Sport
Fussball

WM 2026: Die Schweiz schlägt Algerien und steht verdient im Achtelfinal

Switzerland's Dan Ndoye (11), center, celebrates with teammates after scoring his side's second goal during the World Cup round of 32 soccer match between Switzerland and Algeria in Vancouve ...
Die Schweizer belohnten sich für einen tollen Auftritt: Dan Ndoye (m.) sorgte kurz nach der Pause bereits für die Entscheidung.Bild: keystone

Achtelfinal, wir kommen! Die Schweizer Nati schlägt Algerien souverän mit 2:0

Das Schweizer Nationalteam gewinnt erstmals in der Neuzeit ein K.o.-Spiel an einer Weltmeisterschaft. Mit dem 2:0 gegen Algerien ziehen die Schweizer in den Achtelfinal ein.
03.07.2026, 06:5603.07.2026, 07:53

Keine Minute ist in der zweiten Halbzeit gespielt, und schon liegt der Ball im Tor der Algerier. Die Hereingabe von Denis Zakaria wird ungenügend geklärt, Dan Ndoye kommt an der Strafraumgrenze an den Ball und hat Zeit, sich die Ecke auszusuchen. Ein platzierter Schuss, und Ndoye kann auch an der WM erstmals seine Krallen zum Jubel ausfahren.

Für den 25-Jährigen dürfte es eine grosse Erleichterung gewesen sein, nachdem er in den ersten beiden Partien noch durch viele vergebene Chancen aufgefallen war. Nach einer Pause im dritten Gruppenspiel, als er erst kurz vor Schluss eingewechselt wurde, nahm ihn Trainer Murat Yakin für den Sechzehntelfinal wieder in die Startaufstellung, was Ndoye entsprechend dankte.

Mit seinem Treffer sorgte der Waadtländer zudem für ein besonderes Déjà-vu. Bereits im letzten Spiel gegen Kanada, ebenfalls im BC Place von Vancouver, hatten die Schweizer unmittelbar nach der Pause getroffen. Der Unterschied: Gegen Kanada war es das 1:0, gegen Algerien bereits das 2:0.

Manzambi leitet das 1:0 ein

Der schnelle Treffer sorgte nicht nur für den Ausbau der Führung, er schien den Algeriern auch etwas den Mumm genommen zu haben. Denn vom aufsässigen Spiel, das die Nordafrikaner in der ersten Hälfte gezeigt hatten, war nach der Pause nur noch wenig zu sehen. Zwar kam Captain Riyad Mahrez in der 50. Minute noch zu einer guten Gelegenheit auf den Anschlusstreffer, danach gingen dem Team des ehemaligen Schweizer Nationaltrainers Vladimir Petkovic aber etwas die Ideen aus.

Algeria head coach Vladimir Petkovic gestures to his players in the hydration break during the World Cup round of 32 soccer match between Switzerland and Algeria in Vancouver, British Columbia, Thursd ...
Für Vladimir Petkovic war das Wiedersehen mit der Nati nicht von Erfolg geprägt.Bild: keystone

Das hatte in den ersten Minuten des Spiels noch anders ausgesehen: Während sich die Schweizer überraschend weit zurückzogen, liess Algerien den Ball durch die eigenen Reihen zirkulieren. Allerdings schaffte es der Dritte der Gruppe mit Argentinien, Österreich und Jordanien selten, die solide Schweizer Abwehr zu überspielen. Und wenn doch, dann kamen die Abschlüsse auf Gregor Kobel nicht gezielt genug.

Die Schweizer zeigten zu Beginn dafür das, was ihnen an diesem Turnier noch nicht oft gelungen war: eiskalte Effizienz. In der 10. Minute zog Johan Manzambi los und liess Gegenspieler Aïssa Mandi alt aussehen und passte in die Mitte. Dort stand Breel Embolo genau richtig und erzielte seinen 26. Länderspieltreffer – den zweiten an dieser WM. Damit ist er nun der erste Schweizer, der an zwei Weltmeisterschaften (2022 und 2026) doppelt getroffen hat.

