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Johan Manzambi wird für die Nati zum Matchwinner – das sagt er danach

epa13047882 Switzerland's Johan Manzambi celebrates after scoring a goal during the FIFA World Cup 2026 group stage match Switzerland against Bosnia and Herzegovina, in Los Angeles, USA, 18 June  ...
Johan Manzambi zeigt es an: Zwei Tore erzielte der 20-jährige Joker beim Schweizer Sieg.Bild: keystone

Überwältigter Matchwinner Manzambi: «Heute kann ich sicher nicht schlafen»

Die Schweiz gewinnt das zweite WM-Gruppenspiel gegen Bosnien-Herzegowina nach langem Geknorze 4:1. Matchwinner wird der eingewechselte Johan Manzambi, der Nati-Trainer Murat Yakin so viel Denkarbeit verschafft.
18.06.2026, 23:4330.06.2026, 08:12

Wer vor dem Fernseher sass und gesehen hat, wie sich die über weite Strecken ideenlosen Schweizer an den bosnischen Abwehrhünen um Ex-FCZ-Profi Nikola Katic und Tarik Muharemovic die Zähne ausbissen, fragte sich gezwungenermassen, wann Nationaltrainer Murat Yakin endlich Johan Manzambi von der Leine lässt. Dieses 20-jährige Riesenjuwel, das bei Freiburg eine überragende Saison spielte und auch schon in der Nati mit seiner Kreativität und Furchtlosigkeit geglänzt hat.

In der 71. Minute war es dann so weit: Manzambi wurde für den einmal mehr auffälligen, aber glücklosen Dan Ndoye eingewechselt. Und nur drei Minuten später sahen sich die Experten vor den Bildschirmen bestätigt: Manzambi traf per Direktabnahme zum 1:0.

Den Angriff hatte er selbst eingeleitet, indem er im Mittelfeld den zweiten Ball holte, einen Gegner umkurvte und Ruben Vargas auf dem Flügel lancierte. Dessen zweiter Flankenversuch wurde von einem bosnischen Verteidiger zu wenig konsequent weggeköpft und landete dann wieder bei Manzambi, der den technisch nicht einfach zu nehmenden Ball im Tor versenkte. Bosnien-Goalie Nikola Vasilj brachte die Hände beim satten Schuss nicht mehr schnell genug hoch.

Damit war der Knoten gelöst. Zehn Minuten später erhöhte Vargas auf 2:0, Manzambi war in der Entstehung wieder beteiligt. Und in der 90. Minute erhöhte er dann gar noch auf 3:0. Er stand im Strafraum etwas weiter hinten völlig frei und erfüllte damit genau das, was vom Team und Experten nach dem 1:1-Unentschieden gegen Katar gefordert wurde: den Strafraum stärker und besser zu besetzen – vielleicht auch mal durch verzögerte Läufe in den Sechzehner.

Nach dem 4:1-Sieg gegen Bosnien-Herzegowina ist klar: Johan Manzambi war für die Schweizer der Matchwinner. Wer weiss, ob die Nati ohne seinen Dosenöffner in der 74. Minute ebenfalls gewonnen hätte. Völlig verdient wurde er im Anschluss zum besten Spieler des Spiels gekürt.

«Es ist wie ein Traum, dass ich an der WM spielen kann, zwei Tore schiesse und dann zum Player of the Match gekürt werde», sagt Manzambi nach dem Spiel am SRF-Mikrofon und fügt an: «Heute kann ich sicher nicht schlafen.» Da die Schweiz in Los Angeles um die Mittagszeit gespielt hat, hat Manzambi aber noch einige Stunden, um etwas herunterzukommen. Doch nach einem solchen Spiel darf man ruhig auch mal ein bisschen auf der Euphoriewelle reiten.

Johan Manzambi brillierte beim Sieg gegen Bosnien-Herzegowina
Bild: sofascore

Angesprochen auf seinen Einfluss im Spiel sagte Joker Manzambi, der bald zu einem internationalen Topklub wechseln dürfte, selbstbewusst: «Wenn ich spiele, will ich natürlich einen Impact haben. Auch wenn ich reinkomme, will ich mein Bestes geben, um dem Team zu helfen – ich glaube, das habe ich heute getan.»

Das ist fast schon ein Understatement. Denn mit seiner Leistung hat er Nati-Trainer Yakin viel Denkarbeit gegeben. Denn viel mehr Argumente für einen Platz in der Startformation im abschliessenden Gruppenspiel vom nächsten Mittwoch (21 Uhr) gegen Kanada kann Johan Manzambi kaum noch sammeln.

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