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Trauer um Spaniens Fussballer Quini, der einst drei Wochen lang eine Geisel war

epa06569359 (FILE) - Spanish former soccer player Enrique Castro 'Quini' greets supporters during a soccer match in Madrid, Spain, 23 April 2016 (issued 27 february 2018). Enrique Castro, wh ...
Quini vor zwei Jahren bei einer Ehrung.Bild: EPA/EFE

Barça trauert um Legende Quini, der einst drei Wochen lang eine Geisel war

Spaniens Fussball trauert um einen seiner besten Spieler der Geschichte. Stürmer Quini, ein Idol der 70er- und 80er-Jahre ist im Alter von 68 Jahren gestorben. Legendär ist auch, dass man ihn einst als Geisel gefangen hielt.
28.02.2018, 08:2428.02.2018, 09:04

Stürmer «Quini» war ein wahres Tor-Monster. Der kleingewachsene Enrique Castro Gonzalez erzielte in 447 Spielen 216 Tore und liess sich fünf Mal als Torschützenkönig feiern.

Einige der vielen Tore Quinis.Video: YouTube/Welcome To LaLiga TV

Die meiste Zeit der Karriere spielte er in Gijon; dazwischen war er ab 1980 für vier Saisons beim FC Barcelona unter Vertrag. 1982 gewann er mit den Katalanen den Cupsieger-Cup. Für die spanische Nationalmannschaft bestritt er 35 Länderspiele; die Weltmeisterschaften 1978 und 1982 sowie die EM 1980.

Zwei Treffer erzielt und anschliessend entführt

Im März 1981 wurde Quini nach einem Spiel in Barcelona – 6:0 gegen Hercules Alicante, zwei Tore von Quini – vor dem Camp Nou mit einer Pistole bedroht und entführt. Die Gangster waren drei spanische Handwerker, die mit dem geforderten Lösegeld von 100 Millionen Pesetas (damals rund 2,2 Millionen Franken) ihre Schulden bezahlen wollten. Nach 24 Tagen Geiselhaft konnten die Entführer verhaftet und Quini aus einem Haus in Saragossa befreit werden.

Auch Lionel Messi trauert um den Ex-Barça-Star: «Hasta siempre Quini».
Auch Lionel Messi trauert um den Ex-Barça-Star: «Hasta siempre Quini».

Unter Quinis Entführung litt besonders der Deutsche Bernd Schuster, sein bester Freund in der Mannschaft. In der Zeit, in der Quini nicht spielen konnte, verlor Barcelona fünf von sechs Partien. Nach seiner Befreiung gab Quini zu Protokoll, dass er gut behandelt worden sei. Seine Entführer hätten ihm gar einen Fernseher organisiert, damit er Spaniens Länderspiel im Wembley gegen England habe anschauen können. (ram/sda)

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quelle: epa / andreu dalmau
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Video: srf/SDA SRF
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