Zakaria überzeugend

Es war nach dem Führungstreffer nicht so, dass die Schweizer alles im Griff gehabt hätten. Nein, die Algerier hatten mehr Ballbesitz und gegen Ende der ersten Halbzeit auch einige gute Gelegenheiten auf den Ausgleich. Doch Farès Chaïbi schoss zu zentral aufs Tor, und Ibrahim Maza zielte daneben. So nahmen die Schweizer den Vorsprung mit in die Pause, ordneten sich neu und kamen zielgerichtet aus der Kabine zurück.

Dass der zweite Treffer auf das Konto von Zakaria und Ndoye geht, war auch eine Bestätigung für Trainer Murat Yakin. Er hatte die beiden im Vergleich zum letzten Gruppenspiel zurück in die Startaufstellung beordert. Für Zakaria war es gar erst der zweite Einsatz nach dem Auftakt gegen Katar. Auf der für ihn eigentlich ungewohnten Position machte er viel für die Offensive, hatte aber auch defensiv seine Glanzmomente.

Weil von Algerien in der zweiten Hälfte nur noch wenig kam, konnte es sich Fabian Rieder leisten, in der 81. Minute eine Riesenchance auszulassen. Nachdem Zakaria – wieder er – auf den zweiten Pfosten gepasst hatte, musste der Berner eigentlich nur noch einschieben. Er traf den Ball aber nicht wie gewünscht und sah, wie Goalie Luca Zidane den dritten Schweizer Treffer noch verhindern konnte.

Nun gegen Kolumbien oder Ghana

Da die Schweizer zum ersten Mal an diesem Turnier ohne Gegentreffer blieben, redete am Ende niemand mehr über die ausgelassene Chance. Stattdessen konnten sich die Schweizer, bei denen Noah Okafor zu seinem ersten Einsatz kam, darüber freuen, dass die WM für sie noch weitergeht.

Das nächste Spiel steht am Dienstag, 7. Juli, auf dem Programm. Im Achtelfinal, der um 22.00 Uhr Schweizer Zeit angepfiffen wird, treffen die Schweizer entweder auf Kolumbien oder Ghana. Dabei werden sie zum dritten Mal in Folge in Vancouver antreten – und den dritten Sieg an Kanadas Westküste anstreben.

Schweiz - Algerien 2:0 (1:0)
Vancouver. 52'497 Zuschauer. SR Falcón Pérez (ARG).
Tore: 10. Embolo (Manzambi) 1:0. 46. Ndoye 2:0.
Schweiz: Kobel; Zakaria (87. Widmer), Elvedi, Akanji, Rodríguez; Freuler, Xhaka; Ndoye (87. Aebischer), Manzambi (71. Okafor), Vargas (71. Rieder); Embolo (83. Amdouni).
Algerien: Zidane; Belghali (82. Boulbina), Mandi, Bensebaini, Aït-Nouri; Zerrouki (58. Gouiri), Bentaleb (71. Boudaoui), Chaïbi; Mahrez (71. Hadj Moussa), Maza, Aouar (58. Hadjam).
Verwarnungen: 36. Chaïbi. 72. Boudaoui. (nih/sda)

