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4 Gründe, warum die Berner die National League anführen

Berns Gaetan Haas, links, im Kampf mit Biels Marco Maurer, rechts, im Eishockey Viertelfinal Cupspiel zwischen dem EHC Biel und dem SC Bern, am Dienstag, 21. November 2017, in der Tissot Arena in Biel ...
Duellieren sich der SC Bern und der EHC Biel bald in einem Playoff-Final?Bild: KEYSTONE
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4 Gründe, warum alle drei Berner Teams an der Spitze der National League stehen

Drei Berner Teams in der oberen Tabellenhälfte der höchsten Schweizer Eishockey-Liga werden in den nächsten Jahren die Regel und nicht eine Ausnahme sein. Ein Playoff-Final zwischen zwei Berner Teams darf bis 2025 erwartet werden.
15.10.2018, 13:1015.10.2018, 13:10

Biel Leader vor dem SC Bern (2. Rang) und Langnau (3. Rang; punktgleich mit dem ZSC und Zug). Die Berner sind zurück. Was Zeitgenossen als Kuriosum, gar als Sensation erscheinen mag, ist nichts anderes als eine Rückkehr zu den Ursprüngen, zu den geordneten Verhältnissen unseres Hockeys.

Die Tabelle:

Bild
bild: screenshot srf

Eine «Berner Meisterschaft» hatten wir vor 40 Jahren nämlich schon einmal. Viermal hintereinander haben die Berner in einer NLA mit bloss acht Teams die ersten drei Plätze der Meisterschaft belegt:

  • 1975/76: 1. Langnau, 2. Biel, 3. Bern
  • 1976/77: 1. Bern, 2. Langnau, 3. Biel
  • 1977/78: 1. Biel, 2. Langnau, 3. Bern
  • 1978/79: 1. Bern, 2. Biel, 3. Langnau

Das waren die Zeiten, als die Klubs mit Budgets von etwas mehr als einer Million fuhrwerkten. Mit der «Amerikanisierung» des Hockeys mit der Einführung der Playoffs (1985/86), Milliardären als Mäzenen und Budgets bis zu zehn Millionen versank Berns Hockey in eine jahrzehntelange Depression. In den 1990er-Jahren tauchte Langnau gar bis in die 1. Liga, Biel stieg in die NLB ab, der SCB erholte sich zwar von einer Relegation in die NLB und wurde wieder Meister (1989, 1991, 1992, 1997). Aber um ein Haar wäre der SCB der Pleite verfallen. Er musste 1998 mit einer Nachlassstundung gerettet werden.

Die Rückkehr aller drei Berner in die nationale Elite haben vier Faktoren ermöglicht:

Erneuerung der Infrastruktur

In Biel ist ein neues Stadion entstanden, in Bern und in Langnau sind die Arenen umfassend saniert und modernisiert worden. So ist es möglich, die Zuschauer zu «bewirtschaften» und notwendige Einnahmen zu erzielen. Langnau, Bern und Biel kommen ohne Milliardäre als Mäzene aus

Die Stadien der 12 NLA-Klubs: Kanton Bern = topmodern

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Die Stadien der 12 National-League-Klubs
Die PostFinance-Arena des SC Bern.
quelle: keystone / peter schneider
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Lokale Vernetzung

Mehrere Klubs aus einem Kanton hat es auch andernorts gegeben: Chur, Arosa und Davos zur gleichen Zeit in der NLA (1984/85) oder die Playoff-Finals Lugano gegen Ambri (1999) und ZSC Lions gegen Kloten (2014). Dem kurzen Wahn folgte eine lange Reue, weil das wirtschaftliche Fundament in einem zu kleinen Markt fehlte.

Im Kanton Bern ist die Basis hingegen breit genug. Die drei Klubs konkurrenzieren sich wirtschaftlich nicht. Sie sind in eigenständigen Wirtschaftsräumen verankert: der SCB in der Stadt Bern und im Mittelland, Langnau im Emmental, Oberaargau und Entlebuch, Biel im Seeland.

Die Tigers Spieler jubeln mit den Fans nach dem Eishockey National League A Spiel zwischen den SCL Tigers und dem SC Bern, am Samstag, 7. Januar 2017, in der Ilfishalle in Langnau. (KEYSTONE/Marcel Bi ...
Langnau und Biel haben einen Zuschauerschnitt von mehr als 5500.Bild: KEYSTONE

Gutes Management

In Bern, Biel und Langnau haben kluge, schlaue Manager und politisch gut vernetzte Präsidenten viel besser gearbeitet als die Konkurrenz, die Erneuerung der Stadien ermöglicht und die wirtschaftliche Basis gelegt.

Die breite Basis

Der Kanton Bern ist in den drei höchsten Ligen mit den meisten Klubs (7) vertreten: mit Biel, dem SCB und Langnau in der National League, mit Langenthal in der Swiss League und mit Huttwil, Wiki und Thun in der MySports League. Zürich bringt es «nur» auf sechs Teams: die ZSC Lions in der NLA, Kloten, die GCK Lions und Winterthur in der Swiss League sowie Bülach und Dübendorf in der MySports League.

Langenthals Spieler verabschieden sich von den Fans nach dem vierten Spiel der Ligaqualifikation, zwischen dem SC Langenthal und dem HC Ambri-Piotta, am Donnerstag, 13. April 2017, in der Eishalle Sch ...
Egal wo, Hockey gehört im Kanton Bern einfach dazu.Bild: KEYSTONE

Eine Dominanz der Berner wie in den 1970er-Jahren ist zwar nicht mehr möglich. Aber die wirtschaftliche und politische Vernetzung der drei Berner Hockeyfirmen in ihren Regionen ist so gut, dass eine Depression verbunden mit Abstiegen und «Fast-Pleiten» wie in den 1980er- und 1990er-Jahren ausgeschlossen werden kann. Drei Teams aus dem Bernbiet in der oberen Tabellenhälfte und Berner Derbys als Spitzenkämpfe werden in den nächsten zehn Jahren die Regel und nicht eine Ausnahme sein. Ein Playoff-Final zwischen zwei Berner Teams darf bis 2025 erwartet werden.

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Der 1000er-Klub des Schweizer Eishockeys

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