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Fussball

Super League: FC Basel verzweifelt an FC Zürich trotz langer Überzahl

Basels Fabian Frei im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Basel 1893 und dem FC Zuerich im Stadion St. Jakob-Park in Basel, am Donnerstag, 20. Oktober 2022. (KEYSTONE/Georgio ...
FCB-Captain Fabian Frei und Michael Lang (r.) können es nicht fassen.Bild: keystone

«Das kann nicht unser Anspruch sein»: FC Basel verzweifelt in Überzahl an FCZ-Defensive

Der früh dezimierte FC Zürich holt im Klassiker auswärts gegen den FC Basel einen Punkt für die Moral. Das torlose Remis verteidigt das Schlusslicht erstaunlich problemlos.
20.10.2022, 23:11

Fast nichts läuft in dieser Saison im Sinne des FC Zürich. Auch mit den besten Vorsätzen und dem neuen, ausgesprochen optimistisch auftretenden Trainer Bo Henriksen scheint dem Meister das Pech an den Füssen zu kleben.

Im St. Jakob-Park musste der FCZ innerhalb von einer Halbzeit eine ganze Reihe von Tiefschlägen einstecken. Nach 14 Sekunden holte sich Nikola Katic von Teamkollege Karol Mets eine Wunde am Kopf, in der 13. Minute sah Stürmer Ivan Santini für einen harten, aber wohl unbeabsichtigten Ellenbogenschlag Rot, etwas später ging Marc Hornschuh verletzt vom Platz und kurz vor der Pause musste auch noch der Trainer wegen Reklamierens auf die Tribüne.

Dem noch sieglosen Tabellenletzten, der sich früher am Tag wegen der Unberechenbarkeit des Fussballs öffentlich gegen die Einführung der Playoffs ausgesprochen hatte, wurde einiges zugemutet. Das Beste an diesem Abend aus seiner Sicht: Er brach nicht ein und kämpfte diszipliniert gegen die nummerisch überlegenen Basler. In seiner momentanen Situation und angesichts der Umstände ist das dritte torlose Remis in Serie in der Meisterschaft als Teilerfolg zu werten.

Goalie Yanick Brecher bilanzierte so auch nach dem Spiel: «Wir haben gelitten und sind als Mannschaft grandios aufgetreten.» Die Zürcher könnten definitiv zufriedener sein mit dem Punkt als Basel, sagt der FCZ-Captain zu blue.

Basels Liam Millar, links, im Kampf um den Ball gegen Zuerichs Nikola Katic, rechts, im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Basel 1893 und dem FC Zuerich im Stadion St. Jakob ...
Bereits nach 15 Sekunden erleidet Nikola Katic eine Platzwunde am Kopf und muss mit Verband weiterspielen.Bild: keystone

Monotones Basler Powerplay

Für den FC Basel brachte der Klassiker eine weitere von zuletzt doch vielen Enttäuschungen. Trotz eines Spielers mehr auf dem Feld und einem über 80-minütigen Powerplay kam kaum etwas Nennenswertes zustand. Die Basler fanden keine Mittel, um sich gefährlich vor das Zürcher Tor zu spielen. Richtig gute Torchancen gab es in diesem Spiel nur zwei: Der FCZ erspielte sie sich kurz vor dem Schlusspfiff durch Fabian Rohner und Katic.

Für den FCB ist das ein Armutszeugnis, aber auch die Bestätigung der Leistungen der letzten Wochen. Zum dritten Mal in den letzten guten zehn Tagen blieb die Mannschaft von Alex Frei in der Liga ohne Torerfolg. Taulant Xhaka nahm seinen Trainer nach dem Spiel bei blue in Schutz: «Er hat uns eigentlich gut eingestellt. Ich weiss nicht, wieso wir das nicht auf den Platz bringen. Ich bin sprachlos, das kann nicht unser Anspruch sein.» Der 31-Jährige bemängelte, dass der FCB in der Offensive kein einziges 1-gegen-1 gewonnen habe. «Um ein Spiel zu gewinnen, muss man diese Situationen für sich entscheiden», sagte Xhaka.

Zuerichs Torhueter Yanick Brecher, rechts, pariert einen Ball im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Basel 1893 und dem FC Zuerich im Stadion St. Jakob-Park in Basel, am Donn ...
Sinnbildlich für die Offensive des FCB: Andi Zeqiri (am Boden) bringt den Ball nur harmlos aufs Tor.Bild: keystone

In der Tabelle bringt das Remis keine der beiden Teams weiter. Basel liegt nun 13 Punkte hinter den Young Boys und der in der Super League zum 15. Mal in Folge sieglose FCZ hat sechs Zähler Rückstand auf den Vorletzten Winterthur.

Basel - Zürich 0:0.
23'241 Zuschauer. SR Fähndrich.
Basel: Hitz; Pelmard (62. Lang), Comas, Adams, Calafiori; Xhaka (62. Frei), Burger; Ndoye (62. Ltaief), Amdouni (75. Zeqiri), Millar; Fink (46. Diouf).
Zürich: Brecher; Kamberi, Katic, Mets; Boranijasevic, Hornschuh (21. Conde), Selnaes (74. Omeragic), Guerrero; Krasniqi (64. Rohner), Marchesano (74. Tosin); Santini.
Bemerkungen: Basel ohne Lopez, Males, Tushi (alle verletzt) und Sène (nicht im Aufgebot). Zürich ohne Dzemaili, Kryeziu, Reichmuth und Sauter (alle verletzt). 13. Rote Karte gegen Santini. 45. Platzverweis gegen FCZ-Trainer Henriksen.
Verwarnungen: 45. Boranijasevic. 57. Ndoye. 67. Kamberi. 83. Conde. 93. Zeqiri. 93. Katic. (nih/sda)

Die Tabelle

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quelle: keystone / paolo foschini
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38 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Oganira
20.10.2022 22:30registriert Dezember 2021
Gratulation an den FCZ für die starke Leistung zu zehnt!

Unterstes Niveau leider erneut von meinem FCB...
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Rafffi
20.10.2022 22:54registriert September 2022
Nach dem unglücklichen Start. Mit einem Spieler weniger den Gegner so gut kontrollieren können, dank einer sehr solidarischen Teamleistung. Und am Schluss kommen sie sogar noch zur besten Chance des Spiels. Da wächst wieder ein Team beim FCZ. Glaube der neue Trainer ist auf einem guten Weg.
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Zahnschmerz
20.10.2022 21:01registriert März 2016
Na super! Wenn wir schon mit 11 Spielern nie gewinnen, versuchen wir es doch mal mit 10! Ob es so besser ausgeht? 😒
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