Mit dieser Regel soll Zeitspiel verhindert werden

epa11697370 Goalkeeper Manuel Neuer of Munich in action during the German Bundesliga soccer match between FC Bayern Munich and 1. FC Union Berlin in Munich, Germany, 02 November 2024. EPA/RONALD WITTE ...
An der Klub-WM darf Manuel Neuer den Ball nicht zu lange festhalten, st erhält der Gegner den Ball.Bild: keystone

Bereits bei der Klub-WM: Mit dieser Regel soll Zeitspiel verhindert werden

Das Ifab – ein Gremium, welches die Regeln des Fussballs diskutiert – hat eine Reihe an Änderungen für die Saison 2025/26 verabschiedet. Die neuen Regeln gelten bereits für die Klub-WM im Juni. Ein Überblick.
27.05.2025, 10:4427.05.2025, 11:04
Lisa Slomka / watson.de

Wenn der Torwart zu lange zögert, wird es künftig richtig gefährlich – zumindest für seine eigene Mannschaft. Es ist eine vom International Football Association Board (Ifab) verabschiedete Regeländerung, die das Zeitspiel eindämmen und das Spiel beschleunigen soll:

Hält ein Torhüter den Ball länger als acht Sekunden in der Hand, wird dem Gegner nicht mehr wie bisher ein indirekter Freistoss zugesprochen, sondern ein Eckstoss. Der Schiedsrichter zählt dabei ab fünf Sekunden sichtbar herunter.

epa12110320 Referee Fabio Verissimo gestures during the Portuguese First League soccer match between Sporting CP and Vitoria FC, in Lisbon, Portugal, 17 May 2025. EPA/FILIPE AMORIM
Schiedsrichter sollen in Zukunft mehr auf das Zeitspiel achten.Bild: keystone

Die bisherige Sechs-Sekunden-Regel hatte in der Praxis kaum Konsequenzen. Mit der Einführung einer sichtbareren Zählweise und der veränderten Sanktion – Eckball statt Freistoss – wird ein lange unbeachtetes Problem nun aktiv bekämpft.

Ifab-Änderungen greifen schon zur Klub-WM

Erste Tests zeigten eine «erhebliche positive Wirkung», so das Ifab – ein Gremium, das die Regeln des Fussballspiels diskutiert und verändert.

Die neue Acht-Sekunden-Regel ist eine von vielen Änderungen, die ab dem 1. Juli 2025 offiziell in Kraft treten. Sie darf aber bei Turnieren, die bereits vorher stattfinden, angewendet werden. Deshalb gilt sie schon bei der Klub-WM, die am 14. Juni in den USA beginnt.

Atlanta Mayor Andre Dickens, right, and FIFA President Gianni Infantino, left, pose with the FIFA Club World Cup trophy after a news conference at Mercedes-Benz Stadium, Monday, April 14, 2025, to dis ...
Im Juni startet die Klub-WM.Bild: keystone

Aber welche weiteren Neuerungen kommen auf Teams, Schiedsrichter und Fans noch zu?

Transparenz wird zur Pflicht – Schiedsrichter reden jetzt mit

Was bislang in der Bundesliga nur ein Pilotprojekt war, wird nun auch auf internationaler Bühne Realität: Schiedsrichter sollen künftig nicht mehr schweigen, wenn der VAR eingreift – sondern erklären.

Wie auch unter anderem bei der Partie zwischen Leverkusen und Hoffenheim im Februar, als Schiedsrichter Robin Braun per Stadionmikrofon den Aberkennungsgrund eines Elfmeters mit den Worten «Nach Ansicht der Bilder lag eine Abseitsstellung vor» dem Publikum direkt mitteilte. Ein Novum in der Bundesliga, das auch in Zukunft taugen könnte.

Bei der Klub-WM 2025 soll diese Form der Kommunikation institutionalisiert werden. Nach längeren oder besonders folgenreichen VAR-Prüfungen können die Schiedsrichter ihre Entscheidungen öffentlich erläutern – klar, präzise, für alle verständlich. Die Hoffnung: weniger Spekulation, mehr Akzeptanz.

Dazu passend plant die Fifa einen weiteren Schritt Richtung Transparenz. Der Weltverband öffnet das Spielgeschehen für eine bislang ungewohnte Perspektive: Körperkameras.

Was im Amateurbereich in England bereits für mehr Disziplin auf dem Platz gesorgt hat, wird nun auch auf grosser Bühne getestet. Bei der Klub-WM tragen ausgewählte Unparteiische erstmals Bodycams, deren Aufnahmen nicht nur für Schulungen, sondern auch in der Liveübertragung genutzt werden sollen.

Klub-WM: weitere Neuerungen im Überblick

Auch abseits der grossen Neuerungen – VAR-Kommunikation, Bodycams und neue Sanktionen für Torhüter – wird am Detail gefeilt. Manche Änderungen mögen auf den ersten Blick unscheinbar wirken, könnten im Spielfluss aber durchaus Wirkung entfalten. Zwei davon betreffen den Umgang mit Spielunterbrechungen.

  • Neue Dropped-Ball-Regel: Wird das Spiel ausserhalb des Strafraums unterbrochen, erhält das Team den Ball, das ihn voraussichtlich bekommen hätte – falls dies eindeutig zu erkennen ist.
  • Unabsichtliche Ballberührungen: Wenn ein ausgewechselter Spieler oder Offizieller den Ball kurz vor dem Verlassen des Spielfelds berührt, gibt es künftig lediglich einen indirekten Freistoss – ohne zusätzliche Strafe.

Die Klub-WM 2025 findet vom 14. Juni bis 13. Juli in den USA statt – erstmals im neuen, erweiterten Format mit 32 Teams. Mit dabei sind auch Borussia Dortmund und der FC Bayern München, die sich jeweils durch die Fünfjahreswertung qualifiziert haben.

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