Der Liveticker zum Nachlesen

Schicke uns deinen Input
avatar
avatar
avatar
avatar
avatar
avatar
avatar
avatar
Schweiz
Schweiz
2:0
Algerien
Algerien
IconD. Ndoye 46'
IconB. Embolo 10'
Aufstellung
Icon
Die Schweiz schlägt Algerien 2:0 und steht im WM-Achtelfinal! - Spielende
Dank Toren von Breel Embolo und Dan Ndoye steht die Nati hochverdient unter den besten 16 Teams der Welt. Und das zum dritten Mal in Folge. Gegen Algerien ist die Schweiz abgesehen von den ersten und den letzten Minuten der ersten Halbzeit das bessere Team und hat nach dem Traumstart in die zweite Halbzeit alles im Griff. Das macht definitiv Mut für den Rest des Turniers. Der nächste Gegner wird entweder Kolumbien oder Ghana sein.
96'
Noch ein letzter Abschluss von Remo Freuler, nachdem der Schuss von Noah Okafor geblockt wird und beim Mittelfeld-Routinier landet. Dieser wird von Luca Zidane pariert – danach pfeift der Schiedsrichter die Partie ab. Die Schweiz steht im WM-Achtelfinal!
91'
An Rodriguez gibt's kein Vorbeikommen. Hadj Moussa will da wirbeln und sich an Rodriguez vorbeistehlen, doch keine Chance. Der Ball geht ins Toraus.
Sechs Minuten Nachspielzeit
Jetzt heisst es: Durchhalten. Die Schweiz hat alles im Griff und ist auf dem Weg in den Achtelfinal. Aber es kann im Fussball ja manchmal schnell gehen.
88'
Da ist Nati-Goalie Kobel nochmal gefragt. Er klärt die hohe Hereingabe von Hadj Moussa zur Ecke ab, doch weil Gouiri, der vor Kobel stand, im Abseits war, kommt es nicht zu dieser.
Icon
87' - Auswechslung - Schweiz
rein: Michel Aebischer, raus: Dan Ndoye
Und auch Michel Aebischer kommt ins Spiel, er ersetzt Ndoye.
Icon
87' - Auswechslung - Schweiz
rein: Silvan Widmer, raus: Denis Zakaria
Widmer ersetzt Zakaria.
85'
Dass dieser Denis Zakaria nicht mehr kann, ist verständlich. Der Rechtsverteidiger beackerte die rechte Seite, brachte sich in die Offensive ein und liess auch defensiv nichts anbrennen. Nun muss er vom Feld. Doch ist er nur leergepumpt oder gar verletzt? Hoffen wir Ersteres.
Icon
83' - Auswechslung - Schweiz
rein: Zeki Amdouni, raus: Breel Embolo
Der Torschütze zum 1:0 geht raus und wird durch Zeki Amdouni ersetzt.
81'
Oh nein! Eine Riesenchance für Fabian Rieder. Zakaria spielt ihn von rechts hervorragend in die Mitte, Rieder hat das leere Tor vor sich, doch er trifft den Ball nicht richtig. Er schiesst ihn parallel zum Tor und genau in die Arme von Goalie Zidane. Hoffentlich trauern wir dieser Chance nicht noch nach.
Wir schulden euch noch das 2:0 von Nodye als Video
77'
Das kann fast schon als Verzweiflungsschuss gewertet werden. Hadjam zieht von der linken Seite in die Mitte und schiesst dann vom Strafraumrand ab. Sein Versuch geht aber weit übers Tor.
75'
Riesenchance für die Schweiz! Zakaria setzt sich einmal mehr durch, schickt Ndoye auf dem rechten Flügel steil. Dessen Pass in die Mitte wird von Belghali abgefangen, doch spielt er ihn genau vor Rieders Füsse. Auch dessen Schuss blockt der Algerier aber.
Icon
73' - Gelbe Karte - Algerien - Hichem Boudaoui
Der eingewechselte Boudaoui macht sich gleich mal bemerkbar. Er holt Xhaka sehr unsanft von den Beinen und sieht die Gelbe Karte. Der Nati-Captain wird kurz behandelt, kann aber weitermachen.
Icon
72' - Auswechslung - Algerien
rein: Hichem Boudaoui, raus: Nabil Bentaleb
Und neben Mahrez verlässt auch Bentaleb das Feld.
Icon
72' - Auswechslung - Algerien
rein: Anis Hadj Moussa, raus: Riyad Mahrez
Und auch bei Algerien gibt es einen Doppelwechsel. Hadj Moussa ersetzt Mahrez auf dem Flügel.
Icon
71' - Auswechslung - Schweiz
rein: Fabian Rieder, raus: Ruben Vargas
Und Fabian Rieder ersetzt Ruben Vargas. Wahrscheinlicher wird aber Rieder Manzambis Position einnehmen und Okafor den Flügel besetzen.
Icon
70' - Auswechslung - Schweiz
rein: Noah Okafor, raus: Johan Manzambi
Es ist tatsächlich so weit: Noah Okafor kommt zu seinem ersten Einsatz an dieser WM. Der Flügelspieler kommt für Manzambi.
Nächste Werbepause!
Nochmal tief durchatmen und fürs vierte Viertel Energie tanken. Vielleicht hat Murat Yakin ja noch ein Ass im Ärmel – immerhin dafür sind diese Trinkpausen gut.

