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Super-League-Ausgangslage für die europäischen Wettbewerbe

July 30, 2026, Lisbon, Lisbon, Portugal: Vangelis Pavlidis of SL Benfica celebrates goal during UEFA Europa League-2nd Qualifying Round��2nd Leg, match between SL Benfica and FC St. Gallen at Luz Stad ...
Im Rückspiel blieb St.Gallen gegen Benfica Lissabon chancenlos.Bild: www.imago-images.de

Noch kein Team qualifiziert: So geht es für die Super-League-Vertreter europäisch weiter

Nach der zweiten Qualifikationsrunde im Europacup können zwar noch alle vier Schweizer Vertreter von einer Ligaphase träumen – abgesehen von Thun müssen aber die restlichen drei Teams noch zwei Runden überstehen.
31.07.2026, 10:4131.07.2026, 10:41

Nachdem Thun bereits am Dienstag in der Champions-League-Qualifikation nach einer 2:0-Führung bei Dinamo Zagreb die nächste Runde verpasst hatte und in die Europa League abgestiegen war, konnte St.Gallen eine vielversprechende Ausgangslage nicht nutzen und kassierte bei Benfica Lissabon eine 0:5-Klatsche. Für die Ostschweizer geht es nun in der Qualifikation der Conference League weiter. Ebenfalls im dritthöchsten europäischen Wettbewerb sind auch noch Lugano und Sion vertreten und mit Vaduz träumt noch ein weiteres Super-League-Team von der Ligaphase. Wir blicken auf die Ausgangslage der jeweiligen Teams.

Thun muss einfach eine Runde überstehen

Hätte sich Schweizer Meister Thun vor drei Tagen in Kroatien durchgesetzt, hätte sich ein erstes Schweizer Team sicher für eine Ligaphase qualifiziert. Besonders ärgerlich: In der dritten Qualirunde hätte mit dem litauischen Meister Kauno Zalgiris eine durchaus lösbare Aufgabe gewartet.

Das Positive ist, dass Thun auch gegen Vikingur Reykjavik aus Island stärker einzuschätzen ist. Sollten sich die Berner Oberländer durchsetzen, wäre ein Platz in einer Ligaphase sicher. Dann würde es in den Playoffs darum gehen, ob die Berner Oberländer ab September in der Europa oder Conference League spielen würden. Die Thuner wären in der letzten Qualirunde der Europa League ungesetzt und könnten auf St.Gallen-Bezwinger Benfica Lissabon treffen oder die Glasgow Rangers. Es wären aber auch deutlich einfachere Aufgaben für die Thuner möglich, wie die Shamrock Rovers oder KuPS Kuopio. Ausgelost wird bereits am kommenden Montag.

Sollte Thun am isländischen Meister scheitern, wäre das Team von Trainer Gian-Luca Privitelli auch in der letzten Runde der Conference-League-Qualifikation nicht gesetzt und würde erneut auf einen Meister treffen. Das härteste Los wäre in diesem Fall Omonia Nikosia, aber auch eine Reise nach Gibraltar zu den Lincoln Red Imps wäre eine Option.

St.Gallen nach Moldawien und danach gesetzt

Nach der deutlichen Niederlage beim portugiesischen Rekordmeister hat der FC St.Gallen in der Conference League noch eine zweite Chance, eine europäische Ligaphase zu erreichen. Am kommenden Donnerstag steht bereits die nächste Auswärtsfahrt an. Die Ostschweizer treffen in Moldawien auf Sheriff Tiraspol. Vor fünf Jahren setzte Sheriff international ein grosses Ausrufezeichen, als in der Champions-League-Gruppenphase Real Madrid besiegt wurde.

Trotzdem zeigt sich FCSG-Kapitän Lukas Görtler selbstbewusst. «Es muss unser Ziel sein, ein gutes Auswärtsspiel zu zeigen. Ich bin überzeugt, dass wir eine Gruppenphase erreichen können», sagte der Deutsche nach der Partie in Lissabon. Wenn Tiraspol tatsächlich besiegt wird, würde der Cupsieger in den Playoffs auf ein ungesetztes Team treffen.

Die Qualität der möglichen Gegner darf aber auf keinen Fall unterschätzt werden. So wäre sogar ein erneutes Duell gegen Benfica Lissabon möglich oder auch LaLiga-Vertreter Getafe könnte auf die St.Galler treffen. Deutlich einfacher wäre eine Begegnung mit FK Auda oder Dinamo Tirana.

Dasselbe gilt für den FC Lugano. Die Tessiner gehören bei der Auslosung, welche ebenfalls am Montag stattfinden wird, auch zur gesetzten Seite. Doch bevor Lugano die Playoffs planen kann, muss noch NSI Runavik von den färöischen Inseln ausgeschaltet werden.

Sion und Vaduz ungesetzt

Auf der ungesetzten Seite sind ebenfalls zwei Super-League-Teams dabei. Sion könnte nach einem allfälligen Erfolg gegen das armenische Team FC Noah auf absolute Topteams wie Atalanta Bergamo, Ajax Amsterdam oder die AS Monaco treffen. Mit etwas Losglück könnten aber auch machbarere Aufgaben wie Partizan Belgrad oder Jagiellonia Bialystok warten.

Das Gleiche gilt für den FC Vaduz (trifft in der dritten Qualirunde zunächst auf Inter Turku), allerdings mit einer kleinen Ausnahme: Die Liechtensteiner könnten im Gegensatz zu Sion auch auf die direkten Ligakonkurrenten St.Gallen und Lugano treffen.

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