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Playoffs in der Super League: Darum wird wieder darüber diskutiert

IMAGO / Geisser

Foto Manuel Geisser 08.05.2022 Fussball Herren Super League Saison 2021/2022 FC Luzern - Servette FC 4:0 . Bild : (FC Luzern) Fans,Fankurve. Nein zu Playoff Spielen Aktion *** Photo M ...
Bild: imago

Die Playoff-Diskussion in der Super League ist neu lanciert – das musst du wissen

Der FC Zürich hat die Diskussionen um den künftigen Super-League-Modus wiederbelebt und eine erneute Abstimmung lanciert. Darum geht es.
21.10.2022, 11:1821.10.2022, 12:35

Playoffs in der Super League? Noch bevor der neue Modus in der höchsten Schweizer Fussball-Liga im kommenden Sommer eingeführt werden soll, steht er bereits wieder auf der Kippe. Druck gibt es von den Fans – aber auch von gewissen Klubs. Eine neue Modusabstimmung steht an. Das musst du dazu wissen.

Was machen die Fans?

Die Fans machen nicht nur mit Choreografien und Gesängen in den Stadien darauf aufmerksam, dass sie überhaupt keine Lust auf einen Super-League-Modus mit Playoffs haben. Die organisierten Fans aller Schweizer Kurven haben zusammengespannt und gestern Donnerstag eine Unterschriftensammlung gegen den Playoff-Modus lanciert.

Die Zuschauer protestieren gegen die geplanten Playoffs, vor dem Super League Spiel zwischen dem BSC Young Boys Bern und dem FC St. Gallen, am Samstag 8. Oktober 2022 im Stadion Wankdorf in Bern. (KEY ...
YB-Fans zeigen dem Playoff-Modus die rote Karte.Bild: keystone

Sie fordern, dass die Playoffs bei der nächsten Generalversammlung der Swiss Football League am 11. November wieder gekippt werden. Am späten Donnerstagabend kamen bereits über 10'000 Unterschriften zusammen, darunter auch vom Berner Stadtpräsident Alec von Graffenried, Ex-Nati-Spieler Andy Egli, Aarau-Legende Rainer Bieli oder Nati-Stürmer Breel Embolo.

Warum gibt es eine neue Modus-Abstimmung?

Die Fans haben aber nicht direkt bewirkt, dass es an der GV vom 11. November tatsächlich noch einmal zu einer Modusabstimmung kommen wird. Dafür zeigt sich nämlich der FC Zürich verantwortlich. Präsident Ancillo Canepa hat einen entsprechenden Antrag gestern fristgerecht eingereicht.

Die Begründung der Zürcher: «Playoffs im Fussball sind sportlich unfair und ungerecht.» Dies liege daran, dass «Zufall, Verletzungssituation, gesperrte Spieler sowie Krankheiten oder Schiedsrichter- und VAR-Entscheide eine beeinflussende Rolle spielen». Canepa und der FCZ schlagen statt dem eigentlich angenommenen Modus die schottische Variante vor.

Wie funktioniert der schottische Modus?

Eine Saison in der Liga mit zwölf Mannschaften dauert 38 Spieltage. Nach 33 Spieltagen, in denen alle Mannschaften jeweils dreimal gegeneinander antreten, wird die Liga in zwei Gruppen mit den sechs besten bzw. schlechtesten Mannschaften unterteilt.

Der schottische Modus erklärt (Englisch).Video: YouTube/Tifo Football

Nun spielen die Mannschaften der jeweiligen Gruppen je einmal gegeneinander entweder um die Meisterschaft und Europacup-Plätze (Gruppe der sechs besten Mannschaften) oder gegen den Abstieg (Gruppe der sechs schlechten Mannschaften). Nach diesen weiteren Spielen ist dann die Saison vorbei. Somit kann am Ende der Saison etwa der Siebtplatzierte mehr Punkte als der Sechstplatzierte haben.

Wer unterstützt den FCZ?

Neben Zürich haben sich auch die Berner Young Boys gegen den neuen Super-League-Modus und für die schottische Variante ausgesprochen. Dies, obwohl YB ursprünglich auch diese Variante ablehnte und CEO Wanja Greuel sich noch an einer Podiumsdiskussion am Montag dagegen aussprach. «Der BSC Young Boys hatte sich bereits vor der letzten GV der Swiss Football League deutlich gegen die Einführung von Playoffs ausgesprochen, musste sich aber dem Mehrheitsentscheid beugen. Wir sind weiterhin und mehr denn je überzeugt, dass es falsch wäre, Playoffs einzuführen», schrieben die Berner in ihrer Mitteilung.

Daneben sind auch der FC Luzern und der FC Thun als Playoff-Gegner bekannt. Luzern hat sich nun auch öffentlich dafür ausgesprochen, das schottische Modell zu unterstützen. Der FC Basel lässt gegenüber dem «Tages-Anzeiger» ausrichten, dass man sich «derzeit nicht öffentlich äussern» möchte.

Wie sind die Erfolgschancen des FCZ-Vorstoss?

Das ist die zentrale Frage – und sie ist schwer beantwortbar. Im vergangenen Mai stimmten 16 der 20 Mannschaften der Swiss Football League für den neuen Modus und die Super-League-Aufstockung auf zwölf Mannschaften. Damit der FCZ-Antrag angenommen wird, müssten also sieben Klubs ihre Meinung vom Frühling revidieren.

Einen gewissen Einfluss könnten auch die Meinungen von SBB und den jeweiligen Polizeibehörden haben. Sowohl die Bundesbahnen wie auch die Sicherheitsdirektionen haben vermerken lassen, dass sie an Hochrisiko-Playoffspielen wenig Interesse haben.

Auf der anderen Seite steht TV-Sender «Blue». Das Swisscom-Kind muss den Modus der Super League jeweils auch noch absegnen. Aktuell wird noch darüber verhandelt, wie der eigentlich für zwei Zehnerligen gültige TV-Vertrag auf den neuen Playoff-Modus angepasst werden soll. Eine abermalige Änderung, noch bevor der neue Modus überhaupt ein erstes Mal zur Anwendung gekommen ist, würde nicht nur der Glaubwürdigkeit der Klubs und der Liga schaden, sondern auch deren Position bei der Aushandlung des nächsten TV-Vertrags.

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quelle: keystone / jean-christophe bott
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80 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Callao
21.10.2022 12:17registriert April 2020
Schuster, bleib bei deinen Leisten! Die Fans sind die Kunden. Die Kunden wollen das Produkt Playoff nicht. Was also SFV ist nicht klar?
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Drvo
21.10.2022 11:53registriert Mai 2020
Schlecht, dass es soweit kam, dass Blue den Modus absegnen muss. Warum hat die Liga einen solchen Vertrag mit Blue akzeptiert?
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saukaibli
21.10.2022 12:12registriert Februar 2014
Es macht doch keinen Sinn, zwei Cups mit KO-System zu spielen. Wenn man in der Liga Playoffs einführt, dann kann man den Cup gleich abschaffen. Wieso sollte man zweimal das Gleiche wollen?
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