Übrigens dürfte es jetzt gleich Wechsel auf beiden Seiten geben, bei Algerien machen sich gleich zwei Spieler bereit.
66'
Gute Idee von Mahrez, der den Ball in Richtung kurzem Pfosten spielt. Doch der Pass ist zu steil für Belghali und Akanji wäre wohl zur Stelle gewesen.
65'
Es ist ja schön und gut, wenn um jeden Millimeter gekämpft wird. Aber dass es die Spieler bei einem Eckball partout nicht schaffen, den Ball auf den Viertelkreis zu legen, ist mir ein Rätsel. Und so weit wie Ruben Vargas den Ball grad ausserhalb des erlaubten Bereichs platzierte, habe ich noch nie gesehen.
63'
Immer wieder wird Algerien-Star Mahrez gesucht. Nun mit einem hohen Ball auf den rechten Flügel, Rodriguez lässt ihn aber nicht aus dem Auge und spitzelt ihm den Ball weg.
Icon
59' - Auswechslung - Algerien
rein: Jaouen Hadjam, raus: Ramiz Zerrouki
Und dann kommt noch YB-Profi Jaouen Hadjam. Der geht nach hinten links, Chaibi übernimmt die Position im defensiven Mittelfeld des ausgewechselten Zerrouki und dafür geht Aït-Nouri von links hinten eine Reihe nach vorne.
Icon
59' - Auswechslung - Algerien
rein: Amine Gouiri, raus: Houssem Aouar
Doppelwechsel bei Algerien: Jetzt kommt der Stossstürmer Amine Gouiri. Dafür wird Maza auf Aouars Position im offensiven Mittelfeld rücken.
58'
Da nervt sich Vargas selbst am meisten: Ndoye wird gefällt, rappelt sich wieder auf und spielt den Ball weiter zu Vargas. Der zieht in Richtung Grundlinie und hat eine gute Position, könnte schiessen oder zu Embolo rüberflanken. Er macht aber eine Mischung aus beidem und so fliegt der Ball viel zu scharf an Embolo vorbei in Richtung Seitenaus.
avatar
Die Maag-Halle ist prall gefüllt – und es wird nicht nur Kaffee und Orangensaft getrunken
von Emanuella Kälin


54'
Dieser Denis Zakaria macht auf der rechten Seite eine sensationelle Partie. Nun trennt er den Gegenspieler sehr schön vom Ball und spielt diesen mit seiner Grätsche gleich zu Ndoye. Der wird von Bentaleb gefoult, es gibt aber keine Verwarnung.
avatar
User Input
User-Input von raffi(niert)
von raffi(niert)
Team Sales grüesst us em Café Boy
50'
Erst ist er vorne mit der Balleroberung zur Stelle, nun blockt er den Schuss von Mahrez ab. Belghali spielt von links flach rein, Mahrez kommt verspätet in den Strafraum, doch ist Zakaria zur Stelle.
Icon
46' - Tor - 2:0 - Schweiz - Dan Ndoye
JAAAA! Die Schweiz beginnt wie schon gegen Kanada – auch in Vancouver – hervorragend nach der Pause: Dan Ndoye trifft nach 45 Sekunden zum 2:0.

Zakaria erobert den Ball im Pressing auf dem rechten Flügel, bringt den Ball in die Mitte. Der Klärungsversuch fällt Ndoye vor die Füsse. Der nimmt ihn mit links an und schliesst mit rechts schön ins flache linke Eck ab. Sensationell!
W.Nuss in Winti!
Beginn der 2. Halbzeit
So, weiter geht's! Dieses Mal hat die Schweiz Anstoss – startet sie nun besser als in die 1. Halbzeit?
Die Statistiken zur Halbzeit
Ein ungewohntes Bild für die Schweiz: Algerien hat fast 60 Prozent Ballbesitz – ansonsten ist es aber ziemlich ausgeglichen.
avatar
Zmorge holen in der Pause
von Dario Bulleri
Vor dem Migrolino gibt es eine Warteschlange, als gäbe es ein neues iPhone zu kaufen.

