Blatter ruft zum Widerstand gegen Infantino auf: «WM hat ihre Glaubwürdigkeit verloren»
Ex-FIFA-Präsident Joseph Blatter hat in einem Tweet zum Widerstand gegen Präsident Gianni Infantino aufgerufen. Zwar sei die WM – mit dem richtigen Gewinner – vorbei, «doch auf dem Weg zum Schlusspfiff hat das Turnier seine Glaubwürdigkeit verloren».
The longest World Cup has come to an end - with the right champions. But on the way to the final whistle, the tournament had lost its credibility. Politics must not be allowed to overshadow the game. Now it is up to the fans, players and national associations to reclaim football…
— Joseph S Blatter (@SeppBlatter) July 21, 2026
Die Politik dürfe den Sport nicht überschatten, so Blatter weiter: «Jetzt liegt es an den Fans, den Spielern und den nationalen Verbänden, den Fussball zurückzuerobern und ihn unter neuer Führung zu seinen Wurzeln zurückzuführen.»
Worauf genau Blatter anspielt, ist aus dem Tweet nicht herauszulesen. Er könnte damit die ganze Aufregung um US-Star Folarin Balogun gemeint haben, dessen Rote Karte für das Spiel gegen Belgien von der FIFA aufgehoben wurde.
Blatter könnte aber auch die Szene bei der Pokalfeier gemeint haben, bei der sich Trump, wie schon bei der Klub-WM 2025, in den Vordergrund gedrängt hatte.
Dass Blatter und Infantino das Heu nicht auf der gleichen Bühne haben, ist bekannt. Der Ex-FIFA-Präsident attackierte Infantino wegen dessen Führungsstils in den letzten Jahren immer wieder. (ome)
