Wir haben die WM getippt – dieser Redaktor sollte sich schämen wie Paredes
«Ich habe dieses Jahr die Türkei gross auf der Rechnung.» Kaum jemand lag mit seinen Prognosen so daneben wie Sportredaktor Adrian Bürgler:
Es hat sich zur schönen Tradition entwickelt, dass wir uns vor Grossanlässen als Mike Shivas für Arme versuchen. Gut, für Bürgler war's in diesem Jahr nicht besonders schön. Denn er lag nicht nur mit der Türkei weit daneben, sondern auch mit den USA, die er als negative Überraschung erwartet hatte. «Mit nur zwei Punkten aus drei Spielen bleibt das Team von Mauricio Pochettino in der Gruppenphase hängen», prophezeite er. Dabei überzeugten die Amerikaner bis zum Fall Balogun. Sein Ansehen wahrt unser Eishockey-Spezialist mit der Voraussage von Spanien als Weltmeister.
Torschützenkönig Wirtz?!
Mit dem richtigen Champion punktete Ralf Meile ebenfalls. «Ich sehe bei Spanien keine Schwachstelle, aber lauter Hochkaräter in jedem Mannschaftsteil», hielt der watson-Sportchef vor dem Turnier fest. Zudem sagte er korrekt voraus, dass die Schweiz in den Viertelfinals dramatisch ausscheidet. Mit Brasilien als negativer Überraschung («In Erinnerung werden höchstens Tränen von Vinicius Junior und Neymar bleiben») landete Meile den dritten Volltreffer.
Eher schwach schnitt bei ihrer Premiere die Videoredaktorin Elena Müller ab. Ihren Weltmeistertipp Deutschland konnte sie früh vergessen und damit war auch klar, dass Florian Wirtz wahrscheinlich eher nicht Torschützenkönig der WM wird. Auch Sportpraktikantin Claudia Carvalho verdient sich keine Auszeichnung mit ihren Tipps, die allzu portugiesisch geprägt waren.
«Messi wird in der K.o.-Phase keine Stricke mehr zerreissen»
Spektakeltipper Reto Fehr rechnete mit den Franzosen als negative Überraschung der WM, Datenjournalist Philipp Reich glaubte an den Finaleinzug Brasiliens und Sportredaktor Niklas Helbling (nicht als einziger) an den Triumph Englands.
Und schliesslich ist da noch Sportredaktor Timo Rizzi. Sein Tipp für den Torschützenkönig (Edin Dzeko) schieben wir auf eine Ansteckung mit dem Gelsenkirchener Knappenfieber, für seine negative WM-Überraschung gibt es aber keine Ausrede:
Wenigstens bei CR7 stimmte die Aussage – und auch der Weltmeistertipp Spanien rettet Rizzis Ehre. Und so passt das Ergebnis unseres kleinen internen Wetteiferns durchaus zum Turnier im Land von Donald Trump: Am Ende findet jeder den einen Tipp, auf den er stolz sein kann – und blendet den Rest grosszügig aus.
