Infantino soll Mexiko den Wechsel zum südamerikanischen Verband ermöglichen
Als einziges Land aus dem Kontinentalverband CONCACAF hat sich Mexiko hinter den umstrittenen FIFA-Präsidenten Gianni Infantino gestellt. Während die Luft für den 56-Jährigen immer dünner wird und sich am Montag neben der CONCACAF auch der europäische Dachverband UEFA und der asiatische Verband AFC in einem öffentlichen Brief für den Rücktritt von Infantino aussprachen, könnte Mexiko nun sogar den Kontinentalverband wechseln.
Wie der mexikanische Journalist Martín del Palacio auf der Social-Media-Plattform «X» schreibt, ist die Beziehung zwischen dem mexikanischen Verband FMF und dem CONCACAF zerbrochen. Die beiden Parteien würden nicht mehr miteinander sprechen.
Sollte Infantino im Amt bleiben, habe dieser dem FMF versprochen, dass die Mexikaner den CONCACAF verlassen dürfen und zum südamerikanischen Verband CONMEBOL wechseln könnten. Zwar wolle sich der für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zuständige Verband dagegen wehren, aber Infantino habe versichert, dass er einen Weg finden könnte. Zusätzlich hofft Mexiko, dass es 2029 die Klub-Weltmeisterschaft austragen darf. Bisher gibt es für dieses Turnier noch keinen Austragungsort, aber auch Marokko, Co-Gastgeber der WM 2030, hofft auf eine Zusage.
Dass eine Nation den Kontinentalverband wechselt, wäre keine Neuheit. Australien wechselte 2006 vom ozeanischen zum asiatischen Verband. (riz)
