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Die Chronologie im Fall Balogun an der WM 2026 – Trump und FIFA im Fokus

Rot? KI-Balogun hat ein Ass im Ärmel
Dieses Bild aus einem KI-generierten Video bringt den Balogun-Fall sarkastisch auf den Punkt.Bild: x

Chronologie im Fall Balogun: Wie das Weisse Haus den US-Spieler zurück aufs Feld holte

Ein Platzverweis, vier Tage Diplomatie und ein Anruf des US-Präsidenten: Das Newsportal «Politico» enthüllt, wie das Weisse Haus darum kämpfte, dass Folarin Balogun gegen Belgien spielen darf.
06.07.2026, 12:5006.07.2026, 12:50

Die Aufhebung der Roten Karte gegen US-Stürmer Folarin Balogun sorgt für riesigen Wirbel – vor allem wegen der Rolle, die das Weisse Haus dabei gespielt haben soll. Wie die «Politico»-Reporterin Sophia Cai in einer ausführlichen Rekonstruktion schildert, begann die Kampagne für Balogun nur wenige Minuten nach dessen Platzverweis im WM-Sechzehntelfinal gegen Bosnien-Herzegowina.

Noch am selben Abend habe Andrew Giuliani – Chef der Weissen-Haus-Taskforce für die WM – Präsident Donald Trump über die Sperre informiert. Danach folgten laut Cai vier Tage juristischer und diplomatischer Manöver – vom Oval Office bis zur FIFA-Zentrale in Zürich.

Trump habe am Donnerstag persönlich bei FIFA-Präsident Gianni Infantino angerufen und die Regeln zu Roten Karten hinterfragt. Infantino habe zugehört, aber nichts versprochen. Parallel reichte der US-Verband offiziell Rekurs ein, während das Weisse Haus sogar eigene Anwälte für die juristische Prüfung anbot.

Im Fokus stand dabei die Vergangenheit des brasilianischen Schiedsrichters Raphael Claus, dessen frühere Kontroversen unter Regierungsvertretern kursierten. Gemeinsam mit dem Hedgefonds-Manager Scott Goodwin, der zuvor mitgeholfen hatte, das Gehalt von US-Nationaltrainer Mauricio Pochettino zu finanzieren, nahm Giuliani die Vergangenheit des brasilianischen Schiedsrichters ins Visier. Emilio Garcia, Leiter der Rechtsabteilung, und weitere Funktionäre prüften, ob die Umstände von Baloguns Foul die eng gefassten Kriterien erfüllten, die eine Neubeurteilung der Disziplinarentscheidung überhaupt zulassen.

Am Ende hob die FIFA die Sperre auf: Balogun darf im WM-Achtelfinal gegen Belgien auflaufen, wobei ein Rekurs Belgiens noch hängig ist. Der Weltverband betont, die Entscheidung sei von einem unabhängigen Disziplinarkomitee getroffen worden. Ob darüber abgestimmt wurde, liess die FIFA allerdings offen – und einen Bericht zur Begründung veröffentlichte sie bisher auch noch nicht.

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