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Last Soul Ultra 2026: Mark Dowdle gewinnt das Rennen

Lastsoul ultra
Ayyoub «Ello» El Osrouti (links) und Mark Dowdle sind die letzten zwei Läufer im Rennen um den Titel des «Last Soul Ultra».Bild: watson/instagram

Über 630 km gelaufen – Mark Dowdle gewinnt den Last Soul Ultra nach 94 Stunden

Beim «Last Soul Ultra» steht nun ein Sieger fest: US-Amerikaner Mark Dowdle. Von den 150 ausgelosten Athletinnen und Athleten kämpften am Ende nur noch er und der Deutsche Ayyoub «Ello» El Osrouti um den Titel.
18.08.2026, 10:0718.08.2026, 13:52

Beim Last Soul Ultra handelt es sich um einen sogenannten Backyard Ultra: Alle Läuferinnen und Läufer müssen im Stundentakt eine exakt 6,7 km lange Runde absolvieren. Wer die Runde nicht rechtzeitig beendet oder gar nicht erst antritt, scheidet aus. Ein fixes Rennende gibt es nicht – gemäss offiziellem Reglement ist erst Schluss, wenn nur noch eine Person übrig bleibt. Diese muss anschliessend sogar noch eine letzte Solo-Runde allein bestreiten, um offiziell zum Sieger erklärt zu werden.

Zuschauer vor Ort sind aus Sicherheits- und Organisationsgründen nicht zugelassen, der Ort des Rennens wird deshalb geheim gehalten – verfolgen liess sich das Geschehen aber rund um die Uhr im Livestream auf YouTube sowie über die Instagram-Kanäle von Veranstalter Kim Gottwald.

Das Video der ersten Nacht.Video: YouTube/Kim Gottwald

Dowdle und El Osrouti waren die letzten beiden im Feld, nachdem zuletzt der Deutsche Norman Mascher-Aspensjö aufgeben musste – beide bewegen sich längst über der bisherigen Rekordmarke des Vorjahres von 66 Runden. Sie befanden sich in der Runde 94, als El Osrouti aufgab.

Für El Osrouti war es die Fortsetzung einer persönlichen Geschichte: Bei der Last-Soul-Ultra-Premiere 2025 war er ebenfalls bis zuletzt im Rennen, musste damals aber nach 66 Runden wegen einer Achillessehnenreizung aufgeben und überliess Kim Gottwald den Sieg. Genau diese Blessur bereitete ihm nun offenbar erneut Probleme – trotzdem lief er lange unbeirrt weiter.

Dowdle wiederum reiste mit der wohl stärksten Form ins Rennen: Erst im April 2026 gewann der Amerikaner den Go One More Ultra in Texas nach 73 Runden, ebenfalls in einem Zweikampf, der sich bis zur letzten Runde entschied.

Beide Athleten befanden sich inzwischen ohne nennenswerten Schlaf bereits beim fünften Tag – ein Terrain, das laut Veranstalter selbst für sie beide bislang unbekannt ist.

Diverse Rekorde aufgestellt

Die Ausgabe 2026 bescherte dem Last Soul Ultra diverse Rekorde. So haben sowohl Dowdle als auch El Osrouti mit 94 Runden die bisherige Bestmarke für die meisten Runden bei einem Backyard Ultra auf deutschem Boden geknackt. Die alt Bestmarke lag bei 90 Runden, aufgestellt bei den Backyard Masters in Rettert im Jahr 2022.

Bei den Frauen stellte Caroline Maria Bolte einen neuen deutschen Rekord auf. Mit 52 Runden knackte sie die bisherige Bestmarke von Marina Kollassa um genau eine Runde.

Ein Extremsport-Format im Hype

Dass ein solches Rennen über mehrere Tage hinweg Zehntausende vor die Bildschirme lockt, ist längst kein Einzelfall mehr. Zuletzt sorgte der 600-Kilometer-Lauf des Ultraläufers Arda Saatçi in Kalifornien für hunderttausende Zuschauer im Livestream. Auch beim Last Soul Ultra ist seit Rennbeginn ein ähnlicher Hype entstanden – bereits die Premiere 2025 verfolgten zeitweise über 40'000 Zuschauer im Livestream, beim diesjährigen Rennen sind zum aktuellen Zeitpunkt sogar schon über 80'000 Zuschauer im Livestream auf Youtube.

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Der Ultraläufer Arda Saatci in Kalifornien.Bild: red bull/cameron moon
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35 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Ravenhit
18.08.2026 10:20registriert März 2017
Der Sieger der Herzen steht für mich schon fest: Karl Hubert, der mit 68Jahren noch über 300km gelaufen ist. Wahnsinn!!!
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SomeoneElse
18.08.2026 14:09registriert Februar 2014
"(...)nach 73 Runden, ebenfalls in einem Zweikampf, der sich bis zur letzten Runde entschied."

Am Schluss ist es bei einem Backyard fast immer ein Zweikampf und wirklich immer wird das Rennen in der letzten Runde entschieden... ;-)
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mostindianer
18.08.2026 11:33registriert Oktober 2015
Da kam mir spontan der Roman „Todesmarsch“ von Stephen King in den Sinn. Absolute Leseempfehlung!
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