Häusliche Gewalt in Zürich während der Fussball-WM nicht angestiegen
Die Fussball-WM diesen Sommer hat zu keinem Anstieg der häuslichen Gewalt im Kanton Zürich geführt. Dies geht aus einer am Donnerstag publizierten Regierungsrats-Antwort hervor.
In Südamerika gibt es den Spruch «Verliert meine Mannschaft, verliert auch meine Familie». Eine Studie aus Grossbritannien zeigte zudem, dass die alkoholbedingte häusliche Gewalt nach einer Niederlage der englischen Nationalmannschaft um 38 Prozent anstieg.
Im Kanton Zürich gibt es dieses Phänomen offenbar nicht. Zwar gebe es keine Studien zu dem Thema, schreibt der Regierungsrat in einer Anfrage von Grünen, SP und AL. Es gebe aber keinen Anstieg der gemeldeten Vorfälle – im Gegenteil.
Die Zahl der polizeilich registrierten Fälle von häuslicher Gewalt sei während der WM sogar tendenziell zurückgegangen. Es gebe auch keine Häufung von anderen alkoholbedingten Delikten. Bedarf für ein spezifisches Präventionsprogramm während internationaler Fussballwettkämpfe gebe es deswegen nicht. (riz/sda)
