Das bedeutet Kanadas Kantersieg für die Schweiz
Die Schweiz geht als Zweite ins letzte Gruppenspiel gegen Kanada. Weil der WM-Co-Gastgeber Katar anders als die Nati deklassierte und 6:0 gewann, zog er in der Gruppe B an der Schweiz, die gegen Bosnien-Herzegowina 4:1 gewonnen hatte, vorbei.
Damit präsentiert sich für die Schweiz vor dem Direktduell der beiden Spitzenteams in der Gruppe B folgende Ausgangslage:
Gewinnt die Schweiz …
… ist sie in jedem Fall Gruppensieger.
Die Schweiz und Kanada gehen mit je vier Punkten ins Direktduell, Bosnien-Herzegowina und Katar haben erst einen Zähler auf dem Konto. Wer den Spitzenkampf gewinnt, ist also sicher Erster. Als Gruppensieger würde die Schweiz auf einen Gruppendritten treffen. Aus welcher Gruppe dieser kommt, hängt davon ab, welche acht Drittplatzierten sich für die Sechzehntelfinals qualifizieren. Infrage kommen die Teams aus den Gruppen E, F, G, I und J.
Dabei könnte es sich um einen echten Hammergegner handeln. In der Gruppe E spielen Deutschland, die Elfenbeinküste und Ecuador. In der Gruppe F treffen die Niederlande, Japan und Schweden aufeinander. Und in Gruppe I duellieren sich Frankreich, Senegal und Norwegen. Im Achtelfinal würde entweder der Erste der Gruppe K (Kolumbien, DR Kongo, Portugal und Usbekistan) oder ein weiterer Gruppendritter warten.
Spielt die Schweiz unentschieden …
… ist sie in jedem Fall Gruppenzweite.
Da Kanada die bessere Tordifferenz hat und punktgleich mit der Nati ins letzte Gruppenspiel geht, reicht dem Gastgeber ein Unentschieden zum Gruppensieg. Für die Schweiz würde es als Zweite gegen den Zweiten der Gruppe A gehen. Das dürfte wohl Südkorea sein. Dem Team um Heung-min Son reicht ein Punkt gegen Südafrika zu Platz 2, der Gruppensieg ist nicht mehr möglich. Auch die Südafrikaner oder Tschechien könnten Südkorea mit einem Sieg aber noch abfangen.
In einem allfälligen Achtelfinal würde dann entweder der Sieger der Gruppe F (Schweden, Japan, Niederlande und Tunesien) oder der Zweite der Gruppe C (Schottland, Brasilien, Marokko und Haiti) warten.
Verliert die Schweiz …
… bleibt sie ziemlich sicher Zweiter. Dann gelten dieselben Szenarien wie im Falle eines Unentschiedens beschrieben (siehe oben).
Der Vollständigkeit halber erklären wir aber auch noch, wie die Nati auf Platz 3 fallen würde. Dazu müsste Katar gewinnen und eine um neun Treffer schlechtere Tordifferenz aufholen. Ausserdem müssten sie wohl mindestens fünf Tore mehr schiessen als die Schweiz, da sie in der Fairplay-Wertung nach dem Doppelrot gegen Kanada ziemlich sicher den Kürzeren ziehen würden. Bosnien-Herzegowina bliebe im Falle eines Siegs aufgrund der Direktbegegnung, die höher gewichtet wird als die Tordifferenz, in jedem Fall hinter der Schweiz.
Auch als Dritte wäre die Schweiz ziemlich sicher im Sechzehntelfinal. Bei drei Europameisterschaften, an denen wie nun an der WM zwei Drittel der Gruppendritten weiterkommen, schied noch nie ein Dritter mit vier Punkten aus. In der ersten K.o.-Runde träfe die Schweiz dann entweder auf den Sieger der Gruppe E (Deutschland, Elfenbeinküste, Ecuador und Curaçao) oder der Gruppe G (Iran, Neuseeland, Ägypten und Belgien). Im Achtelfinal könnten Gegner wie Frankreich oder die USA warten.
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