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WM: Was bei der Schweizer Nati beim Argentinien-Tor schiefgelaufen ist

Argentina's Alexis Mac Allister (20), second right, scores their opening goal during the World Cup quarterfinal soccer match between Argentina and Switzerland in Kansas City, Mo., Saturday, July  ...
Alexis Mac Allister (2. v. r.) fand die Lücke im Schweizer Strafraum und köpfte die Ecke von Lionel Messi ins Tor.Bild: keystone

«Nachteil der Zonendeckung»: Was bei der Nati beim Gegentor schiefgelaufen ist

12.07.2026, 04:2612.07.2026, 07:18

Nach einem guten Start ist die Schweiz in der zehnten Minute in Rückstand geraten: Alexis Mac Allister köpfte einen Eckball von Lionel Messi ins lange Eck und schoss Argentinien im WM-Viertelfinal so in Führung. Der 1,76 Meter grosse Mittelfeldspieler fand die Lücke zwischen Djibril Sow und Breel Embolo, die Messi perfekt traf.

«Der ist einfach gut geschossen», sagte Patrick Foletti in der Halbzeit beim SRF. Der Goalie-Trainer ist bei der Nati mittlerweile auch Standard-Spezialist. Man habe gewusst, dass Mac Allister in dem Bereich stark sei und dann habe der Liverpool-Profi die Nati schlicht zwischen dem ersten und zweiten Mann erwischt. Mehr wollte Foletti nicht zu der Szene sagen: «Er war einfach gut geschossen. Ende der Durchsage!»

SRF-Experte Benjamin Huggel wollte dies hingegen nicht gelten lassen. Es könne nicht sein, dass man sage: «Wenn Messi super schiesst und Mac Allister gut in die Lücke läuft, kassieren wir halt ein Tor.» Darauf müsse man vorbereitet sein.

Einzelne Spieler wollte Huggel nicht herauspicken. Für Embolo sei es schwer gewesen, Mac Allister ständig im Blick zu behalten. Stattdessen machte der frühere Nati-Spieler die Zonenverteidigung bei Standards dafür verantwortlich. Hier decken die Verteidiger im Gegensatz zur Manndeckung keine Gegenspieler, sondern Räume. «Das ist der Nachteil der Zonendeckung», befindet Huggel und führt aus: «Solche Laufwege wie der von Mac Allister bleiben da ungedeckt, weil das Verantwortungsgefühl kleiner ist als bei der Manndeckung.»

Weil die Verteidiger nicht per se einem einzelnen Gegenspieler zugeordnet sind, sondern eben den ihnen zugeteilten Raum decken müssen, entstehen dort Lücken, welche die Angreifer ausnützen können. Huggel lobt: «Mac Allister macht das clever. Er bleibt hinter der Zonendeckung der Schweiz und schleicht dann in den Raum, wo er den Kopfball sehr gut versorgt.» Natürlich sei der Ball auch hervorragend serviert worden. «Messi trifft genau über Sow und Embolo kann da auch nicht mehr rankommen», so der 49-Jährige.

Swiss TV moderator Jeff Baltermia, right, talks to Benjamin Huggel, former national soccer team player an tv expert, one day ahead of the World Cup quarter final match between Argentina and Switzerlan ...
Benjamin Huggel im hier noch leeren Viertelfinalstadion von Kansas City.Bild: keystone

Dennoch wäre der frühe Gegentreffer wohl zu verhindern gewesen. Aus Schweizer Sicht war dieser bitter, da die Nati den Viertelfinal ansonsten womöglich siegreich hätte gestalten können. Doch am Ende sorgte vor allem eine andere Szene für Aufregung und Ärger. (nih)

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