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Kylian Mbappé von Paraguay-Senatorin rassistisch beleidigt – er kontert

France's Kylian Mbappe (10) celebrates his team victory at the end of the World Cup round of 16 soccer match between Paraguay and France in Philadelphia, Saturday, July 4, 2026. (AP Photo/Martin  ...
Kylian Mbappé hat Frankreich in den WM-Viertelfinal geschossen – danach wurde er von einer paraguayischen Politikerin rassistisch beleidigt.Bild: keystone

Mbappé stellt Paraguay-Senatorin nach üblen rassistischen Beleidigungen in den Senkel

07.07.2026, 03:0607.07.2026, 11:02

Nach dem knappen 1:0-Sieg im WM-Achtelfinal von Frankreich gegen Paraguay wurde Siegtorschütze Kylian Mbappé von einer Politikerin aus dem südamerikanischen Land aufs Übelste rassistisch beleidigt. Die Senatorin Celeste Amarilla de Boccia setzte auf X zu einer echten Hasstirade an.

Unter anderem bezeichnete sie Mbappé als «kolonialisierten Kameruner, der kramphaft vorgibt, Franzose zu sein» sowie «neureich, arrogant und hässlich». In einem weiteren Post schrieb sie, dass Mbappé «statt Muttermilch Kokosnüsse ausgesaugt» habe und «das Gebildetste, was er je gehört hat, Schimpansen» gewesen seien.

Dass die 61-Jährige komplett die Beherrschung verlor, lag offenbar an einer Szene nach dem Spiel. Als Paraguay-Goalie Orlando Gill Mbappé gratulieren wollte, reagierte dieser nicht und jubelte weiter. Daraufhin warf Gill ihm den Ball an den Rücken, was zu einer Rudelbildung führte. Der Goalie erklärte später, dass er kurz die Nerven verloren habe, weil er sich ignoriert gefühlt habe. Dafür wurde Mbappé in paraguayischen Medien kritisiert. Amarilla schrieb zudem, dass Gill Mbappé den Stinkefinger hätte zeigen sollen. Paraguays Nationalteam wurden von einigen Experten gleichzeitig übertriebene Härte und unfaires Spiel vorgeworfen.

Paraguay goalkeeper Orlando Gill (12) throws the ball at France's Kylian Mbappe (10) at the end of the World Cup round of 16 soccer match between Paraguay and France in Philadelphia, Saturday, Ju ...
Paraguay-Goalie Orlando Gill warf Kylian Mbappé nach dem Spiel einen Ball an den Rücken.Bild: keystone

Auf die rassistischen Beleidigungen der paraguayischen Senatorin hat Kylian Mbappé inzwischen reagiert. «Sie sind eine verachtenswerte Frau, die ihres Amtes unwürdig ist», schrieb der 27-Jährige auf X. Amarilla würde Paraguay nicht repräsentieren, da das Land während der WM «Leidenschaft und Ehre versprüht» habe.

«Durch Ihren unverhohlenen Rassismus hat die ganze Welt bereits den historischen Weg und die Anstrengungen vergessen, die Ihre Spieler während dieser Weltmeisterschaft geleistet haben.» Stattdessen stehe im Rampenlicht nun eine «inkompetente Dame, die das schlechteste Bild ihres Landes vermittelt. Ich werde Menschen wie ihr niemals die Freiheit lassen, ihren Hass und ihren Rassismus in der ganzen Welt zu verbreiten», schloss Mbappé.

Frankreichs Sportministerin Marina Ferrari verurteilte die Äusserungen ihrer Berufskollegin ebenfalls aufs Schärfste: «Diese Äusserungen sind abscheulich, unwürdig und umso inakzeptabler, als sie von einer politischen Verantwortlichen stammen.»

Auch Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron meldete sich zu Wort. «Ein weiteres Tor für Kylian Mbappé. Diesmal gegen Rassismus», teilte der 48-Jährige bei X mit. «Ich unterstütze ihn voll und ganz. Wenn Worte verletzen, setzen unsere Werte ein Zeichen: Würde, Respekt, Brüderlichkeit.»

Frankreichs Fussballverband will nach den rassistischen Beleidigungen juristisch gegen die paraguayische Senatorin vorgehen. Ihre Bemerkungen seien «verabscheuungswürdig und inakzeptabel», hiess es unter anderem in einem Statement des Verbands. Man werde Anzeige bei der Staatsanwaltschaft stellen, um rechtliche Schritte einzuleiten.

Die Regierung Paraguays veröffentlichte am gestrigen Montag ebenfalls ein Statement zu den Posts von der Politikerin der Oppositionspartei PLRA (auf Deutsch: Authentische Radikal-Liberale Partei), in dem sie schrieb, dass sie diese «bedauern und verurteilen» würde. Diese würden den «Werten und Prinzipien widersprechen, für die Paraguay einsteht, um das friedliche Zusammenleben und den Respekt der menschlichen Würde zu sichern». (nih)

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