So könnte die Schweizer Nati ohne Manzambi spielen
Nachdem bereits Luca Jaquez und Michel Aebischer am Sonntag nicht mit dem Team trainieren konnten, kommt es am Montag noch schlimmer. Mit Johan Manzambi, Ruben Vargas und Djibril Sow mussten gleich drei Spieler das Training vorzeitig beenden. Während Johan Manzambi den Achtelfinal sicher verpassen wird, ist noch unklar, wie es den weiteren Akteuren geht.
Nati-Trainer Murat Yakin sagte am Montag an einer Pressekonferenz noch: «Es wäre natürlich ein Riesenverlust für uns. Ich hoffe, dass ich in ein paar Stunden wieder etwas entspannter sein werde.» Trotzdem bereitet sich Yakin auf das Schlimmste vor und bleibt optimistisch: «Zum Glück haben wir viele Optionen.»
Doch gibt es noch so viele Möglichkeiten für die Nati, wenn tatsächlich der Worst Case eintreten sollte und gleich alle fünf Spieler gegen die Südamerikaner fehlen sollten? Wir setzen uns damit auseinander und zeigen auf, welche Baustellen der Schweiz wenige Stunden vor dem Spiel drohen und was die Alternativen sind.
Rückt Rieder in die Startelf?
Von den drei Akteuren, welche sich am Montag verletzt haben, hat es Manzambi am schlimmsten getroffen und er fällt wohl definitiv aus. Der 20-Jährige ist der Schweizer Topskorer dieses Turniers und spielte sich im Verlauf der Weltmeisterschaft in die Startelf. Im letzten Gruppenspiel gegen Kanada und im Sechzehntelfinal gegen Algerien spielte Manzambi jeweils als «Zehner».
Der wahrscheinlichste Manzambi-Ersatz ist wohl Fabian Rieder. Der 24-Jährige stand bereits beim 4:1-Sieg gegen Bosnien-Herzegowina in der Startelf, die Tore fielen allerdings erst nach seiner Auswechslung.
Sollte Sow einsatzbereit sein, wäre es auch eine Möglichkeit, dass die Nati in einem offensiven 4-3-3 aufläuft. Auf diese Option setzte Yakin bereits in der WM-Qualifikation im Auswärtsspiel gegen Slowenien. Ein Mittelfeld bestehend aus den beiden gesetzten Granit Xhaka und Remo Freuler zusammen mit Ardon Jashari gilt als sehr unwahrscheinlich. Mit Denis Zakaria steht noch ein weiterer gelernter Mittelfeldspieler im Schweizer Kader. Der Genfer wird nach der starken Leistung gegen Algerien aller Voraussicht nach aber als rechter Verteidiger eingesetzt.
Ebenfalls sorgt sich die Schweizer Fussballnation um den Gesundheitsstatus von Ruben Vargas. Sollte der Flügelspieler, welcher an diesem Turnier bereits an drei Toren beteiligt ist, ausfallen, könnte Noah Okafor in die Startelf rücken.
Die mögliche Schweizer Startaufstellung:
Der Leeds-Stürmer blieb in der gesamten Vorrunde ohne Einsatz und wurde gegen Algerien kurz vor Schluss eingewechselt. Mit seinem Einsatz konnte Okafor allerdings keine Argumente für sich sammeln und sorgte bei Murat Yakin eher für Frust. Alternativ könnte man auch über Christian Fassnacht nachdenken.
Eine weitere Möglichkeit wäre eine Systemumstellung auf zwei Stürmer. So lief die Nati im abschliessenden Testspiel vor der Weltmeisterschaft in der Spitze mit Zeki Amdouni und Johan Manzambi auf. Breel Embolo ist ohnehin gesetzt, sein Sturmpartner könnte Amdouni oder Cédric Itten sein. Allerdings sagt Yakin dazu: «Wir haben uns etwas angeeignet, das gut ist, und haben dreimal gewonnen. Wir werden nicht ändern, wie wir spielen.»
Eines ist sicher: Murat Yakin wird keine ruhige Nacht haben und sich wohl mit einigen Optionen auseinandersetzen. Die Partie gegen Kolumbien startet am Dienstagabend um 22 Uhr und kann bei watson live mitverfolgt werden.
