Guy Parmelin besucht Nati-Spiel gegen Algerien – zu reden gibt vor allem seine Mütze
Prominenter Besuch für die Schweizer Nationalmannschaft beim WM-Sechzehntelfinal: Bundespräsident Guy Parmelin reiste nach Vancouver, um das Spiel gegen Algerien vor Ort zu verfolgen. Dass ein Bundesrat ein wichtiges Schweizer Sportereignis besucht, ist eigentlich nicht weiter verwunderlich – dass er dabei aber ein modisches Statement setzt, schon eher.
Als Parmelin vor dem Spiel unter anderem Nati-Trainer Murat Yakin und Direktor Pierluigi Tami traf, trug er eine auffällige rote Mütze. Die Aufschrift:
Woran die Kappe erinnert, ist klar: die Kopfbedeckung mit der Aufschrift «Make America Great Again», welche von US-Präsident Donald Trump und seinen Anhängern zelebriert wird.
Parmelins Mütze ist also durchaus als Seitenhieb zu werten – die Schweiz muss nicht mehr «great» gemacht werden, sondern ist dies schon seit mehreren Jahrhunderten. Mit seiner Botschaft schien der Bundesrat durchaus auf Anklang zu stossen. GLP-Nationalrat Patrick Hässig kommentierte die Mützenwahl auf X mit einem 👌-Emoji. Und auch FIFA-Präsident Gianni Infantino schien sich prächtig zu amüsieren – in einem Beitrag auf Instagram ist zu sehen, wie Parmelin dem Walliser seine Mütze zeigt und dafür ein Lachen erntet.
Der Bundespräsident befindet sich derzeit im Rahmen einer Wirtschafts- und Wissenschaftsmission in Nordamerika. Am Montag hatte er den US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer getroffen. Ausser in die USA und nach Kanada wird Parmelin auch nach Mexiko reisen.
Fussballerisch sind an dieser WM derweil sowohl die USA als auch die Schweiz «great». Die Gastgebernation schaffte gegen Bosnien bereits vor einigen Tagen den Einzug in den Achtelfinal. Die Nati zog am frühen Freitagmorgen souverän nach: Gegen Algerien setzte sich das Team von Murat Yakin auf überzeugende Art und Weise mit 2:0 durch. Im Achtelfinal wartet auf die Nati nun der Sieger zwischen Kolumbien und Ghana. (dab)