Fazit zur Pause
Die Schweiz führt eigentlich verdient gegen Algerien. Zu Beginn war das Team von Ex-Nati-Trainer Vladimir Petkovic zwar besser, doch dann kam Embolos Führungstreffer, den Manzambi mit einem Geniestreich aus dem Nichts kreierte. Danach übernahm die Nati die Spielkontrolle, blieb aber fehleranfällig. Und in den letzten Minuten vor der Pause war dann Algerien plötzlich wieder gefährlich. Auch wegen der Ungenauigkeit im Abschluss kam es aber nicht zum Ausgleich.
Icon
Die Schweiz führt zur Pause 1:0 gegen Algerien! - Ende erste Halbzeit
Der Treffer von Breel Embolo nach vorzüglicher Vorarbeit von Johan Manzambi bleibt der einzige in der ersten Halbzeit.
45+2'
Jetzt stimmt die Zuteilung in der Schweizer Defensive irgendwie nicht mehr. Algerien wird gefährlicher und plötzlich kommt Maza nach einer Flanke von der rechten Seite zu einem guten Abschluss im Strafraum. Zum Glück für die Nati schiesst er aber am Tor vorbei.
Es gibt vier Minuten Nachspielzeit
43'
Algerien kommt wieder mal vors Schweizer Tor. Chaïbi schliesst ab, doch Elvedi ist bei ihm und Kobel kann den flachen Schuss locker halten.
39'
Die Schweiz findet wieder Raum auf dem Flügel, wo Zakaria Ndoye bedient. Der spielt in die Mitte zu Embolo, doch in der engen Deckung kommt er nicht zu einem richtigen Abschluss. Die folgende Ecke wird sofort herausgeköpft.
avatar
Die Winti-Arena ist bis zum letzten Platz gefüllt
von Timo Rizzi
Die Stimmung ist aber noch nicht ausgelassen.

37'
Vargas bringt einen Freistoss in die Mitte, Zakaria postiert sich gut, köpft dann aber über das Tor.
Icon
36' - Gelbe Karte - Algerien - Farès Chaïbi
35'
Wo ist der Spielfluss hin? Wo ist der Spielfluss hin? Wer hat den Spielfluss uns geraubt?

Es war die FIFA voll Genuss, raubte uns den Spielfluss. Infantino, der Banause, mit seiner blöden Trinkpause.
32'
Jetzt macht Vargas den Manzambi und dribbelt sich gegen mehrere Spieler durch in den Strafraum. Sein Pass bleibt dann aber hängen – so wie kurz darauf Manzambi.
Kanntet ihr schon den Spitznamen der Schweizer Nati?
Beim US-Sender Fox wurden vorher die Spitznamen der beiden Kontrahenten eingeblendet. Und zu meiner Überraschung stand da bei der Schweiz: «Red Crosses». Also Rote Kreuze. Das Rote Kreuz wurde zwar in der Schweiz gegründet, aber seit wann trägt unsere Nati ein rotes Kreuz auf der Brust?
28'
Die Flaschen sind leer, der Durst der Spieler gestillt und die Batterien wieder aufgeladen. Es kann also weitergehen.
Endlich Werbung 😍
Ach wie toll sind diese Hydration-Breaks. Da ist man gerade so drin im Spiel, das erste Tor ist gefallen und die Partie nimmt ihren Lauf – und dann gibt's eine Pause. Die Spieler sind sicher auch schon völlig aus der Puste und beinahe am Verdursten bei 14 Grad und Regen in Vancouver. Zum Glück kümmert sich die FIFA so toll um diese Amateure, für die 25 Minuten Anstrengung ein fast unmöglicher Kraftakt sind.
25'
Schön, wie sich Zakaria einen langen Pass von Freuler auf dem rechten Flügel errennt. So holt er immerhin einen Freistoss heraus. Die Schweiz bleibt im Offensivdrittel in Ballbesitz und dann zieht Rodriguez aus rund 20 Metern ab, schiesst aber am Tor vorbei.
22'
Ein erster Schweizer Eckball nach einer abgefälschten Rodriguez-Flanke führt nicht zu Torgefahr. Der Nati hat das Tor aber sichtlich gut getan. Sie ist nun deutlich besser im Spiel, aber noch immer fehleranfällig. Dennoch konnte den Algeriern die Spielkontrolle genommen werden.
avatar
Auch am Röschibachplatz gibt es ein Public Viewing
von Hanna Hubacher
So ging die Schweiz in Führung
Geniale Vorarbeit von Manzambi und dann muss Embolo nur noch einschieben.
Überall in Zürich sind die Nati-Fans schon wach und draussen
19'
Da macht das Fanherz einen kurzen Hopser: Xhaka spielt einen Rückpass zu Kobel, der aber an ganz anderer Stelle steht. Doch der Goalie ist bereit und trotzdem rechtzeitig zur Stelle.
So lässt sich ein Nati-Spiel doch auch geniessen
Schön geschmückt und die Cornflakes bereit 😋
16'
Was ist mit Manzambi los? Der Assistgeber liegt mit Schmerzen am Boden – hoffen wir, dass nichts Schlimmes passiert ist. Es ist noch nicht zu sehen, was passiert ist.

