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Fifa-Eklat: Infantino-Vertrauter Carlos Cordeiro kündigt Rücktritt an

Aus Protest: Infantinos Vertrauter Carlos Cordeiro wirft nach FIFA-Eklat hin

Gianni Infantino steht aufgrund seiner umstrittenen WM-Pläne in der Kritik. Auf eine Person an seiner Seite kann er sich zukünftig nicht mehr verlassen.
31.07.2026, 12:3031.07.2026, 12:30
Benjamin Zurmühl / t-online
Ein Artikel von
t-online

Rückschlag für Gianni Infantino: Der leitende Berater des Fifa-Präsidenten, Carlos Cordeiro, hat seinen Rücktritt angekündigt. In einer Stellungnahme verkündete Cordeiro am Freitag seine Entscheidung. Hintergrund ist der umstrittene Plan Infantinos, Anteile an der Fussball-WM an private Investoren zu verkaufen.

«Als leitender Berater des Fifa-Präsidenten, ehemaliger Bänker und lebenslanger Fussballfan kann ich nicht tatenlos zusehen, wie die Fifa den Verkauf einer Beteiligung an der Weltmeisterschaft in Erwägung zieht», schrieb Cordeiro.

President Donald Trump holds up a red card during a meeting with FIFA president Gianni Infantino, center, and United States Soccer Federation president Carlos Cordeiro, left, in the Oval Office of the ...
Carlos Cordeiro hier gemeinsam mit Gianni Infantino im Weissen Haus bei Donald Trump.Bild: AP/AP

Der langjährige Funktionär stellte klar, mit den aktuellen Plänen Infantinos nichts zu tun zu haben. «Ich lehne sie unmissverständlich ab», fügte er an. Für ihn sei es ein «schlechter Deal» für den Fussball, die Zukunft des Spiels und die Mitglieder der Fifa.

Nach Ansicht von Cordeiro habe der Fussball-Weltverband bereits «ausserordentliche finanzielle Mittel» zur Verfügung, betonte die 15 Milliarden US-Dollar, die die Fifa zwischen 2022 und 2026 eingenommen habe. Dass Infantino dennoch diesen Schritt gegangen sei, könne Cordeiro nicht nachvollziehen. Eine Reaktion des Fifa-Präsidenten auf den Rücktritt seines Beraters gibt es noch nicht.

Worum geht es?

Die Fifa will eine Tochtergesellschaft namens «Fifa Forward Enterprise» (FFE) gründen, die alle kommerziellen Aktivitäten und Turnierorganisationen bündeln soll. Private Investoren sollen sich dann an der FFE beteiligen dürfen. Rund 20 Prozent der Anteile sollten verkauft werden, was im ersten Jahr rund 4,2 Milliarden US-Dollar (3,7 Milliarden Euro) einbringen soll. Und Infantino könnte nach seinem Ausscheiden als Fifa-Chef den FFE-Vorsitz übernehmen.

Das allein hätte in Teilen der Fussball-Öffentlichkeit wohl schon genug Ärger mit sich gebracht. Weil aber ebenjene Investoren von Thrive Capital angeführt werden, an deren Spitze der Bruder von Donald Trumps Schwiegersohn steht, war der Gegenwind noch einmal stärker. Schliesslich waren die engen Verbindungen zwischen Infantino und Trump vielen Beobachtern schon seit Jahren ein Dorn im Auge. Das gipfelte zunächst in der zurückgenommenen Roten Karte für den US-Stürmer Folarin Balogun nach einem Anruf Trumps bei Infantino während der WM.

Die Uefa kündigte am gestrigen Donnerstag an, künftige Weltmeisterschaften boykottieren zu wollen, sollte der Fifa-Präsident an seinem Plan festhalten. Der asiatische Fussballdachverband AFC und der für Nord- und Mittelamerika und die Karibik zuständige Concacaf solidarisierten sich daraufhin mit der Uefa-Kritik an Infantinos Idee.

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32 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Andi7
31.07.2026 12:43registriert November 2019
Der Fisch stinkt vom Kopf. Er müsste gehen. Es ist so wie bei Trump, Putin, Netanjahu und vielen alten Männern, die einfach nicht loslassen können.
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Eckhardt
31.07.2026 13:12registriert Juni 2024
Es bestätigt einmal mehr, dass Infantino mit Aussenstehenden eine Art Putsch versucht hat, nicht im Interesse der Fifa, aber gut für ihn.
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spalen
31.07.2026 12:59registriert November 2025
da hat sich der gianni offensichtlich verzockt. war vielleicht doch bisschen zu sehr von sich und seiner macht überzeugt
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