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Serie A: Lazio-Fans boykottieren Saisonkarten wegen Besitzer Lotito

Manifestazione dei tifosi della Lazio contro la gestione Lotito Giovedà 2 Luglio 2026 Roma Italia foto di Cecilia Fabiano/ LaPresse Demonstration of Lazio Supporters against the Lotito administration  ...
Lazio-Fans protestieren gegen Besitzer Claudio Lotito.Bild: IMAGO/LaPresse

Lazio-Fans zeigen, wie ein Boykott im Fussball tatsächlich funktionieren kann

30.07.2026, 10:5330.07.2026, 10:53

Wenn Lazio Rom am 16. August in der ersten Runde des italienischen Cups sein erstes Pflichtspiel der Saison bestreitet, droht dem Team, das vor leerer Kulisse zu tun. Denn die Laziali, die Fans des Traditionsklubs aus der Hauptstadt, ziehen momentan eine grosse Protestaktion gegen Besitzer Claudio Lotito durch.

Bereits Anfang Juni hatten die organisierten Fangruppen von Lazio dazu aufgerufen, die Saisonkarten für die Saison 2026/27 nicht zu erneuern. Und dem Aufruf folgte offenbar die grosse Mehrheit der Fans. Wie italienische Medien berichten, sollen bislang nur etwas mehr als 2000 Saisonkartenbesitzer ihr Abo erneuert haben. Da Lazio in der letzten Saison über 30'000 Saisonkarteninhaber vorweisen konnte, entspricht das einem Einbruch von über 90 Prozent. Vor einem Jahr hatten zum gleichen Zeitpunkt über 29'000 Lazio-Fans ihr Dauerabo bereits erneuert.

Es ist ein deutliches Zeichen des Protests gegenüber Besitzer Claudio Lotito. Der 69-jährige Politiker übernahm den Klub im Jahr 2004 und rettete ihn damals vor dem Konkurs. Unter ihm gewann Lazio drei Mal den Cup, war aber auch immer wieder in Kontroversen verwickelt. 2006 wurde Lotito im Rahmen des Calciopoli-Wettskandals für mehrere Monate gesperrt.

Der aktuelle Protest hat aber mehr mit der aktuellen Lage des Klubs zu tun. Angefangen haben die Aktionen schon letzte Saison, als die Fans begannen, die Lazio-Heimspiele zu boykottieren. Die Fans kritisieren die Transferstrategie von Lotito, die immer wieder dazu führt, dass Lazio seine besten Spieler verkauft. Der Vorwurf ist, dass der Präsident schlechtere Resultate einfach in Kauf nehme. Zudem befürchten die Anhänger, dass Lotito die Jugendakademie wie auch die Stadioninfrastruktur des Klubs verlottern lasse. Zuletzt hagelte es zudem Kritik, weil der Präsident eine Sponsoring-Partnerschagt mit Polymarket eingegangen ist, das in Italien wenig später verboten wurde.

Mit dem Boykott erhoffen sich die Fans, Lotito dazu zwingen zu können, den Klub zu verkaufen. (abu)

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23 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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waslabaschdu
30.07.2026 12:12registriert Juni 2020
"Lazio-Fans zeigen, wie ein Boykott im Fussball tatsächlich funktionieren kann"
Finde ich ein eher unpassender Titel.. In der Schweiz (im kleineren Stile) haben die Fans regelmässig erfolg mit den Protesten/Boykotts
Stichwort..
- personalisierte Tickets in Sion (2 Spiele gehalten)
- Putschversuch an Hüppi (Protestbewegung inkl. Sponsoren)
- Besitzerwechsel GC (Transparent der Fans)
- Versuch FCB Verkauf ins Ausland unter Burgener (Protestbewegung)
- ...
Und das waren jetzt nur die aktuellen Fälle..

Also ja, die Schweiz weiss auch wie Boykottbewegungen organisiert werden..
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Nick Tamer
30.07.2026 12:16registriert März 2018
Die Lazio Fanszene ist sehr autoritär geführt. Das nimmt teilweise fast mafiöse Züge an. Das hilft natürlich bei der Koordination eines Protestes, wenn auch die eher unbeteiligten mitmachen, weil sie sich eingeschüchtert fühlen.
Dieses Phänomen jetzt als Beispiel zu nehmen, wie wir die Mächtigen im Fussball bekämpfen können, finde ich etwas schwierig. Erstens weil es Faschos sind und Faschomethoden benutzen, zweitens weil diese Szene nicht wirklich vergleichbar ist mit anderen.
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Ghost Dog
30.07.2026 11:45registriert Februar 2026
Nazis wollen bei den Transfers eines Clubs mitreden .. Genau mein Humor. Reicht wohl nicht mehr, dass die Ultras bis in die Kabine dürfen.
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