Wir können, glaube ich, aufatmen: Manzambi steht wieder und joggt an die Seitenlinie, dort muss er nun eine Minute warten, bis er wieder aufs Feld darf.
15'
Kurz darauf hat auch die Nati wieder eine gute Chance. Wieder setzt sich Manzambi durch und flankt von links in die Mitte. Via Ndoye und Freuler kommt der Ball zu Zakaria, der im Fallen aber nicht genug Druck auf den Schuss bekommt.
14'
Nati-Goalie Kobel bekommt einen ersten Schuss zu halten. Der Abschluss aus gut 20 Metern von Aouar ist aber überhaupt kein Problem für den 28-Jährigen.
avatar
Es fühlt sich surreal an
von Adrian Buergler
Kurz nach 5 Uhr morgens erklingen an der Zürcher Hardbrücke rund um das watson-Büro Jubelschreie der Menschen in den Strassen. Und im Morgenverkehr (es sind deutlich mehr Autos unterwegs als üblicherweise um diese Tageszeit) gibt es ein erstes kleines Hupkonzert.
Icon
10' - Tor - 1:0 - Schweiz - Breel Embolo
JAWOHL! Aus dem Nichts geht die Schweiz in Führung.

Und sie hat es wieder der Brillanz von Johan Manzambi zu verdanken: Der 20-Jährige, der heute im offensiven Mittelfeld spielt, dribbelt sich mit einem brillanten Solo durch die gesamte algerische Abwehr und dann steht Breel Embolo in der Mitte am richtigen Ort und muss nur noch den Fuss hinhalten.
8'
Jetzt ist der Ärger gross bei den Algeriern: Nach einem langen Ball in die Spitze geht Zerrouki nach einem Rempler von Akanji im Strafraum zu Boden. Der Schiedsrichter lässt aber weiterspielen.
7'
Druck machen und Chancen erarbeiten? Vom Plan von Nati-Trainer Murat Yakin ist zu Spielbeginn noch sehr wenig zu sehen. Stattdessen ist Algerien deutlich stärker ins Spiel gestartet.
6'
Da wird es erstmals brenzlig für die Nati. Auf der linken Abwehrseite geht Belghali vergessen und spielt in die Mitte, wo Mahrez durchlässt, Aouar aber zum Glück den Ball nicht richtig trifft.
4'
Für diejenigen, die Zweifel hatten: Die Schweiz spielt erneut mit einer Viererkette und Deniz Zakaria als Rechtsverteidiger. Bei Algerien scheint Leverkusen-Juwel Ibrahim Maza tatsächlich die ungewohnte Position in der Sturmspitze zu besetzen.

