Gianni Infantino will Teile der Fussball-WM an Investoren verkaufen – natürlich ist auch Trump involviert.Bild: keystone
Presse von Infantino-Vorhaben entsetzt: «Das ist das Ende der FIFA»
Die FIFA und Gianni Infantino haben die Fussballwelt mit ihrem Plan zum Verkauf von WM-Anteilen an private Investoren in Aufruhr versetzt.
Das FIFA-Vorhaben zum Verkauf von Anteilen der WM an private Investoren hat Aufruhr in Teilen der Fussballwelt ausgelöst. Von einem «beschämenden Plan» und einem «schamlosen Verkauf» ist die Rede. Ein Überblick über die internationalen Pressestimmen.
Argentinien
«Clarin»
«Nur eine Woche nach dem WM-Finale wurde der internationale Fussball von einem Konflikt erschüttert, der für Schlagzeilen sorgen dürfte. Infantino drängt auf ein Projekt zur Privatisierung eines Teils des WM-Geschäfts, von dem Donald Trumps Schwiegersohn profitieren würde.»
«Olé»
«Die FIFA startet ein neues 20-Milliarden-Dollar-Projekt und gerät in Konflikt mit der UEFA.»
Deutschland
«Kicker»
«Die UEFA muss Infantino stoppen. Mit der Ankündigung, die Weltmeisterschaft für Investoren zu öffnen, hat FIFA-Präsident Gianni Infantino Pläne geschmiedet, die all das bisher dagewesene noch einmal in den Schatten stellen»
«Bild»
«Infantino stoppen oder raus aus der FIFA! Jetzt geht der FIFA-Präsident zu weit. Viel zu weit! Sein Plan, die WM über eine Firma stückchenweise zu verhökern, kann der Anfang vom Ende sein.»
England
«Guardian»
«Nimmt die FIFA den Volkssport und verkauft ihn? Nun ja, nur einen kleinen, ‹nicht kontrollierenden› Anteil. Aber wessen Spiel ist es überhaupt? Wie Infantino in seinem 15-seitigen Instagram-Post betonte, hat die FIFA ‹an vorderster Front organisiert, hart gearbeitet und die beste Show der Welt auf die Beine gestellt›. Vielleicht sollte man der FIFA mal eine Pause gönnen?»
«Independent»
«Der beschämende Plan der FIFA, die Weltmeisterschaft zu verkaufen, stellt die grösste existenzielle Bedrohung für den Fussball aller Zeiten dar – aber wird ihn irgendjemand stoppen?»
«The Sun»
«Welten des Schmerzes! Gianni Infantino plant schamlosen Verkauf der Weltmeisterschaft, während die Uefa wütend kritisiert.»
«The Times»
«WM zum Verkauf! Gianni Infantinos Geldgier steckt hinter dem Platz zur Privatisierung der WM.»
Frankreich
«Le Figaro»
«Gianni Infantinos neueste Laune. Nur gut eine Woche nach dem Ende der umstrittenen Weltmeisterschaft 2026 löst der FIFA-Präsident weiterhin Schlagzeilen aus.»
RMC Sport
«Ein revolutionäres Projekt, ein Schlüsselmoment in der Fussballgeschichte. Was wäre, wenn Gianni Infantino die FIFA in eine neue Ära führen würde? Infantinos verlockendes Versprechen an kleine Verbände zur Verteidigung seines umstrittenen Geschäftsvorhabens.»
Italien
«Gazzetta dello Sport»
«Im Fussball bricht das Chaos aus. Die FIFA bietet die WM zum Verkauf an: Anteile sollen an privat finanzierte Unternehmen gehen. Wird die WM künftig alle zwei Jahre stattfinden?»
Norwegen
«Dagbladet»
«Einer der grössten Machtkämpfe im internationalen Fussball seit Jahrzehnten steht kurz vor der Eskalation. Hintergrund ist ein tiefgreifender Konflikt mit FIFA-Präsident Gianni Infantino darüber, wie der Weltfussball regiert und finanziert werden soll.»
NRK
«Das ist das Ende der FIFA, wie wir sie kennen. Es ist Teil eines Grössenwahns, der angesichts der Einnahmen, die die Weltmeisterschaft in den USA generiert hat, verständlich ist, aber so kann es hier im Fussball nicht weitergehen.»
Spanien
AS
«In der Fussballwelt ist eine Bombe geplatzt. Offener Streit zwischen Ceferin und Infantino über die Idee. Die UEFA schaut nicht tatenlos zu und hat eine eindringliche Warnung an alle Beteiligten ausgesprochen.»
«Marca»
«Infantino plant, die Weltmeisterschaft an einen Fonds zu verkaufen, dessen CEO er sein möchte, und die UEFA wettert heftig gegen ihn. Kritiker befürchten, dies könnte eine Bombe für den Fussball platzen lassen.»
(abu/t-online.de)
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