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FIFA-Präsidentschaft: PSG-Boss Al-Khelaifi soll Infantino herausfordern

epa12740488 International Association Football Federation (FIFA) President Gianni Infantino (L) and French football club Paris Saint-Germain's Qatari president Nasser al-Khelaifi speak as they wa ...
Die UEFA möchte offenbar Nasser Al-Khelaifi (rechts) gegen Gianni Infantino ins Rennen schicken.Bild: keystone

PSG-Boss soll Infantino als FIFA-Präsidenten herausfordern

30.07.2026, 13:4730.07.2026, 14:26

In Europa regt sich immer mehr Widerstand gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino und dessen Machenschaften. Am Mittwoch hat der europäische Fussballverband UEFA eine notfallmässige Sitzung einberufen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Offenbar wollen Europas Vertreter für die FIFA-Präsidentenwahl am 18. März 2027 im marokkanischen Rabat einen Gegenkandidaten aufstellen, um eine weitere Amtszeit Infantinos zu verhindern. Wie mehrere Medien berichten, soll PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi der aussichtsreichste Kandidat hierfür sein. Neben seinem Amt als PSG-Präsident ist der Katarer auch Präsident der Vereinigung der europäischen Fussballklubs sowie Vorsitzender der BeIn-Mediengruppe aus Katar. Mit seinem Einfluss sowohl in Europa als auch in Asien würde er sicher über das benötigte Netzwerk verfügen.

Hat er kein Interesse?

Allerdings hat die Sache einen Haken. Derzeit scheint Al-Khelaifi nicht am Amt des FIFA-Präsidenten interessiert zu sein. «Nasser hat keine Ambitionen und kein Interesse an der FIFA-Rolle. Er wird sich weiterhin darauf konzentrieren, die Institutionen des europäischen und des Weltfussballs diskret zu unterstützen», hiess es von einem Sprecher des Katarers am Mittwochabend. Vielleicht ist das aber auch nur ein Ablenkungsmanöver, bis eine allfällige Kandidatur offiziell aufgegleist ist.

Klar ist, dass Fussball-Europa nach einer Lösung sucht. Der von Infantino angestossene Teilverkauf der FIFA-Weltmeisterschaften hat eingeschlagen wie eine Bombe. Gemäss dem vorgeschlagenen Deal sollen private Geldgeber rund 20 Prozent der Anteile an einem neu zu gründenden Tochterunternehmen namens FFE (FIFA Forward Enterprise) erwerben können, dessen Wert zunächst auf insgesamt 20 Milliarden Dollar festgelegt ist.

Im FFE würden die kommerziellen Rechte an den FIFA-Wettbewerben wie der Männer- und Frauen-WM sowie der Klub-WM gebündelt. Mit diesem Schachzug könnte Infantino zudem nach einer weiteren Periode als Präsident zum Geschäftsführer des neuen Unternehmens werden und so nach 15 Jahren Amtszeit weiter mächtig im FIFA-Kosmos wirken.

Bis es so weit ist, möchte Infantino aber noch einmal vier weitere Jahre (von 2027 bis 2031) als FIFA-Präsident amten. Stand jetzt gibt es keinen ernsthaften Gegenkandidaten, der dem Walliser die Wahl streitig machen würde. (abu/sda)

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