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epa06945804 Video Assistant Referees (VAR) work at the Replay Center at the KNVB (Royal Dutch Soccer Association) in Zeist, The Netherlands, 12 August, 2018.  EPA/BAS CZERWINSKI

Bald sitzen in Volketswil die Schiedsrichter vor den Bildschirmen und sollen für Gerechtigkeit sorgen. Bild: EPA/ANP

Der VAR soll als «Airbag» der Super League dienen, doch die Sache hat einen grossen Haken

Im Sommer soll der Videoschiedsrichter kommen. Was man erwarten darf und was die grössten Hürden sind.

sébastian lavoyer



Technik im Fussball? Das kam für Liga-Präsident Heinrich Schifferle nicht infrage. Er gehörte zur Gruppe der Fussballromantiker. Doch der Fortschritt eroberte Sportart um Sportart und irgendwann besannen sich auch die Gralshüter des Fussballs (International Football Association Board, kurz: IFAB): 2012 wurde die Torlinientechnologie erlaubt, 2016 kam in Holland erstmals ein Videoschiedsrichter (Video Assistant Referee, kurz: VAR) zum Zug, 2017 in der Bundesliga, 2018 an der WM, seit Winter in der Champions League und ab Sommer auch in der Schweiz. So der Plan.

Heinrich Schifferle, Praesident der Swiss Football League, spricht waehrend einer Medienkonferenz ueber die Teilprofessionalisierung der Schweizer Spitzenschiedsrichter, am Dienstag, 12. Dezember 2017 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Liga-Präsident Heinrich Schifferle ist ein Fussball-Romantiker. Bild: KEYSTONE

«Das ist eine grosse Kiste», sagt Schifferle. Die Entwicklung in den Ländern ringsum und die Erfahrungen aus den grossen Wettbewerben haben seine Zweifel zerstreut. Er weibelt jetzt für den VAR – trotz hoher Kosten (siehe weiter unten). Da ging es ihm wie den meisten Klubs der Super League. Letzten November haben sie einstimmig für die Einführung des VAR gestimmt. Nur Luzern enthielt sich, man hielt die Einführung für verfrüht. Schon vor der Abstimmung begannen Gesamtprojektleiter Reto Häuselmann und Hellmut Krug als Verantwortlicher für die Schiedsrichter-Ausbildung zu weibeln. Das verlangte der ambitionierte Zeitplan, an dem man noch immer festhält: Ab Sommer soll die Schweiz VAR-Land sein. Stolperer sind keine erlaubt.

1,5 Millionen Franken ...

... kostet die Einführung des Videoschiedsrichters in der Schweiz. Dazu kommen jährlich weitere 1,5 Millionen Franken für den Betrieb. Die Kosten für die Einführung berappt der Verband, die Kosten der Betreibung die Liga und damit die Klubs.

Nur sechs Kameras – reicht das?

Daniel Wermelinger wird euphorisch, wenn er von den neuen Möglichkeiten spricht. Der Schiedsrichter-Boss zitiert berühmte Szenen der Fussballgeschichte – Maradonas göttliche Hand unter anderem –, um auf den offensichtlichsten Vorteil zu verweisen: Fehler, die am Fernseher selbst Fussball-Analphabeten erkennen, können korrigiert werden.

Cyril Zimmermann, neuer Elite Referee Manager, links, und Daniel Wermelinger, neuer Leiter des Ressorts Spitzenschiedsrichter, rechts, waehrend einer Medienkonferenz ueber die Teilprofessionalisierung der Schweizer Spitzenschiedsrichter, am Dienstag, 12. Dezember 2017 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Schiri-Boss Daniel Wermelinger schwärmt vom VAR. Bild: KEYSTONE

Genau darum geht es: Nur bei Tor- und Penaltyentscheiden, die offensichtlich falsch sind, ungerechtfertigten oder verpassten Platzverweisen und Verwechslungen von Spielern soll der VAR zum Einsatz kommen. Wermelinger sagt:

«Das ist wie ein Airbag für den Schiedsrichter. Der öffnet sich ja auch nicht, wenn man rückwärts mit 10 km/h in eine Mauer putscht, dafür bei einem Unfall auf der Autobahn mit 120.»

So minimal die Eingriffe dereinst ausfallen sollen, so maximal ist der Aufwand, den man für die VAR-Einführung betreibt. Trockenübungen bei Super-League-Spielen im Dezember und Februar, gestellte Szenen im Multipack im Schiedsrichter-Camp auf Gran Canaria im Januar, Simulationen mit einem Schiedsrichter auf der Medientribüne im März und aktuell Testturniere im Stade de Suisse (vergangene Woche) und bald in Thun mit Dutzenden Kurzspielen (zweimal 20 Minuten) und kompletter TV-Produktion (6 Kameras wie bei Teleclub-Übertragungen). Es folgen noch Tests bei 90-minütigen Partien. Jeder Schiedsrichter muss das von der IFAB vorgegebene Programm abspulen, sonst kriegt er die VAR-Lizenz nicht.

