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WM 2026: Warum Fans den WM-Ball zurückgeben müssen

Fans try to catch the ball during the World Cup round of 32 soccer match between Ivory Coast and Norway in Arlington, Texas, near Dallas, Tuesday, June 30, 2026.(AP Photo/Tony Gutierrez)
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Hier freuen sich die Fans noch über ihren möglichen Fang.Bild: keystone

US-Fans dürften besonders enttäuscht sein – weshalb Fans den WM-Ball nicht behalten dürfen

Ein Fehlschuss und der Ball fliegt in die Ränge, wo ein Fan ihn jubelnd fängt – und ihn Sekunden später wieder hergeben muss. Szenen wie diese gibt es an dieser Weltmeisterschaft immer wieder. Doch warum eigentlich? Ein Blick auf den Ball, den niemand behalten darf.
01.07.2026, 12:1301.07.2026, 12:13

Im Baseball ist es gängig: Wer einen Homerun-Ball fängt, darf ihn behalten. Auch im American Football gehen Fans immer wieder mit einem Lederei als Souvenir nach Hause. Im Fussball läuft es leider ein bisschen anders. Wenn bei der WM ein Ball nach einem Fehlschuss in die Zuschauerränge fliegt und ein Fan ihn überglücklich fängt, folgt meist die kleine Enttäuschung – Sicherheitsleute oder Ballkinder bitten wie auch sonst üblich um die Rückgabe des Balles.

Ein Grund ist, dass der WM-Ball viel zu wertvoll und zu «schlau» ist, um einfach im Publikum zu verschwinden. Das Geheimnis steckt im Innern des Balls: ein Bewegungssensor, der 500-mal pro Sekunde Beschleunigung, Drehung und jeden einzelnen Ballkontakt erfasst und die Daten in Echtzeit an den Videoschiedsrichter funkt. Kombiniert mit den Stadionkameras lassen sich damit Abseits- und Handspiel-Entscheidungen blitzschnell und millimetergenau klären – weil der Sensor die exakte Millisekunde des Schusses kennt.

The "Trionda" World Cup 2026 official ball is displayed during the FIFA World Cup 2026 playoff draw in Zurich, Switzerland, Thursday, Nov. 20, 2025. (Claudio Thoma/Keystone via AP)
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Der offizielle WM-Ball «Trionda».Bild: keystone

Und genau deshalb muss dieser Ball vor jeder Partie an die Steckdose. Im Innern sitzt ein Akku, der den Sensor mit Strom versorgt. Geladen wird kabellos auf einer Dockingstation. Eine Ladung von 90 Minuten reicht für rund sechs Stunden – genug für Verlängerung und Elfmeterschiessen. Ginge der Akku mitten im Spiel leer, bräche der Datenstrom ab, und das Schiedsrichtergespann könnte nicht mehr auf diese Unterstützung zurückgreifen.

Der «Trionda» hat aber nicht nur Fans, die ihn gerne behalten würden – er hat auch Kritiker. Mehrere ehemalige Torhüter klagen, der Ball bewege sich unberechenbar und sei dadurch schwerer zu halten.

So bleibt am Ende die kleine Enttäuschung für den glücklichen Fänger: Dieser Ball darf leider nicht mit nach Hause genommen werden – es ist ein geladenes Hightech-Gerät und offizielles Spielmaterial. Deshalb wird genau darauf geachtet, dass jeder «Trionda» wieder den Weg zurückfindet.

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