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Fall Balogun: So fragwürdig hat die FIFA auf Belgiens Bedenken reagiert

Folarin Balogun a inscrit trois buts dans cette Coupe du monde.
Sein Platzverweis hat eine Kontroverse ausgelöst: Folarin Balogun.Bild: keystone

So fragwürdig hat die FIFA offenbar auf Belgiens Bedenken reagiert

Der belgische Fussballverband hat seine Sicht der Dinge dargelegt, wie die letzten Stunden verlaufen sind. Die FIFA steht im «Fall Balogun» weiterhin in keinem guten Licht da.
06.07.2026, 15:2006.07.2026, 16:51

Der «Fall Balogun» zieht weiter seine Kreise. Stand jetzt darf der Stürmer im WM-Achtelfinal der USA gegen Belgien (Dienstag, 2 Uhr Schweizer Zeit) mitspielen. Die FIFA hatte ihn nach einem Platzverweis begnadigt, mutmasslich nach einer entsprechenden Bitte von US-Präsident Donald Trump.

Der belgische Fussballverband (RBFA) hatte sein Erstaunen über dieses Vorgehen geäussert, das rund um den Globus zu grosser Kritik am Weltverband geführt hat.

FILE - President Donald Trump speaks as FIFA President Gianni Infantino listens in the Oval Office of the White House, Friday, Aug. 22, 2025, in Washington. (AP Photo/Jacquelyn Martin, File)
Donald Tr ...
Was haben Trump und Infantino besprochen?Bild: keystone

Belgien wollte Auskunft, FIFA leitete Verfahren ein

Nun haben die Belgier ein Update veröffentlicht – und das hat es in sich. Demnach hatte die RBFA von der FIFA schriftlich eine Erläuterung des Verfahrens angefordert und zugleich ihren Standpunkt dargelegt. Die Antwort? «Als einzige Reaktion sandte die FIFA ein Schreiben an die RBFA, in dem sie erklärte, dass sie diese Korrespondenz als Berufung betrachte, dass ein Richter ernannt worden sei und dass der RBFA nur wenige Stunden Zeit habe, diese Berufung einzureichen.»

Weiter schreiben die Belgier, die FIFA habe auch die obligatorische Spielkoordinationssitzung anders als üblich gestaltet. Der Abschnitt über die automatische Sperre von Spielern sei bewusst aus der Präsentation gestrichen worden. Dabei sei dieses Thema bei jeder dieser Sitzungen vor den vier bisherigen WM-Spielen behandelt worden. «Die RBFA hat die FIFA sowohl mündlich als auch schriftlich nach den Gründen für diese Änderung gefragt, erhielt jedoch erneut keine Antwort.»

«Zutiefst besorgt»

Nach wie vor habe der belgische Verband keine Entscheidung und keine Erklärung der FIFA zu dieser Angelegenheit erhalten. Man habe daher keine andere Wahl, als die Spielberechtigung Bolaguns anzufechten.

Die RBFA zeigte sich unabhängig vom Ausgang des WM-Achtelfinals «zutiefst besorgt» über die Ereignisse. Der Verband verspricht, er werde sich auch weiterhin für die grundlegenden Prinzipien der Ethik, des fairen Wettbewerbs und der Interessen des Fussballs insgesamt einsetzen. (ram)

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Die beliebtesten Kommentare
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horst
06.07.2026 15:47registriert Dezember 2015
Belgien soll die Amis einfach rauskicken!!!

Wahrscheinlich werden die Zölle dann auf 1000% angehoben, oder Trump lässt das Spiel wiederholen.
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hans gwüsst
06.07.2026 15:33registriert Januar 2016
"Der Verband verspricht, er werde sich auch weiterhin für die grundlegenden Prinzipien der Ethik, des fairen Wettbewerbs und der Interessen des Fussballs insgesamt einsetzen."

Das effektivste wäre wohl das schmerzhafteste: Boykott und die anderen Teams (wahrscheinlich hoffnungslos) zu bitten, dem Boykott beizutreten. Sollen die zwei doch ihre WM haben, wenn sie wollen, aber man muss sich ja nicht alles gefallen lassen. Es gibt auch noch ein Leben ohne die WM.
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c_meier
06.07.2026 15:38registriert März 2015
wieso muss ich da gerade an "Asterix bei den Olympischen Spielen" denken.....
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Diese Frage drängt sich für Ex-FIFA-Präsident Blatter jetzt auf
Die Fussballwelt ist entsetzt über den jüngsten Entscheid der FIFA. Sie begnadigt den US-Stürmer Folarin Balogun und es wirkt, als ob der Weltverband dies auf Geheiss von Donald Trump so entschieden hat. Zu viel auch für Sepp Blatter, den langjährigen Präsidenten der FIFA.
Folarin Balogun ist der wichtigste Stürmer der USA an dieser WM, er hat schon drei Tore erzielt. Auch im Sechzehntelfinal gegen Bosnien-Herzegowina trifft er – doch später fliegt er vom Platz. Der Schiedsrichter fällt den Entscheid nach Rücksprache mit dem VAR. Der Entscheid wird als hart taxiert, aber getreu den Regeln kann für Fouls wie jenes von Balogun die Rote Karte gezeigt werden.
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