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So gut haben wir die WM getippt – und das waren die miesesten Prognosen

Wir haben die WM getippt – dieser Redaktor sollte sich schämen wie Paredes

Nach 104 Spielen ist die bislang längste Fussball-WM der Geschichte vorbei. Spaniens Triumph sagten einige voraus – aber unsere Prognosen sind auch voller Nieten. Eine gnadenlose Abrechnung.
20.07.2026, 14:4620.07.2026, 17:18
  Sportredaktion
Sportredaktion

«Ich habe dieses Jahr die Türkei gross auf der Rechnung.» Kaum jemand lag mit seinen Prognosen so daneben wie Sportredaktor Adrian Bürgler:

«Angeführt vom jungen Superstar Arda Güler gewinnt die Türkei ihre Gruppe, schlägt im Sechzehntelfinal Bosnien, schaltet im Achtelfinal Belgien aus und fordert dann im Viertelfinal den späteren Weltmeister Spanien bis aufs Äusserste. Lasset das Hupkonzert beginnen!»
June 13, 2026, Vancouver, British Columbia, Canada: ARDA GULER 8 of To¼rkiye and HAKAN oALHANOGLU 10 of To¼rkiye wait to take a free kick near the Australian goal. Australia vs. Turkiye in FIFA World  ...
Enttäuschend und enttäuscht: Arda Güler (links) und Hakan Calhanoglu.Bild: www.imago-images.de

Es hat sich zur schönen Tradition entwickelt, dass wir uns vor Grossanlässen als Mike Shivas für Arme versuchen. Gut, für Bürgler war's in diesem Jahr nicht besonders schön. Denn er lag nicht nur mit der Türkei weit daneben, sondern auch mit den USA, die er als negative Überraschung erwartet hatte. «Mit nur zwei Punkten aus drei Spielen bleibt das Team von Mauricio Pochettino in der Gruppenphase hängen», prophezeite er. Dabei überzeugten die Amerikaner bis zum Fall Balogun. Sein Ansehen wahrt unser Eishockey-Spezialist mit der Voraussage von Spanien als Weltmeister.

Torschützenkönig Wirtz?!

Mit dem richtigen Champion punktete Ralf Meile ebenfalls. «Ich sehe bei Spanien keine Schwachstelle, aber lauter Hochkaräter in jedem Mannschaftsteil», hielt der watson-Sportchef vor dem Turnier fest. Zudem sagte er korrekt voraus, dass die Schweiz in den Viertelfinals dramatisch ausscheidet. Mit Brasilien als negativer Überraschung («In Erinnerung werden höchstens Tränen von Vinicius Junior und Neymar bleiben») landete Meile den dritten Volltreffer.

Eher schwach schnitt bei ihrer Premiere die Videoredaktorin Elena Müller ab. Ihren Weltmeistertipp Deutschland konnte sie früh vergessen und damit war auch klar, dass Florian Wirtz wahrscheinlich eher nicht Torschützenkönig der WM wird. Auch Sportpraktikantin Claudia Carvalho verdient sich keine Auszeichnung mit ihren Tipps, die allzu portugiesisch geprägt waren.

«Messi wird in der K.o.-Phase keine Stricke mehr zerreissen»

Spektakeltipper Reto Fehr rechnete mit den Franzosen als negative Überraschung der WM, Datenjournalist Philipp Reich glaubte an den Finaleinzug Brasiliens und Sportredaktor Niklas Helbling (nicht als einziger) an den Triumph Englands.

Und schliesslich ist da noch Sportredaktor Timo Rizzi. Sein Tipp für den Torschützenkönig (Edin Dzeko) schieben wir auf eine Ansteckung mit dem Gelsenkirchener Knappenfieber, für seine negative WM-Überraschung gibt es aber keine Ausrede:

«Cristiano Ronaldo und Lionel Messi skoren zwar in der Gruppenphase, aber sobald es ernst wird, werden die beiden Superstars keine Stricke mehr zerreissen und ohne Treffer bleiben.»

Wenigstens bei CR7 stimmte die Aussage – und auch der Weltmeistertipp Spanien rettet Rizzis Ehre. Und so passt das Ergebnis unseres kleinen internen Wetteiferns durchaus zum Turnier im Land von Donald Trump: Am Ende findet jeder den einen Tipp, auf den er stolz sein kann – und blendet den Rest grosszügig aus.

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quelle: keystone / ashley landis
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13 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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SD1980
20.07.2026 15:26registriert August 2018
Niemand bei euch in der Redaktion sollte sich so schämen wie Paredes, wobei ich davon ausgehe, dass er sich für sein Verhalten gar nicht schämt.
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Überdimensionierte Riesenshrimps aka Reaper
20.07.2026 16:25registriert Juni 2016
Was nebst Spaniens Titel bleibt?
Paredes Schande, an die wird man sich noch lange erinnern.
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