80 Spiele ...

... haben Liga und Verband eigens zu Ausbildungszwecken für die Schiedsrichter organisiert. Jeder der 28 ausgebildeten Schiedsrichter macht die zwölftägige Ausbildung zusätzlich zu seinem normalen Pensum. Das alles ist vom IFAB minutiös vorgeschrieben.

Nicht nur die Ausbildung der Schiedsrichter ist kostspielig, sondern auch das technische Aufrüsten für den VAR. Vor kurzem hat die Liga in Volketswil einen Raum gefunden, in dem die Glasfaserkabel zusammenlaufen werden. Aber selbst wenn die Technik funktionieren sollte, selbst wenn da alles klappt, dann gibt es da immer noch den Zuschauer im Stadion. Wie macht man ihm die VAR-Entscheide verständlich? Genau das will man nämlich, auch die Zuschauer und die Medien vor Ort abholen. Um die Widerstände gar nicht aufkommen zu lassen, die es in der Bundesliga anfänglich gab.

epa06699077 The stadium screen shows video assistant referee (VAR) symbol during the German Bundesliga soccer match between FC Schalke 04 and Borussia Moenchengladbach in Gelsenkirchen, Germany, 28 April 2018.  EPA/FRIEDEMANN VOGEL EMBARGO CONDITIONS - ATTENTION: Due to the accreditation guidelines, the DFL only permits the publication and utilisation of up to 15 pictures per match on the internet and in online media during the match.

In der Bundesliga gibt es den VAR seit 2018. Bild: EPA/EPA

Dabei werden die Schweizer Videoschiedsrichter einige Hürden zu meistern haben. Zum Beispiel stehen ihnen nur sechs (bei Teleclub-Produktionen) bis neun Kameras (bei SRG-Produktionen) zur Verfügung – in der Bundesliga sind es 19 bis 21. Die Schweizer haben also weniger Perspektiven, womit auch die Chance grösser ist, dass man eine Szene nicht klären kann. Zudem wird es in der Schweiz keine virtuelle Abseitslinie geben. Und auch auf die Torlinientechnologie verzichtet man vorerst. Um Wermelingers Bild zu bemühen: Es ist ein Airbag für den Fahrer, aber der Beifahrer (der VAR) muss vorerst mit einem besseren Sicherheitsgurt auskommen. Liga-Präsident Schifferle: «Es wäre einfach zu teuer gekommen.» Schon jetzt fallen pro Klub und Jahr Kosten von 150'000 Franken an.

26 Sekunden ...

eines 90-minütigen Spieles sind an der WM 2018 in Russland durchschnittlich durch den VAR in Anspruch genommen worden. Zum Vergleich: Fouls kosteten 8:22 Minuten der effektiven Spielzeit oder Wechsel 3:23 Minuten. Im Ligabetrieb ist damit zu rechnen, dass der VAR leicht mehr Zeit beansprucht.

