Gnadenloses Sion schlägt FCSG klar +++ Captain Bürki sieht wieder Rot: Thun unterliegt GC
St.Gallen – Sion 0:3
Sion legte die Basis zum Erfolg in der ersten Halbzeit mit Toren von Ilyas Chouaref und Franck Surdez (37./45. Minute). Den frühen Schlusspunkt setzte Ali Kabacalman mit dem 3:0 nach einer Stunde nach Vorlage von Chouaref. Bei den ersten beiden Toren glänzte jeweils Sions Juwel Winsley Boteli als Vorbereiter.
St. Gallen stand ohne seinen verletzten Captain Lukas Görtler auf verlorenem Posten. Die Absenz des Aggressivleaders, mit dem der FCSG durchschnittlich 0,25 Punkte mehr pro Spiel und zehn Prozent mehr Punkte holte als ohne ihn, liess sich nicht kaschieren, wenngleich mit Carlo Boukhalfa ein anderer Leistungsträger in die Startelf zurückkehrte.
Sion festigte damit seinen 3. Tabellenplatz und schuf sich eine Differenz von fünf Punkten auf die fünftplatzierten St. Galler.
St.Gallen - Sion 0:3 (0:2)
17'814 Zuschauer. SR Fähndrich.
Tore: 37. Chouaref (Boteli) 0:1. 45. Surdez (Boteli) 0:2. 59. Kabacalman (Chouaref) 0:3.
St.Gallen: Zigi; Kleine-Bekel, Stanic, Okoroji; Vandermersch (46. Owusu), Frokaj (61. Witzig), Daschner, Boukhalfa (60. Neziri), Stevanovic; Scherrer (60. Besio), Balde (61. Hunziker).
Sion: Racioppi; Lavanchy, Sow, Kronig, Marquinhos Cipriano; Kabacalman (80. Kololli), Baltazar Costa; Chouaref (66. Nivokazi), Rrudhani (78. Chipperfield), Surdez (66. Lukembila); Boteli (66. Berdayes).
Verwarnungen: 23. Surdez, 61. Stanic, 84. Hunziker.
Thun – GC 0:1
Meister Thun tritt in der Super League auf der Stelle. Die Berner Oberländer unterliegen den Grasshoppers zuhause 0:1. Eine frühe Rote Karte gegen Captain Marco Bürki trägt zum nächsten Rückschlag bei.
Bürki wurde in der 38. Minute wegen eines Ellbogenschlags gegen Nikolas Muci vom Feld geschickt. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Gastgeber indes schon im Hintertreffen. Samuele Bengondo, Sohn des ehemaligen Winterthur-Stürmers Patrick Bengondo, erzielte in der 23. Minute seinen zweiten Saisontreffer.
Nach sieben Runden steht Thun damit bei zwei Siegen, einem Unentschieden und vier Niederlagen. Der Zauber der Vorsaison, als die Mannschaft unter Trainer Mauro Lustrinelli zum sensationellen Meistertitel flog, ist nach dem personelles Aderlass und dem mässigen Saisonstart endgültig verflogen.
Ein schwacher Saisonstart muss allerdings noch kein schlechtes Omen sein für einen Meister: Die Young Boys hatten 2024/25 nach sieben Spielen bloss sechs Punkte auf dem Konto und schlossen die Saison noch im 3. Rang ab, der FC Zürich gewann 2022/23 keines der ersten sieben Spiele und schaffte den Ligaerhalt letztlich ungefährdet.
GC setzte seinen Aufwärtstrend derweil fort. Der Barrage-Teilnehmer der letzten Saison feierte den zweiten Saisonsieg und blieb zum dritten Mal in Folge ungeschlagen.
Thun - Grasshoppers 0:1 (0:1)
8295 Zuschauer. SR Kanagasingam.
Tor: 23. Bengondo 0:1.
Thun: Steffen; Fehr (71. Dähler), Bamert, Bürki, Strannegaard (55. Mambwa); Roth, Zoukit; Reichmuth (82. Maier), Saiz (71. Käit); Dursun (55. Christoffersson), Labeau.
Grasshoppers: Hübel; Stroscio, Bettkober, Pllana, Rissi; Clemente (69. Morandi), Guibelalde, Abrashi (54. Goudmijn); Bengondo (54. Plange), Muci (54. Lee Young-Jun), Krasniqi.
Bemerkungen: 38. Rote Karte gegen Bürki (Tätlichkeit).
Verwarnungen: 56. Mambwa, 58. Goudmijn, 60. Zoukit, 60. Plange, 86. Steffen, 88. Guibelalde. (nih/sda)
