«Wir haben nichts zu verlieren»: FCSG freut sich auf Highlight-Spiel bei Benfica
St.Gallen surft bereits wieder auf einer Euphoriewelle. Zweimal 2:1 gewann der letztjährige Cupsieger und Meisterschaftszweite seine ersten beiden Spiele der Saison. Nach der Pflicht am Sonntag gegen den FC Zürich folgt am Donnerstagabend (21 Uhr) im Estadio da Luz von Lissabon eine Kür. Ein Spiel, in dem die Ostschweizer nichts zu verlieren haben.
Der St.Galler Captain Lukas Görtler sieht dies genauso. «Ich freue mich riesig auf dieses Spiel, vor vielleicht 60'000 Zuschauern», meinte er nach dem 2:1 gegen den FCZ beim TV-Sender Blue und strahlte über das ganze Gesicht. «Das ist für jeden von uns ein Highlight. Und ja, wir haben definitiv nichts zu verlieren.» Aber einiges zu gewinnen.
Zwei weitere Runden überstehen
Im Hinspiel gelang dem Super-Ligisten gegen Benfica mit dem 2:1 schon einmal ein Coup, nun muss der portugiesische Rekordmeister zuhause reagieren. Nicht ganz einfach, da er noch gar keinen Spielrhythmus hat, weil die Meisterschaft noch nicht begonnen hat.
Im Fall eines Weiterkommens würde St.Gallen in der dritten – und zweitletzten – Qualifikationsrunde auf den schottischen Meisterschaftszweiten Heart of Midlothian treffen. Bei einer Niederlage würde es in der 3. Runde der Conference-League-Qualifikation mit grösster Wahrscheinlichkeit gegen Sheriff Tiraspol, den Zweiten Moldawiens, weitergehen. Zwei Runden muss der FCSG überstehen, um in einer der Gruppenphasen dabei zu sein.
Auf Rückstände reagieren können
Das ist ihnen zuzutrauen. Denn trotz der kurzzeitigen Wirren und Wechsel im Aktionariat im letzten Frühjahr zeigt sich die Mannschaft sehr gefestigt. Der Abgang von Stürmerjuwel Alessandro Vogt zu Hoffenheim scheint mit Andrin Hunziker adäquat kompensiert. In den ersten beiden Spielen der neuen Saison zeichneten sich die St.Galler durch die Fähigkeit aus, auf Rückschläge reagieren zu können. Gegen Benfica auf das 1:1, gegen den FCZ auf den 0:1-Rückstand. Drei Einwechselspieler sorgten für die Wende, ein Zeichen für eine gewisse Breite im Kader.
Auch die DNA der Mannschaft konnte konserviert werden. «In St.Gallen braucht es Feuer, Energie und Leidenschaft», betont Captain Görtler. Die dürften die Ostschweizer auch in einem stimmungsvollen Stadion in Lissabon auf den Rasen bringen. (nih/sda)
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