Wären die Schiris konsequent gewesen, hätte auch Lautaro Martinez Gelb-Rot gesehen
Es gibt da draussen Fussballfans, die an eine Verschwörung glauben. Dass die FIFA alles steuert und dass Gianni Infantinos Drehbuch es vorsieht, dass Lionel Messi und Argentinien wie schon 2022 erneut Weltmeister werden.
Der Beweis dafür muss erst erbracht werden. Bis dahin sind solche Theorien auf ähnlichem Niveau anzusiedeln, wie dass 1969 die Mondlandung bloss inszeniert war.
Hässige Schweizer
Nach dem 1:3-Niederlage der Schweiz nach Verlängerung im WM-Viertelfinal wird nun in erster Linie über die Schiedsrichter diskutiert. Nicht über die über weite Strecken sehr gute Leistung der Nati, sondern über den Platzverweis, den sich Breel Embolo mit einer Schwalbe eingehandelt hat.
Vollstreckt wurde diese Gelb-Rote Karte erst nach Intervention des Videoschiedsrichters. Die Unparteiischen nahmen es also ganz genau, was im Schweizer Lager unisono für scharfe Kritik sorgte.
Grenzwertiger Torjubel
Weniger pingelig waren Schiedsrichter und VAR bei den Argentiniern. Nachdem Lautaro Martinez in der 121. Minute das alles entscheidende 3:1 erzielt hatte, liess er sich natürlich feiern. Der Stürmer von Inter Mailand übersprang eine Werbebande und platzierte sich auf einer Absperrung.
Ob Lautaro seine zweite Verwarnung des Spiels hätte kassieren müssen, ist ein Grenzfall. Im FIFA-Regelwerk heisst es:
Vor einem Platzverweis rettete den Argentinier wohl die Tatsache, dass die Schiedsrichter kein Sicherheitsproblem sahen. Zudem kehrte der 28-Jährige rasch wieder aufs Spielfeld zurück. Bei strenger Auslegung der Regel hätte Argentinien aber im Halbfinal gegen England auf Lautaro Martinez verzichten müssen. (wtsn)
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