Sport
FC Basel

Es war tatsächlich ein Spitzenspiel: YB und Basel trennen sich 3:3

Victory Akpe (FCB), rechts, und Flavius Daniliuc (FCB) feiern den Treffer zum 3-3 im Fussball Meisterschaftsspiel der Swiss Super League zwischen BSC Young Boys, YB, und FC Basel 1893, FCB, vom Samsta ...
Kann es kaum glauben: Akpe Victory gelingt das 3:3 für Basel.Bild: keystone

Es war tatsächlich ein Spitzenspiel: YB und Basel sorgen für Spektakel

Die Young Boys und der FC Basel neutralisieren sich im Wankdorf. Beim spektakulären 3:3 verpassten die Berner eine mögliche frühe Entscheidungen.
29.08.2026, 19:2229.08.2026, 22:56

Eine halbe Stunde lang spielte YB den Gast an die Wand. Ein Angriff nach dem anderen rollte Richtung Tor von FCB-Goalie Mirko Salvi. Für den FCB hätte die Rechnung bald mal deutlich höher ausfallen können als 0:2. Nach den Toren von Joël Monteiro (7.) und Samuel Essende (14.) verpasste YB mehrmals den dritten Treffer. YB-Trainer Gerardo Seoane sprach nach dem Spiel Klartext: «Ich bin enttäuscht und verärgert.»

Der FC Basel kam wie aus dem Nichts zurück ins Spiel. Nach einem Eckball agierten die so locker aufspielenden Gastgeber zum ersten Mal fahrlässig, und Kazeem Olaigbe fand viel Raum vor, um sein Tempo auszuspielen und Richtung Berner Tor zu sprinten. Das 1:2 erzielte der Belgier trotz langem Sprint und einem kleinen Schubser in den Rücken souverän.

Shaqiris Einfluss als Joker

Der Anschlusstreffer fiel unmittelbar, bevor Xherdan Shaqiri früh als ordnende Hand im Basler Spiel eingewechselt wurde. Der Captain initiierte fünf Minuten nach dem 1:2 den nächsten Basler Angriff, der über Metinho zum Ausgleich von Asane Sow führte. Innerhalb von fünf Minuten hatte Basel die Young Boys gleich zweimal überrascht und den Spielverlauf auf den Kopf gestellt.

Die Berner brachen danach nicht ein, sie erzielten durch den agilen, trickreichen und immer gefährlichen Alvyn Sanches kurz vor der Pause das 3:2. Aber ihre defensiven Schwächen waren öfters zu sehen, als Trainer Gerardo Seoane recht sein konnte. Nach der Pause hatte der im Berner Strafraum vergessen gegangene Sow eine grosse Chance, noch bevor Akpe Victory mit seinem Weitschuss den dritten Basler Treffer erzielte.

Akpe Victory steht stellvertretend für den grossen Einsatz und die Moral des FCB. Der junge nigerianische Verteidiger traf mit seinem Flachschuss nicht nur zum 3:3, sondern er hielt den Punkt später mit einer starken Rettungsaktion auch fest. Akrobatisch verhinderte er eine Viertelstunde vor dem Schlusspfiff ein traumhaftes Tor von Alvyn Sanches. Dieser hatte sich durch den Basler Strafraum gedribbelt und mit einem Lob Salvi überlistet – aber nicht Akpe Victory.

«Schade, haben wir nicht gewonnen», meinte FCB-Star Shaqiri im SRF. «Aber wenn man gegen YB 0:2 hinten liegt und so zurück kommt wie wir, kann man zufrieden sein. Wir haben Mentalität gezeigt.»

Young Boys – Basel 3:3 (3:2)
29'220 Zuschauer. - SR Schärer.
Tore: 7. Monteiro 1:0. 14. Essende (Blum) 2:0. 32. Olaigbe (Akpe) 2:1. 37. Asane Sow (Metinho) 2:2. 45. Sanches (Monteiro) 3:2. 71. Akpe (Daniliuc) 3:3.
Young Boys: Keller; Blum, Lauper, Benito, Bukinac (67. Schmidt); Fassnacht (68. Virginius), Gigovic, Fernandes (79. Pech), Monteiro (79. Etoski); Sanches; Essende (79. Sène).
Basel: Salvi; Tsunemoto, Daniliuc, Akpe, Cissé; Metinho (75. Harder), Omeragic, Malachowski (33. Shaqiri); Asane Sow, Celar (87. Koloto), Olaigbe (75. Otele).
Bemerkungen: Verwarnungen: 39. Akpe, 44. Metinho, 45. Fassnacht, 76. Monteiro, 89. Blum.

Die Spiele am frühen Abend:

(ram/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Unwetter in der Schweiz am Freitag
1 / 50
Unwetter in der Schweiz am Freitag
quelle: user
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Streit zwischen Bergführer und Alpinist eskaliert
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
8 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
8
60'000 decken «Kugel-Werni» mit Pfiffen ein – er antwortet mit erstem Schweizer WM-Titel
29. August 1987: Werner Günthör stösst die Kugel in Rom mit Urgewalt auf 22,23 Meter und verteilt anschliessend als erster Schweizer Leichtathletik-Weltmeister Kusshändchen an das aufgebrachte Italo-Publikum.
Er esse alles gerne – «ausser Chinesisch», erklärt der 26-jährige Werner Günthör vor seinem Abflug an die Leichtathletik-WM 1987 in Rom. Wer dem Kugelstoss-Giganten einmal persönlich gegenüberstand, mag diesen Worten gerne Glauben schenken. Zwei Meter gross, 127 Kilogramm Körpergewicht, Schuhgrösse 46 – es sind alles nur Zahlen, die seine imposante Erscheinung nicht einmal ansatzweise erfassen können.
Zur Story