Ein Nati-Spiel zur ungewohnten Morgenstunde – was dabei aufgefallen ist
Volle Public Viewings
Leere Public Viewings, bis auf den einen oder anderen Betrunkenen, der noch herumtorkelt? Wer das beim Nati-Spiel um 5 Uhr morgens erwartete, wurde überrascht. Egal ob in Zürich, Winterthur, Genf, Bern, Luzern oder Basel: Für die Nati standen viele Fans früh auf und füllten die Public Viewings. Statt Bier und Chips gab es für einmal Kaffee und Gipfeli – oder halt trotzdem den einen oder anderen Hopfentee.
E-Trotti-Friedhof
Die vielen Frühaufsteher machten sich auch anderswo bemerkbar. Der Uber-Fahrer auf dem Weg zum Büro meinte, er habe um diese Uhrzeit an einem Wochentag noch nie so viele Autos und Menschen unterwegs gesehen. Doch wie kommt man an einem frühen Freitagmorgen ohne ÖV rechtzeitig zum Anpfiff ins Public Viewing?
Na klar: Mit dem E-Bike oder dem E-Trottinett. Und werden die wieder schön verräumt, wenn man sein Ziel erreicht hat? Natürlich nicht. So verkam der Bereich rund ums Public Viewing in der Zürcher Maag Halle in der Nähe des watson-Büros zum E-Trotti-Friedhof.
Ungewohnte Schlangen
Kurz vor Schichtbeginn noch rasch in einem Laden das Frühstück holen? Nicht so einfach, wenn beim Spiel der Schweizer Nati gerade Pause ist. So erlebte das unser Chef vom Dienst, Dario:
Ungewollter Wecker
Der Sieg der Nati respektive die beiden Tore kamen aber nicht überall gut an. Reporterin Aylin Erol berichtet:
Dabei dürfte es sich um ein Jubelhupen nach Dan Ndoyes Blitztor zum 2:0 nach Wiederbeginn in der zweiten Halbzeit gehandelt haben.
Hupkonzert mal anders
Als kurz nach sieben Uhr der Schweizer Einzug in den Achtelfinal feststand, strömten die Menschen aus den Public Viewings auf die Strassen und feierten dort weiter. Rund um die Hardbrücke erklang sogar der eine oder andere Böller – auch das gewöhnungsbedürftig in den Morgenstunden.
Public Viewing um 5 Uhr Morgens – so war es:
Und auf den Strassen ging das Hupkonzert los. Mitten im Pendlerverkehr fühlte sich auch das etwas anders an, zumal sich mitunter auch die tieferen und lauteren Töne von LKW-Hupen einmischten. Ob die Lastwagenfahrer ebenfalls aus Freude oder doch aus Ärger über den wohl unerwarteten Stau hupten, bleibt offen.
Eine weitere Auffälligkeit: Nach einer guten Stunde des Feierns, des Singens und des Hupens kehrt Ruhe ein. Nach dem Public Viewing ist eben vor der Schule oder der Arbeit.
