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WM 2026: Das steckt hinter dem Jubel von Granit Xhaka

Switzerland's Granit Xhaka, center right, celebrates with teammates after scoring, from the penalty spot, his side's fourth goal during the World Cup Group B soccer match between Switzerland ...
Granit Xhaka mit der Redet-nur-Geste nach seinem Treffer.Bild: keystone

«Es wurde viel geschrieben»: Granit Xhaka sendet bei Torjubel Nachricht an seine Kritiker

Granit Xhaka kritisierte die eigene Mannschaft nach den schwachen Leistungen gegen Katar und Australien. Der Torjubel des Nati-Captains nach einem verwandelten Penalty gegen Bosnien-Herzegowina ist als klares Statement in Richtung seiner Kritiker zu sehen.
19.06.2026, 00:1719.06.2026, 01:22

Dank einer starken Schlussphase führt die Schweizer Nati im zweiten WM-Gruppenspiel gegen Bosnien-Herzegowina kurz vor Schluss mit 3:1 und ist auch noch in Überzahl. Die Partie ist entschieden, als es noch in der letzten Minute der Nachspielzeit zu einem Elfmeter für die Nati kommt.

Kapitän Granit Xhaka übernimmt Verantwortung und schnappt sich den Ball. Souverän verwandelt Xhaka und setzt zum Jubeln an. Dabei macht der Sunderland-Akteur mit seiner Hand eine «Redet nur»-Geste.

Der Hintergrund dazu: Xhaka kritisierte die Mannschaft nach dem blamablen Auftritt gegen Katar und in den vergangenen Tagen gab es Berichtedarüber, dass die Stimmung im Nati-Camp vor allem wegen Leitwolf Xhaka nicht gut sei.

Natürlich hat auch der 33-Jährige davon mitbekommen. Im SRF-Interview nach der Partie erklärte er: «Ich würde lügen, wenn ich sage, das geht hier rein und hier raus. Es tut weh, weil es Sachen gibt, die ich nicht verstehe. Es ist viel geschrieben worden, es gab einen grossen Artikel, der nicht einfach an einem vorbeigeht.» Für Xhaka war klar, dass er die Antwort auf dem Platz geben müsse. «Das kann ich beeinflussen. Den Rest kann ich nicht beeinflussen. Ich bin hier für den Erfolg und für den werde ich alles geben: Kritisieren, wenn ich muss, loben, wenn es angebracht ist. Eine gute Balance tut allen gut.»

Xhaka ist sich aber auch bewusst, dass er mit seinen Entscheidungen polarisiert und es nicht immer bei jedem gleich gut ankommt. «Die Leute wissen, wer ich bin und manche können mit Kritik nicht umgehen», erklärt Xhaka und führt weiter aus: «Es ist okay, ich kenne es nicht anders. Die Schweiz kann stolz sein, einen Spieler zu haben, der 148 Partien für diese Farben absolviert hat. Da ist purer Stolz dahinter. Aber vielleicht brauche ich diese Kritik auch, ich provoziere ja auch ein bisschen.»

Schlussendlich sei für Xhaka aber nur wichtig, dass die Mannschaft hinter ihm steht. Der Rest habe ihn ohnehin noch nie interessiert. So scheint es auch nach der Partie gegen Bosnien-Herzegowina. Die Spieler freuten sich nach jedem Treffer und auch nach dem Schlusspfiff ausgiebig im Kollektiv und liessen wohl so einige Kritiker verstummen. Nun kann sich die Nati bis zum nächsten Mittwoch erholen, bis das letzte Gruppenspiel gegen Co-Gastgeber Kanada anstehen wird.

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