Für die Liga sind die Kosten für das Schiedsrichterwesen von 2,5 auf 4 Millionen Franken angestiegen. Die Bundesligaklubs zahlen für das volle Paket (also virtuelle Offsidelinie und Goaltechnologie) rund 250'000 Euro. Für einen Klub wie den FC Basel wäre das machbar, für einen wie Thun kaum. In zwei Jahren tritt ein neuer TV-Vertrag in Kraft. Gut möglich, dass die Liga mehr Kameras fordert. Schon jetzt versucht sie, den VAR zu Geld zu machen. Wie genau Teleclub und SRF den Mehrwert durch den VAR an Werbekunden weitergeben sollen, ist unklar. Was man nicht will dagegen, dass es jemals heisst: «Dieser Penalty wird ihnen präsentiert von ...» Aber der Kommerz wird so wenig zu stoppen sein wie der technologische Fortschritt.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hurlibueb 30.03.2019 10:06
    Highlight Highlight Interessant: Die Kosten für den VAR sollen gleichmässig auf alle 10 Vereine aufgeteilt werden. Wie sieht es denn mit der Verteilung der TV-Gelder aus? Diese werden doch je nach Platzierung verteilt. Die Kosten für VAR sollte man also auch an die Platzierung koppeln oder, was ich bevorzugen würde, auch die TV-Gelder gleichmässig aufteilen
  • FyRn4d4 29.03.2019 19:21
    Highlight Highlight Gibt es irgendwo eine Berechnung, wie der SFV auf 1.5 Mio pro Jahr kommt?
    Das ergibt 8'333 Franken pro Spiel
    resp. 5'555 Franken pro Spielstunde
    resp. 92.59 Franken pro Spielminute
    Verdienen die 2 Schiris und der Techniker im VAR-Raum soviel oder sind die Lizenzgebühren für das System dermassen hoch?
  • EinfachJemand 29.03.2019 14:48
    Highlight Highlight Mir gefallen da 2 Sätze:
    "Für einen Klub wie den FC Basel wäre das machbar, für einen wie Thun kaum"
    "Schon jetzt versucht sie, den VAR zu Geld zu machen"
    Wollen sich also die Herren Funktionäre noch mehr vergolden lassen?
    Wennder Verband das will (und dann noch Geld damit machen möchte), dann soll auch der Verband bezahlen
  • Joe Smith 29.03.2019 13:27
    Highlight Highlight Hätte es 1966 bereits einen VAR gegeben, hätten alle die Diskussionen um das dritte Tor nie stattgefunden. Wäre das wirklich ein Gewinn für den Fussball gewesen?
  • insider 29.03.2019 13:09
    Highlight Highlight 1.5 Mio CHF? Dafür kann man ca. zehn (!) Schiedsrichter Vollzeit anstellen und zu Profis machen.
    • FyRn4d4 29.03.2019 14:11
      Highlight Highlight Für die Einführung finde ich das okay (Trainingslager, Ausbildung, Technik, etc.)
      Allerding rein für den Betrieb pro Jahr ist es extrem viel. Gemäss SFV werden 3 Leute im VAR-Raum sitzen. Keine Ahnung wo da das ganze Geld hinfliesst...
  • Jong & Hässig 29.03.2019 12:59
    Highlight Highlight Dass sie das ganze ohne diese ominöse "kalibrierte Linie" von der man in der Bundesliga dermassen schwärmt umsetzen möchten freut mich sehr! Diese Linie führt meiner Meinung nach den VAR ad absurdum.
    Im Vorfeld sagte man immer der VAR werde nur bei "glasklaren" Fehlentscheidungen eingreifen.

    In der Realität aber wird nun in der Bundesliga bei jedem zweiten Tor eine 5 Minütige Pause eingelegt und bei jedem dritten Tor wird dieses wegen 2-3 Zentimeter zurückgenommen und die kalibrierte Linie wird lobend erwähnt. Ein Unding in meinen Augen. Jedes Tor wird nun von der Angst vorm VAR begleitet.
  • jaähä 29.03.2019 12:49
    Highlight Highlight Dass grösste Problem am Var ist, dass es noch immer zu lange dauert bis ein Entscheid gefällt wird. Wenn man einen Entscheid nicht in höchstens 30 sekunden fällen kann, dann ist es auch keine klare Fehlentscheidung und der Tatsachenentscheid soll gelten. Dass der Schiedsrichter die szenen selber ansieht finde ich unnötiger zeitvertreib. Die vars sollten die Entscheidungshoheit haben. Mann muss alles so schlicht wie möglich gestalten.
    • stalker 29.03.2019 19:03
      Highlight Highlight
      Play Icon