Derweil muss Gregor Kobel aufpassen, er ist gerade noch vor dem algerischen Stürmer am Ball und schiesst ihn raus.
2'
Die Schweiz muss erst noch ins Spiel finden. Zu Beginn gibt es gleich zwei Ballverluste im Mittelfeld, die Algerier können das aber nicht ausnutzen. Dieses Mal arbeitet Ndoye gut nach hinten und spitzelt dem Gegenspieler den Ball weg.
1'
Die Schweiz spielt erstmal hintenrum, Algerien macht gleich Druck, doch Akanji bleibt ruhig und auch Kobel gibt den Ball ohne Unsicherheit weiter. Dennoch geht der Puls bei den Nati-Fans kurz etwas hoch.
Icon
Das Spiel läuft – hopp Schwiiz! - Spielbeginn
Algerien führt den Anstoss aus, der WM-Sechzehntelfinal hat begonnen.
avatar
Input von Sergio Minnig – Achtung, sonst gibt's bald Wallis-Verbot, Sergio!
von Sergio Minnig
05:00 Uhr, danke für nichts Gianni … 😒
Alles ist bereit in Vancouver
Noch kurz die Teamfotos schiessen und dann kann es endlich losgehen: Die Schweiz trifft im WM-Sechzehntelfinal auf Algerien und will endlich ihr erstes K.o.-Spiel an einer Weltmeisterschaft seit 1938 gewinnen.
Die Nationalhymnen erklingen – es geht also gleich los!
Unser Oli Meier in Sydney muss hingegen alleine schauen:
Die Maag-Halle ist bereits gut gefüllt:
Und draussen warten noch viel mehr:
Das sagt Murat Yakin:
«Es wird ein komplett anderes Spiel als in der Gruppenphase. Es gibt uns viele Möglichkeiten, den Gegner unter Druck zu setzen und unsere Chancen zu erspielen. Wir wollen von Anfang an mutig auftreten. Es wird aber auch darauf ankommen, wie der Gegner spielt. Wir haben viel Offensive und Schnelligkeit im Team.

Zakaria soll gegen seinen Gegenspieler (Farès Chaïbi), der ein Mittelfeldspieler ist und eher ins Zentrum rückt, eine gute Position finden, aber er hat auch eine unglaubliche Dynamik und kann etwas für die Offensive tun. Ich erhoffe mir sehr viel von seiner Position.»
Ungewöhnliche Anspielzeiten erforden ungewöhnliche Mahlzeiten
Zum Spiel der Nati gegen Algerien gibt's beim Public Viewing Gipfeli und Kaffi:
Bundespräsident Parmelin ist auch in Vancouver:
Und er hat einen Gruss an die USA dabei. Auf seinem Hut steht: «Switzerland Great Since 1291.» Die Schweiz ist also seit bald 735 Jahren grossartig und muss nicht wieder «great» gemacht werden.
Regen kann die Schweizer Fans natürlich nicht stoppen
Das sagt Johan Manzambi über den Schlüssel zum Erfolg:
«Wir müssen Haltung beweisen und so weitermachen wie bisher.»
avatar
Input von Timo Rizzi – die wenigen freien Tage während einer WM soll man ja geniessen
von Timo Rizzi
Bierli am Morge vertriebt Kummer und Sorge
Die Nati-Fans sind bereit
Kurz vor Türöffnung bei einem Public Viewing in Winterthur standen die Fans der Schweizer Nati bereits Schlange. Alle sind bereit für den Sechzehntelfinal gegen Algerien:
Die Aufstellung Algeriens
Algerien-Coach Vladimir Petkovic nimmt im Vergleich zum verrückten 3:3-Remis gegen Österreich drei personelle Änderungen vor. Einerseits steht wie in den ersten beiden Gruppenspielen Luca Zidane zwischen den Pfosten. Ausserdem wird YB-Verteidiger Jaouen Hadjam links hinten durch ManCity-Profi Rayan Aït-Nouri ersetzt. Und für Stürmer Amine Gouiri kommt Mittelfeldspieler Ramiz Zerrouki zum Einsatz. Petkovic setzt auf eine Formation ohne gelernten Mittelstürmer. Die Position in der Sturmspitze besetzt Spielmacher Ibrahim Maza. Auf ihn, die Flügelspieler Riyad Mahrez und Farès Chaïbi und Zehner Houssem Aouar muss die Nati besonders aufpassen.
Die Aufstellung der Schweiz
Murat Yakin setzt wie im Auftaktspiel gegen Katar auf Denis Zakaria als Rechtsverteidiger. Daneben bilden die Viererkette wie gewohnt Manuel Akanji, Nico Elvedi und Ricardo Rodriguez. Das Mittelfeld bilden weiterhin Remo Freuler und Granit Xhaka, Johan Manzambi wird dieses Mal als Zehner eingesetzt. Die Sturmreihe bilden Ruben Vargas, Breel Embolo und der in die Startformation zurückkehrende Dan Ndoye.

