Südafrika steht sensationell im WM-Sechzehntelfinal – Fans feiern mitten in der Nacht
Bei der vierten WM-Teilnahme hat es für Südafrika endlich gereicht: Bafana Bafana zieht in eine WM-K.o.-Phase ein. Nachdem die Weltmeisterschaft mit einem enttäuschenden Auftritt gegen Co-Gastgeber Mexiko startete, konnte man gegen Tschechien wenigstens gerade noch so punkten. Trotzdem sprach vor dem letzten Gruppenspiel gegen Südkorea wenig für das südafrikanische Team.
Es war klar, dass es einen Sieg braucht und das Team von Trainer Hugo Broos lieferte auch. Nach einer torlosen ersten Halbzeit erzielte Thapelo Maseko in der 63. Minute den einzigen Treffer der Partie. Zwar kam Südkorea noch zu vereinzelten Chancen, doch Torhüter Ronwen Williams liess sich nicht bezwingen.
Die Freude beim Team war nach dem Abpfiff riesig. Bei der ersten WM-Teilnahme seit der Weltmeisterschaft im eigenen Land vor 16 Jahren gelingt der Vorstoss in die K.o.-Phase. Währenddessen muss Südkorea als Gruppendritter um einen Platz im Sechzehntelfinal zittern.
Für den 74-jährigen Broos ist es die erste Weltmeisterschaft als Trainer. Nach der Partie sank der Belgier zu Boden und begrub den Kopf unter seinen Händen. Im Interview fehlten ihm beinahe die Worte: «Es ist schwer zu beschreiben, wie sich das anfühlt. Es ist eine fantastische Erfahrung. Wir haben das Tor erzielt, und danach waren es 20 Minuten mit einem sehr hohen Puls.»
Seit fünf Jahren steht Broos bei Bafana Bafana an der Seitenlinie und schwärmt vom Mannschaftsgefüge, welches in den letzten Jahren zusammengewachsen ist. «Wenn man so lange zusammenarbeitet, entsteht eine Verbindung – das ist mehr als ein Verhältnis zwischen Trainer und Spielern, wir sind Freunde geworden. Wir müssen das einfach geniessen.»
Siegtorschütze Maseko wurde nach dem Spiel zum «Player of the Match» gewählt und konnte nicht realisieren, was soeben geschah. «Es ist unglaublich, es fühlt sich wie ein Traum an. Danke an die Fans, sie haben alles gegeben», erklärte der 22-Jährige und richtete sich auch noch an die Kritiker: «Das ist für alle, die uns unterstützt haben, aber auch für die, die es nicht getan haben. Es gab viele, die nicht an uns geglaubt haben. Wir haben schwierige Phasen durchgemacht. Aber dieses Team hat gezeigt, dass es etwas kann und stark ist.»
Die Partie fand in Südafrika mitten in der Nacht statt und endete um kurz vor fünf Uhr morgens. Dies hielt die Menschen aber nicht davon ab, auf die Strasse zu ziehen. So feierten die Südafrikaner teils in Bademänteln und auch die legendäre Vuvuzela durfte nicht fehlen.
South Africa?
— 🦋usinazo🦋 (@UsinazoKhumalo) June 25, 2026
What a country mann❤️🇿🇦🤞🏽#FWC26 #BafanaPride #BafanaBafana pic.twitter.com/vz1G9n6r7y
Situation in Durban right now 🎉🎉💯 pic.twitter.com/n3AZbdrxv3
— Ntate Makhasane (@DonaldMakhasane) June 25, 2026
Im Sechzehntelfinal trifft das südafrikanische Team am Sonntagabend in Los Angeles auf Co-Gastgeber Kanada.