      Wie soll das in 30 Sekunden möglich sein? Lieber es dauert eine Minute länger, dafür ist die Entscheidung länger. Plus fallen so die ewig langend Diskussionen mit den Spielern weg. Insofern ist der Zeitverlust wohl kaum viel grösser als ohne VAR
  • glass9876 29.03.2019 12:41
    Highlight Highlight Ich bin für einen Crowd-Schiri: Das TV-Publikum darf jeweils abstimmen! Am Besten ersetzt man dadurch das leidige SRF-Gewinnspiel, dann liesse sich das durch die TV-Sender finanzieren... ;-)
  • Triple A 29.03.2019 12:37
    Highlight Highlight Im Grundsatz ist das eine gute Sache. Es ist doch einfach peinlich, wenn man als Fernsehzuschauer sieht, wie ein Penalty aufgrund einer „Schwalbe“ gegeben wird und der Schiedsrichter hat diese Aufnahme nicht zur Verfügung. Wenn dies einige als „halbe“ Sache bezeichnen, kann ich Ihnen nur entgegnen: Das Machbare und das Wünschbare ist nicht immer dasselbe. Es ist aber kein Grund das Machbare nicht zu tun.
  • SCBDude 29.03.2019 12:10
    Highlight Highlight Es geht ja nur um wirklich eindeutige Fehlentscheidungen, die sollten auch mit 6 Kameras identifizierbar sein. Alles wofür 6 Kameras nich reichen, soll auch nicht überprüft werden.
  • Alpegusti 29.03.2019 11:43
    Highlight Highlight Ich finde es sehr amüsant. Im Eishockey wird praktisch seit es Kameras gibt mit diesen gearbeitet um die Spiele so fair wie möglich zu gestalten. Aber im Fussball geht es sogar im 2019 noch nicht. Warum stellt sich eine FIFA und UEFA so dagegen? Es geht ja um den Sport, und hilft lediglich dabei die Spiele fairer zu gestalten und wie wir sicher alle kennen die Fehlentscheidquote zu senken. Klar kann es auch hier noch den einen oder anderen Fehlentscheid geben, aber im Verhältnis werden es sicher deutlich weniger werden.
    • Lümmel 29.03.2019 12:24
      Highlight Highlight Fairness interessiert im Fussballgewerbe niemanden.
    • Pitlane 29.03.2019 13:02
      Highlight Highlight Naja, die FIFA und UEFA stellen sich ja nicht mehr dagegen. Sonst hätte es weder an der WM noch in der Champions League den VAR gegeben.
  • Berner Oberländer 29.03.2019 11:43
    Highlight Highlight Ich hätte noch Verbesserungsvorschläge: Gleichzeitiges Einführen von einem Einzelrichter à la Hockey, der Unsportlichkeiten und Betrug (So à la Krämpfe simulieren und Umfallen etc.) ahnden kann. Und sofortige Absetzung von Wermelinger, der Fisch stinkt vom Kopf und die Schiedsrichterprobleme sind Hausgemacht. Herr Schifferle schicken wir auch in den Ruhestand, neue neutrale Kräfte wären jetzt wichtig, und eine Professionalisierung des Schiedsrichterwesen.
  • DrLecter 29.03.2019 11:42
    Highlight Highlight Nicht bereits jetzt losjammern bitte! Das kommt schon gut. Jedenfalls ist alles besser, als wie aktuell nach jedem Spieltag die mediale Aufregung über sämtliche angeblichen Fehlentscheide zu ertragen.
  • mikel 29.03.2019 11:40
    Highlight Highlight Im Moment hat es schon seinen (technischen) Reiz, die Technologien die dem Fussball blühen. Aber es ist wie alles auf dieser Welt, immer weiter, immer schneller, immer besser, immer mehr Geld. Nations League, Riesen-WM etc. Am Ende werden wir wohl auf die guten alten Zeiten zurückblicken und in Nostalgie schwärmen... und die Fussballbosse werden sich fragen, warum niemand mehr hinschaut.
  • PostFinance-Arena 29.03.2019 11:33
    Highlight Highlight Schwachsinn! VAR braucht es nicht!
  • w'ever 29.03.2019 11:29
    Highlight Highlight VAR ja, aber nur wenn es dazu noch offene kommunikation (hörbarer austausch zwischen den spielern, dem ref und volketswil) gibt, wie zsb im rubgy.
    gerne auch ein bisschen mehr autorität für den ref. es kann nicht sein, dass bei jedem pfiff sich 20 spieler um ihn versammeln und jeder sich mitteilen muss.
  • zellweger_fussballgott 29.03.2019 11:27
    Highlight Highlight "Zudem wird es in der Schweiz keine virtuelle Abseitslinie geben."

    Und schon beginnt es. Im Gegensatz zu einem Handspiel ist bei einem Abseits die Regelauslegung glasklar.
    Wenn man den VAR einführen möchte, sollte man solche halbe Sachen eigentlich lassen. Was ist, wenn es knapp Abseits ist oder eben nicht ist? Erstens wird die Partie minutenlang unterbrochen und egal, wie der Schiri dann entscheidet, wird die Entscheidung angezweifelt werden.
    Schaut euch Mal das aberkannte Tor von Agüero im Carabao Cup Final 2019 gegen Chelsea an... War es wirklich Abseits?
    • Robi14 29.03.2019 12:18
      Highlight Highlight Falsche Prämisse! Abseits ists, wenn es der Schiri sagt (auf Grund der Mittel, die ihm zu Verfügung stehen)! Ob nach Videoanalyse oder nicht, tut nichts zur Sache. Will heissen, wenn es auch auf dem Video knapp ist, richtig ist, was der Schiri entscheidet.
    • zellweger_fussballgott 29.03.2019 16:38
      Highlight Highlight Abseits ist eine eindeutig definierte Regel. Wenn man einen VAR einführt, so macht es meiner Meinung nach keinen Sinn auf die kallibrierte Linie bei Abseitsentscheidung zu verzichten. Entweder man nutzt dann die ganze zugehörige Technik oder verzichtet komplett auf den VAR. Macht ja keinen Sinn dann bei knappen Entscheidungen oder Abseits allgemein nachschauen zu gehen, wenn es wie im Fall der erwähnten Szene überhaupt nicht eindeutig zu sehen ist.

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