Im Vergleich zum 2:1-Sieg gegen Kanada nimmt Nati-Trainer Yakin zwei Änderungen vor. Einerseits ersetzt Denis Zakaria den angeschlagenen Luca Jaquez. Andererseits nimmt der 51-Jährige auch Djibril Sow aus der Startformation. Für ihn rückt Manzambi ins offensive Mittelfeld und Ndoye übernimmt dessen Position auf dem rechten Flügel.

Wiedersehen mit Vladimir Petkovic
Für die Nati wird es auch ein spezielles Spiel, weil es zum Wiedersehen mit Ex-Coach Vladimir Petkovic kommt. Der steht nun bei Algerien an der Seitenlinie und sprach im Vorfeld wie Nati-Trainer Murat Yakin über das besondere Duell:
Aufgepasst vor diesen Spielern beim Gegner
Die Schweiz geht als Favorit ins Spiel, doch auch Algerien kann auf einige hervorragende Spieler zählen. Neben dem langjährigen ManCity-Star Riyad Mahrez ist das vor allem Ibrahim Maza – oder der algerische Manzambi:
Jubiläumsspiel für Captain Xhaka
Für Granit Xhaka wird die Partie gegen Algerien die 150. im Nationaltrikot sein. Schweizer Rekordspieler ist er ja schon längst, doch auch international stösst er immer tiefer in elitäre Gesellschaft vor. Nach heute haben nur noch zwölf Europäer mehr Länderspiele absolviert als der 33-jährige Nati-Captain.
Ungewöhnliche Anspielzeit
Erst einmal spielte die Nati an einer Weltmeisterschaft vormittags (Schweizer Zeit): Vor vier Jahren in Katar um 11 Uhr gegen Kamerun. Ansonsten wurden die insgesamt 44 Partien frühestens um 15 Uhr und spätestens um 22.30 Uhr angepfiffen. Nun geht es bereits um 5 Uhr los.
Guten Morgen, Schweiz!
Bist du schon – oder noch – wach? Perfekt! Denn die Schweiz trifft um 5 Uhr morgens im WM-Sechzehntelfinal auf Algerien. Hier bist du im Liveticker und im Stream vom SRF live dabei.
Cup Tree provided by Sofascore
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die besten Bilder der Fussball-WM 2026
1 / 105
Die besten Bilder der Fussball-WM 2026

Zwei US-Fans schützen sich vor der Nachmittagssonne in Santa Clara.

quelle: keystone / martin meissner
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Ausnahmezustand in Zürich – Tausende Fans feiern an der Hardbrücke
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
51 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Vegelbud
03.07.2026 06:09registriert Juli 2025
Manzambis Zug zum Tor ist der wahnsinn. Zakaria auch sehr temporeich und einer der Besten bis jetzt. Überhaupt ein abgebrühter Auftritt der Schweizer bis jetzt.
Der Druck der Algerier ist aber beachtlich.
643
Melden
Zum Kommentar
avatar
die 200
03.07.2026 04:26registriert Januar 2017
Na dann... Hopp Schwiiz und allen wachen ein schönes Spiel! 🇨🇭🤞🏻🇨🇭🤞🏻🇨🇭
545
Melden
Zum Kommentar
avatar
JtotheP
03.07.2026 07:00registriert Februar 2018
Algerien ohne Chance. Bravo an die Schweiz. Allez 🇨🇭
393
Melden
Zum Kommentar
51
Keine österreichische Sensation gegen den Europameister: Spanien steht im WM-Achtelfinal
Spanien wird seiner Favoritenrolle im Sechzehntelfinal in Inglewood gegen Österreich gerecht. Der Europameister setzt sich ungefährdet mit 3:0 durch.
Es ist kaum zu glauben: Nach ihrem ersten WM-Titel im Jahr 2010 schieden die Spanier bei den folgenden drei Weltmeisterschaften einmal in der Vorrunde und zweimal im Achtelfinal aus. In den beiden K.o.-Spielen unterlagen sie jeweils im Penaltyschiessen. An der laufenden WM blieben die Iberer trotz des Gruppensiegs in der Vorrunde nicht von Kritik verschont. In den spanischen Medien gab es Zweifel an den Titelchancen.
Zur Story